Firmenkundenberatung: Arbeiten im Old Normal, New Normal oder im All Normal?

Firmenkundenberatung: Arbeiten im Old Normal, New Normal oder im All Normal?
15. Jul 2021

von Sabine Schwarz

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Interview mit Andreas Wendlandt, Firmenkundenberater bei R+V

Aktuell wird viel über den Digitalisierungsturbo in der Arbeitswelt diskutiert. Das New Work ist digitaler, man arbeitet flexibler und ortunabhängiger, eigenständiger und die omnikanale Präsenz reduziert die Präsenz in einem festen Büro.

Herr Wendlandt, was heißt das jetzt konkret für die Beratungen von Firmenkunden zu Versicherungsthemen?

Die jetzige Beratung unterscheidet sich gar nicht so wesentlich von der während des Lockdowns oder der Zeit davor. Es lief und läuft erstaunlich normal und fast unverändert in der Firmenkundenberatung. Die Kunden berate ich aber am liebsten persönlich. Gerade bei neuen Kunden ist das persönliche Kennenlernen sehr wichtig und schafft Vertrauen. Ich habe in meiner Wochenplanung jetzt einen festen Digitaltag. Da nutze ich konsequent nur den Videocall oder das Telefon. Die Termine vor Ort plane ich an den anderen Tagen, das hat sich bewährt.

Haben Sie jetzt einen Nachholbedarf bei der Gewinnung neuer Kunden?   

Tatsächlich war die Neukundengewinnung auch in dieser schwierigen Zeit der Lockdowns möglich. Denn die Banken, deren Kunden ich betreue, waren nie geschlossen. Die Terminvereinbarung wurde seitens der Bank oder durch mich telefonisch organisiert und dann habe ich mich persönlich mit den einzelnen Firmeninhabern getroffen. Eine vernünftige Betriebsanalyse ist nur live vor Ort möglich und es ist auch ein Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung. Die Videoberatung ist eine Lösung, aber ersetzt nicht den persönlichen Kontakt. Was sich aber bei den Kunden geändert hat, ist die Innovationskraft und das Neudenken verbunden mit der Digitalisierung.

Was genau meinen Sie damit? 

Es gab seitens der Kunden viele tolle Entwicklungen. Ein Kunde hat z. B. ein Hotel gekauft, ein anderer erfolgreicher Unternehmer hat für sich die optimale Betriebsgröße gefunden, um eine bessere Work-Life-Balance zu erzielen. Eine Gastronomin ist zur Herstellerin geworden, da sie jetzt schockgefrostete Lebensmittel über den Handel vertreibt oder der Unternehmensberater ist jetzt eigner Unternehmer mit einem Start-up von E- Bike-Touren.

Sie haben dadurch Einblick in viele Branchen, das hört sich sehr abwechslungsreich an.

Ja, das ist das Interessante an dem Beruf. Bei einigen meiner Firmenkunden hat es einen „Digitalisierungssprung“ gegeben. Ein Friseurbetrieb hat seine Terminierung digital über eine App organisiert oder ein Handwerksbetrieb steuert die Touren – und Terminplanung seiner Mitarbeiter im Kundenservice nun komplett digital, so dass die Mitarbeiter nicht erst morgens in die Firma kommen müssen. Die Kontaktpunkte werden reduziert und die Arbeitszeiten anders genutzt. Beide Betriebe bleiben bei dieser Neuerung. Das Thema Datensicherheit ist bei der Betriebsanalyse entscheidend für den Kunden.

Welchen Anstoß zum Neudenken haben Sie in dieser Zeit mitgenommen?

Ich habe früher viel Musik gemacht, habe in einer Heavy Metallband Gitarre gespielt und wir sind bei Festivals aufgetreten. Für die gesamte Künstlerszene fällt der zweite Sommer aus und das ist brutal. Mein Traum ist es, ein lokales Festival beruflich zu unterstützen, ein gutes Versicherungskonzept auszuarbeiten und vor Ort das Festival live zu begleiten. Es wäre schön, wenn dies in nächster Zeit gelingt.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Gastbeitrag von Esther Vallazza, Recruiting Vertrieb

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Sabine Schwarz

Mitarbeiterin Personalmarketing & Sourcing im Recruiting Vertrieb; bloggt rund um das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V

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