Plantcube: Futuristischer Kräuteranbau in der Kantine

Plantcube: Futuristischer Kräuteranbau in der Kantine
26. Aug 2019

von Eva Kuschfeldt

0

Im R+V-Mitarbeiterrestaurant steht seit August ein Mini-Gewächshaus, das sich per App steuern lässt. Die R+V-Gastronomie testet mit dem High-Tech-Gerät Plantcube eine völlig neue Anbauweise für Kräuter.    

Per App lassen sich alle Funktionen des Mini-Gewächshauses steuern.

Per App lassen sich alle Funktionen des Mini-Gewächshauses steuern.

Für das R+V-Gastronomieteam stand vor wenigen Wochen eine ganz besondere Premiere auf dem Plan: Die erste Ernte von Pflanzen aus dem eigenen Mini-Gewächshaus. Rund 500 Gramm Basilikum, Kresse und andere Kräuter holten die Mitarbeiter aus dem High-Tech-Gerät in Würfelform. Den ersten Geschmackstest bestanden die Kräuter ohne Probleme. Damit landeten sie als „grüne Beilage“ auf den Tellern der R+V-Mitarbeiter im Wiesbadener Betriebsrestaurant.

Die Kräuter von morgen

Die erste Ernte aus dem Plantcube hat den Geschmackstest bestanden.

Die erste Ernte aus dem Plantcube hat den Geschmackstest bestanden.

Der „Plantcube“ ist in etwa so groß wie ein Einbaukühlschrank und wird inzwischen auch häufig in privaten Küchen installiert. Darin können an 365 Tagen im Jahr Kräuter heranwachsen. Statt in der Erde wachsen die Pflanzen auf speziellen Matten. Das Gerät ist ans WLAN angeschlossen und über eine App steuerbar: Ob Temperatur, Wasserzufuhr oder die Beleuchtung mit Tageslichtlampen – alle Parameter können so auf das optimale Pflanzenwachstum eingestellt werden. Den idealen Erntetermin teilt das Programm selbstverständlich auch mit. In Plantcubes wachsen in der Regel Salate und Küchenkräuter. Diese Anbauweise nennt man auch „Vertical Farming“ – der Anbau von Weizen, Mais oder Reis würde solchen Würfeln allerdings zu viel abverlangen.

Plantcube ist Anschauungs- und Testobjekt

Die Kräuter aus dem Plantcube reichen natürlich nicht aus, um die täglich rund 2.400 Gäste im Betriebsrestaurant am Wiesbadener Raiffeisenplatz zu versorgen. Das sollen sie aber auch gar nicht. Vielmehr ist der Plantcube als Test- und Anschauungsobjekt gedacht, für den Fall, dass irgendwann einmal ein Produzent solche Pflanzen in ausreichend großer Menge anbietet. Die Köche der R+V-Gastronomie bilden sich ständig weiter, einige haben bereits langjährige Erfahrung in Küchen von Luxushotels gesammelt – Qualität wird hier großgeschrieben. Deshalb möchte das Team prüfen, ob die Kräuter aus dem Plantcube überhaupt die eigenen Ansprüche für das Mittagessen der R+V-Mitarbeiter erfüllen.

Im Plantcube wachsen Kräuter ganz ohne Erde und Sonnenlicht.

Im Plantcube wachsen Kräuter ganz ohne Erde und Sonnenlicht.

Nach den ersten positiven Geschmackstests sind die Gastronomieverantwortlichen überzeugt vom Vertical Framing. Über die Nachhaltigkeit dieser Anbauart gehen die Meinungen auseinander. Fest steht jedoch: Die Pflanzen erhalten eine genau dosierte Menge Wasser, benötigen keine Pflanzenschutzmittel und können in der Großstadt produziert werden, was lange Transportwege vermeidet. Die R+V-Betriebsgastronomie vermutet, dass diese Form des Pflanzenanbaus bald viel weiter verbreitet sein wird – vielleicht schon in wenigen Jahren. Somit können die R+V-Mitarbeiter von nun an in der eigenen Kantine ein Stück Zukunft besichtigen.

Weitere Informationen zum bei der R+V verwendeten Plantcube finden Sie auf der Website von Agrilution.

Gastbeitrag von Frank Senger, Konzern-Kommunikation

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Plantcube: Futuristischer Kräuteranbau in der Kantine
Eva Kuschfeldt

Volontärin in der Konzern-Kommunikation, bloggt über eigene Erlebnisse im Unternehmen, Themen der Konzern-Kommunikation und soziale Projekte bei R+V

Alle Artikel des Autors
Kommentare