Gesunder Sport: Welches Fahrrad ist das richtige?

Gesunder Sport: Welches Fahrrad ist das richtige?
4. Mai 2016

von Suitbert Monz

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Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Frühling ankündigen, ist die Fahrrad-Saison für mich eröffnet. Querfeldein oder einfach nur zur Arbeit weht der kühle Fahrtwind über mein Gesicht. Tritt für Tritt merke ich dann, wie mein Sportgeist aus dem Winterschlaf erweckt. Und das Beste ist: Fahrradfahren verbessert nicht nur meine Ausdauer, sondern trainiert die gesamte Körpermuskulatur.

Ob Anfänger, Hochleistungssportler, jung oder alt, Fahrradfahren eignet sich für Jedermann. Neben Schwimmen gilt es als gesündeste Sportart, da das Rad rund 60 Prozent des Körpergewichtes trägt und es so auf eine gelenkschonende Art das Herz-Kreislauf-System ankurbelt. Zudem ist es gerade für Rückenschmerzen geplagte „Bürohengste“ ein idealer Ausgleich zum Sitzen. Wichtig ist: man hat die richtige Haltung und setzt auf das richtige Pferd, ähm Rad.

Der ideale Einkaufswagen

Das gemeinhin als Damenrad bekannte Citybike ist besser als sein Ruf und der „Allrounder“ unter den Bikes. Mit seinem niedrigen Einstieg und allen Merkmalen für ein verkehrssicheres Rad ist es ein guter Autoersatz. Durch die aufrechte bis leicht geneigte Sitzposition, gerät die Rückenmuskulatur unter Spannung, wodurch sie optimal trainiert wird. Gerade wenn sich hinten im Kindersitz der Sprössling chauffieren lässt, während im vorderen Lenkerkorb die Einkäufe balanciert werden, läuft die gesamte Muskelanspannung auf Hochtouren.

Wer – wie ich – den schönen Rhein rund um Mainz und Wiesbaden genießen darf, kann sich auch für die, nicht minder effektive, aber weit aus „coolere“ Variante, den Beachcruiser entscheiden. Gedanklich mit dem Surfbrett unterm Arm ermöglichen diese Bikes durch die bunten Rahmen und extra breitem Sattel und Reifen einen entspannten Arbeitsbeginn.

Abseits der Pfade

Wem das alles zu „chillig“ ist, oder wer lieber die Wege abseits der Radwege benutzt, kann auf ein geländetaugliches Mountainbike aufsteigen. Mit einem vollen oder nur auf der vorderen Gabel gefederten Rad werden die meisten Stöße abgefedert, was auch im Citybereich von Vorteil sein kann. Die niedrigere Rahmenhöhe ermöglicht gerade kleineren Menschen eine gesunde Sitzposition.

Diese sollte so eingestellt werden, dass die Ferse bei fast ausgestrecktem Bein flach auf der unteren Pedale liegt und Knie und Mittelfußknochen bei einem Kniewinkel von 90 Grad eine Linie bilden. Das Lenkrad sollte dabei so positioniert werden, dass man bequem geradeaus schauen kann, ohne den Hals nach oben zu strecken. Gleiches gilt für die Schultern, sind sie entspannt, verteilt sich die Muskelspannung über die gesamte Rumpf- und Armmuskulatur.

Dem Stress davonradeln

Radfahren befreit Körper und Seele – aber auch den Kopf. Wer auf Schnelligkeit und Power setzt, kommt um das klassische Rennrad nicht herum. Mit seinen schmalen Reifen, der fast waagerechten Rückenposition und der minimalistischen Ausstattung und Gewicht, ähnelt es einem Lamborghini.

Hier geht es um Tempo, im Rausch der Geschwindigkeit dem Stress davon zu radeln und den Kopf komplett frei zu bekommen. Nutznießer ist hauptsächlich die Beinmuskulatur. Dem Rücken fehlt aufgrund der geraden Position die natürliche S-Form, wodurch Unebenheiten auf der Strecke oder gar Schlaglöcher vom Rücken nicht ausreichend abgefedert werden können. Untrainierte sollten deshalb statt der waagerechten Position, eine Rückenneigung von 45 Grad wählen.

Für welches Rad man sich entscheidet, das individuelle Einsatzgebiet und Intensität, mit der man das Biken betreibt, ermöglicht Ungeübten und Profis, fit zu werden. Und bei allen Fakten sollte man nicht vergessen, erlaubt ist, was gefällt. Denn dann gibt es neben Kondition und der gestärkten Muskulatur eine ordentliche Portion Glückshormone dazu.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, Bereich Vertrieb Onlinemarketing; bloggt über Online-Marketingmaßnahmen und soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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