Haushaltskasse 2.0

Haushaltskasse 2.0
2. Mrz 2017

von Suitbert Monz

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Hier eine Zeitschrift, dort eine neue Lampe für das Bad und noch ein Mitbringsel für die Kinder aus der Stadt: Unsere Konsumgesellschaft macht es uns nicht leicht, das eingeplante Monatsbudget einzuhalten. Haushaltsbuch-Apps können dabei helfen.

Leben wir über unsere Verhältnisse? Hin und wieder kann es Sinn machen, sich anhand eines klar geführten Haushaltsbuches einen Überblick über seine alltäglichen Ausgaben zu verschaffen. Gelingt die Finanzplanung mit Budget-Apps besser? Meine Kollegin macht den Test.

Übersicht behalten – Disziplin erforderlich

„Niemals hätte ich damit gerechnet, jede Woche rund 25 Euro beim Bäcker auszugeben“, sagt die Mutter dreier Kinder erstaunt. Doch die gesammelten Quittungen der Woche aus der Bäckerei zeigen es schwarz auf weiß. Resultat: Bei einer fünfköpfigen Familie läppern sich Kleinigkeiten ziemlich schnell zu größeren Posten zusammen.

Das Haushaltsbudget wird schnell mal überschritten. Nach der Geburt des dritten Kindes teilten sich meine Kollegin und ihr Mann die Elternzeit, so dass sich auch die Einkommensverhältnisse veränderten. Um Planungssicherheit zu haben, soll eine App helfen, den Überblick zu behalten. Natürlich würde auch ein Notizblock oder eine Excel-Tabelle funktionieren, aber ein mobiles Haushaltbuch macht Spaß und ist immer in der Hosentasche mit dabei.

So ist eine Budget-App bereits bei der Erfassung von Ausgaben wesentlich komfortabler sind als Papier- oder Desktop-Lösungen. Immerhin musst du nicht jeden Beleg aufheben, um ihn dann daheim in deine Software oder dein Notizbuch zu übertragen. Zudem bieten die Apps die Möglichkeit einer Kategorisierung und grafische Darstellung der Ausgaben ist oft recht ansprechend. Doch genau wie bei Zettel und Stift, erfordert auch ein Haushaltsbuch auf dem Smartphone viel Disziplin, regelmäßige Eintragungen und eine vorangegangene Aufstellung der Finanzverhältnisse.

Finanzplan aufstellen – genau kalkulieren

Die Aufwendungen für Lebensmittel und andere Haushaltswaren konnten aufgrund der jahrelangen Erfahrung recht präzise im Vorfeld kalkuliert werden. Jedoch hat meine Kollegin mit der zusätzlicher App Bring auch gleich Ordnung in ihren Einkauf gebracht. So kauft sie geordneter ein und reduziert so gleichzeitig die Kosten.

Bei einer guten Finanzplanung sollten wirklich alle regelmäßigen Ausgaben aufgelistet werden. Selbstbetrug bringt einen hier nicht weiter. „Im Vorfeld überhaupt nicht berücksichtigt aber hatten wir Ausgaben für Geschenke, Mannschaftskassen in den Sportvereinen und Schulausflüge unserer großen Kinder. Den Schwimmkurs für unseren Jüngsten hatten wir genauso unberücksichtigt gelassen.“ Hinzu kamen dann eben noch solche Einkäufe, die nicht direkt im Supermarkt und vor allem immer wieder zwischendurch getätigt wurden, wie Brot- und Backwaren oder Zuzahlungen in der Apotheke. Wichtig ist auch, ein „Notfall-Finanzpolster“ einzuplanen.

Immer dabei – immer im Blick

Auch wenn es dem Paar anfangs etwas lästig scheint, dokumentieren sie mit verschiedenen Budget-Apps drei Monate lang ihre variablen Ausgaben. „Mit einem Haushaltsbuch merkt man sehr schnell, ob man über seine Verhältnisse lebt“, sagt der Finanzexperte Michael Huber, und stellt klar, dass insbesondere die Bargeldzahlungen aufwendig nachzuhalten sind.

Dem kann meine Kollegin nach dem Selbstversuch nur zustimmen. Doch der ehrliche Blick auf die Ausgaben hat sich auch gelohnt. Durch die kleinteiligen Aufzeichnungen erhielt die Familie  wichtige Aufschlüsse darüber, an welchen Stellen Einsparungen möglich sind. Darüber hinaus konnte ein weitaus realistischerer Mittelwert errechnet werden, der die Kalkulation verlässlicher macht.

Die Ausgaben für Brot und Brötchen konnte die Familie übrigens etwas reduzieren. Außerdem achtet sie nun darauf, nicht mehr so viele Lebensmittel wegzuwerfen. Schon deshalb war die Mühe ganz sicher nicht umsonst.

Weitere Artikel zum Thema Recht und Geld finden Sie in unserem Ratgeber.

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Haushaltskasse 2.0
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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