Gemeinsam Bewusstsein schaffen – Welttag für psychische Gesundheit

Gemeinsam Bewusstsein schaffen – Welttag für psychische Gesundheit
5. Nov 2020

von Regina Andrae

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Jedes Jahr am 10. Oktober findet der Mental Health Day (Welttag für psychische Gesundheit) statt. Im Interview erzählte uns Katharina Ludwig, unsere Spezialistin für Betriebliches Gesundheitsmanagement im Außendienst, wie R+V diesem Tag eine ganze Woche gewidmet hat.

 

Liebe Katharina, wann bist du das erste Mal auf den Welttag für psychische Gesundheit aufmerksam geworden?

Das erste Mal richtig von dem Tag mitbekommen habe ich, als ich im Zuge meines Psychologiestudiums in Großbritannien studiert habe. An meiner dortigen Universität hat die psychologische Fakultät damals einen uniweiten Aktionstag gestaltet. Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstverständlich und offen dort über das Thema gesprochen wurde, wie groß das Interesse war und wie vielen Kommilitonen wir mit nur diesem einen Tag helfen konnten.

 

Wieso ist dieser Tag besonders in der jetzigen Zeit so wichtig?

Veränderungsprozesse werden immer schneller, die Welt wird komplexer und die Grenzen beispielsweise zwischen Beruflichem und Privaten verschwimmen immer mehr. Wir werden dadurch vor neue Herausforderungen – nicht zuletzt auch durch die Corona-Pandemie – gestellt. Das kann der Psyche einiges abverlangen.

 

Was hat R+V in dieser Woche für die Mitarbeiter geplant?

Gemeinsam mit der R+V Betriebskrankenkasse haben wir ein vielseitiges Programm, welches in diesem Jahr natürlich digital stattgefunden hat, angeboten. Es gab Online-Kurse, Impulsvorträge und Mitmachformate zu Themen wie gesunder Schlaf, Achtsamkeit, Umgang mit Veränderungen oder Work-Life-Balance. Unser Ziel war es, ein möglichst niedrigschwelliges Angebot zu schaffen und einen bunten Blumenstrauß an Maßnahmen anzubieten, sodass für jeden etwas dabei ist. Ein besonderes Highlight war der Vortrag von Niko Kappel, Goldmedaillengewinner im Kugelstoßen bei den Paralympics von 2016 und Weltmeister von 2017. Seinen Impulsvortag zu dem Thema, warum mentale Stärke nichts mit der Körpergröße zu tun hat, haben wir sogar live für die Mitarbeiter übertragen.

 

 

Was kann man im Arbeitsalltag für seine psychische Gesundheit tun?

Für die psychische Gesundheit ist es sehr wichtig, den Zugang zu sich selbst, zu den eigenen Bedürfnissen nicht zu verlieren. Das kann in hektischen Zeiten durchaus schwierig sein – wir schalten sehr schnell in den Autopiloten oder den Funktionsmodus. Daher ist es wichtig – so banal es klingen mag – achtsam zu sein und bewusst Pausen zu machen. Während der Aktionswoche haben wir den Kollegen und Kolleginnen beispielsweise jeden Tag neue Aufgaben gestellt, zum Beispiel alle Mahlzeiten am Tag ohne digitale Medien einzunehmen oder Routinen aufzubrechen (mit der anderen Hand Zähne putzen, anderen Arbeitsweg gehen etc.).

 

Welche Bedeutung hat der Mental Health Day für dich persönlich?

Der Mental Health Day ist für mich eine Herzensangelegenheit. Er schafft Bewusstsein, sowie Aufmerksamkeit und kann helfen, Stigmata abzubauen. Mir persönlich ist es wichtig, dass wir uns an jedem anderen Tag im Jahr auch mit dem Thema „Mentale Gesundheit“ beschäftigen und achtsam mit uns selbst und mit anderen umgehen. Der Mental Health Day ist hier ein guter Anfangspunkt, sozusagen ein „Anstubser“. Ich freue mich, dass wir bei R+V bereits durch unser vielseitiges und gut aufgestelltes Betriebliche Gesundheitsmanagement und unsere Sozialberatung Kollegen und Kolleginnen auch in schwierigen Zeiten eine helfende Hand reichen. Denn gerade beim Thema „Mentale Gesundheit“ zählt unser Versprechen „Du bist nicht allein“ ganz besonders.

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Autor
Gemeinsam Bewusstsein schaffen – Welttag für psychische Gesundheit
Regina Andrae

Mitarbeiterin Personalmarketing der R+V und Spezialistin für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Bloggt zu Themen rund um Gesundheit, das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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