Gefahrenquelle Nebel

Gefahrenquelle Nebel
14. Nov 2012

von Verena Reuber

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Immer wieder passieren im Herbst Unfälle wegen Nebel: plötzlich auftretend und manchmal eine richtig „dicke Suppe“ raubt er uns Autofahrern die Sicht und Orientierung. Nicht selten resultieren Auffahrunfälle im Nebel in Massenkarambolagen.

Nebel – was ist das?

Nebel ist ein Gebräu kleinster Wassertröpfchen – ein Dunst. Meteorologen sprechen bereits wenn sie weniger als einen Kilometer weit sehen können von Nebel. Laien empfinden erst bei rund 300 Metern diese Sichtbehinderung als Nebel. Besondere Vorsicht ist im Herbst geboten! Dort wo tagsüber in den letzten Sonnenstunden an Flüssen und Seen Wasser verdunsten konnte, kann sich bei sinkenden Temperaturen am Abend die Luft stark abkühlen und das Wasser kondensieren lassen. Dieser Bodennebel wir von den Autofahrern oft noch nicht erwartet und trifft sie umso überraschender.

Sobald Sie also im Herbst erste Anzeichen von Bodennebel, wie graue Schleier am Waldrand oder über einer Wiese, sehen, sollten Sie vorsichtig fahren und auf Nebelbänke gefasst sein.

Vorsicht bei Sensoren!

Moderne Autos haben eine Lichtautomatik. Wenn der Lichtschalter eine Stellung „auto“ hat, schaltet sich beispielsweise das Abblendlicht bei der Einfahrt in einen Tunnel oder in der Dämmerung automatisch ein. Was im Alltag oftmals praktisch ist, kann im Nebel gefährlich sein, denn die Sensoren reagieren nicht bei Nebel. Das kann bedeuten, dass der an die auto-Stellung gewöhnte Fahrer in Wahrheit im Nebel ohne Licht fährt.

Deshalb sollten Sie grundsätzlich im Nebel die auto-Stellung verlassen und das Abblendlicht normal einschalten. Das gilt auch für das sogenannte „Tagfahrlicht“, bei dem hinten ebenfalls kein Licht brennt.

Nebel – was nun?

Wenn Sie in eine Nebelbank geraten, sehen Sie weder vorne noch seitlich etwas und auch der Rückspiegel zeigt eine graue Wand. Diese sofortige Orientierungslosigkeit sollte Sie nicht verunsichern! Verringern Sie umgehend Ihre Geschwindigkeit. Eine Schnellbremsung birgt zwar die Gefahr in sich, dass man von hinten gerammt wird, doch wer ungebremst in die Grauzone rollt, hat die Chance verschenkt, nicht selbst aufzufahren. Nach solchen Schrecksekunden heißt es erst mal tief Luft holen und mit respektvollem Abstand langsamer fahren.

Gute Hilfe: Nebelschlussleuchte

Die gesetzlich vorgeschriebenen knallroten Nebelschlussleuchten können warnen und zeigen schon früh genug an, dass jemand vor einem fährt. Deshalb muss man spätestens jetzt selbst Signale setzen und Nebelscheinwerfer und Schlussleuchte einschalten.

Viele Autofahrer sind verunsichert, weil man bei mehr als 50 Meter Sicht (also sobald man zwei weiße Randpfosten hintereinander sehen kann) die Nebelschlussleuchte wieder ausschalten muss. Das ist aber in der Praxis nicht so einfach – die Nebelsuppe ist mal dünner und mal dicker. Deswegen achten Sie nicht so genau auf diese 50-Meter-Grenze, sondern konzentrieren sich lieber mehr auf den Verkehr!

 

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Verena Reuber

Social Media Managerin bei der R+V24; bloggt hauptsächlich über Autos, Fragestellungen aus der Versicherung und sämtliche Facetten der Mobilität.

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