Fastenzeit – Frischekur für den Körper

Fastenzeit – Frischekur für den Körper
29. Mrz 2017

von Suitbert Monz

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Viele Menschen nutzen die traditionelle Fastenzeit, um sich und ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Die Motive und Gründe sind vielfältig. Doch welche Form des Fastens ist für mich wirklich gesund und was gilt es zu beachten?

Eine aktuelle Studie zeigt, dass das Fasten in den letzten fünf Jahren immer beliebter geworden ist. Rund 59 Prozent der Bundesbürger nutzen die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag zum Verzicht üben.

Damit habe ich nun nicht gerechnet, als ich nach langer Terminsuche meine alten Studienfreunde kurz nach Karneval besuche. Meine Mitbringsel, eine Flasche guten spanischen Rotweins, ist genauso unpassend wie die leckeren Pralinen, muss ich feststellen. „Wir fasten“, entgegnet mir das Paar quasi zur Begrüßung. Meine Freunde Anne und Sven sind mit ihren knapp 50 ziemlich fit und keiner von ihnen auch nur annähernd übergewichtig.  Ich bin neugierig geworden und will die Motivation der beiden genauer verstehen.

Form der Fastenkur bewusst treffen

„Wir wollen nach dem langen Winter mit viel Gemütlichkeit und Schlemmerei wieder ein bisschen Schwung in unser Leben und vor allem in unseren Körper holen“, erzählt mir Anne bei unserem Spaziergang durch den nahegelegenen Hunsrück. So einträchtig der Entschluss der beiden zum Fasten getroffen wurde, so unterschiedlich fällt er in der Umsetzung aus. Während Anne sich für das klassische Heilfasten nach Hildegard von Bingen entschieden hat, erklärt mir Sven, dass seine Wahl auf  „Sportfasten“ gefallen ist.  „Es wäre gerade in Sachen Ernährung natürlich viel einfacher gewesen, die gleiche Form der Fastenkur zu wählen, doch mir tun einfach andere Sachen gut als meiner Frau“, erläutert Sven.

Sven, ehemaliger erfolgreicher Triathlet, gewinnt seine Energie immer noch aus regelmäßigen Trainingseinheiten und liebt auch nach wie vor die Herausforderung. „Das Sportfasten ist ein Selbstversuch für mich und fordert mich“, betont Sven, der einen strengen zehntägigen Fastenplan einhalten muss und dabei auch von einem Coach begleitet wird. „Für mich wäre das überhaupt nichts“, wirft seine Frau ein. Ihr Fastenplan dauert zwar ungefähr genauso lange, ist aber hauptsächlich davon geprägt, keine feste Nahrung aufzunehmen und beinhaltet auch viel Ruhe und Muße. „Ich finde es schön, einmal nicht wie gewohnt alles zu konsumieren. Das schärft meine Sinne und mein Bewusstsein.“

Gesundheitliche Verbesserungen

Wenn man aus der Vielzahl der Fastenformen für sich eine passende gefunden hat, kann diese zur Verbesserung der eigenen Gesundheit beitragen. Positive Wirkungen können ein gestärktes Immunsystem, Senkung der Blutfettwerte, Reduktion der Entzündungswerte und Verbesserung der Darmfunktion sein. Wichtig aber ist, dass nicht alle Menschen, die Voraussetzungen mitbringen, eine Fastenkur zu beginnen. Ein medizinischer Check-up sollte deshalb grundsätzlich durchgeführt werden, ehe man fastet.

Als ich mich auf den Heimweg mache, bin ich irgendwie inspiriert. Wenngleich ich für mich keine der beiden Formen des Fastens passend finde, überlege ich, ob ich nicht auch mal Verzicht üben könnte. Im Netz finde ich eine App, die mir zeigt, was Fasten auch bedeuten kann. „7 Wochen ohne“ heißt der digitale Begleiter, der einem aufzeigt, wie man seinen Alltag mal unterbrechen und sein Bewusstsein schärfen kann. Vielleicht beginne ich mit ganz kleinen Sachen und lasse für eine Woche mal mein gewohnt-geliebtes Feierabend-Bier weg.  „Ein bisschen mehr Bewegung würde mir gleichzeitig auch guttun“, denke ich und entscheide mich spontan, dass genau diese Aspekte meine persönliche Kur für die nächste Woche ausmachen sollen.

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Fastenzeit – Frischekur für den Körper
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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