Haustiere aus dem Ausland – das gilt bei der Einreise

Haustiere aus dem Ausland – das gilt bei der Einreise
5. Dez 2017

von Lena Neumann

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Bestimmt kennen Sie das auch: Im Ausland läuft Ihnen ein niedliches Kätzchen oder ein Hund am Ferienort über den Weg. Sie haben sich in das Tier verguckt – da fällt die Abreise schwer. Viele Reisende überlegen dann, das Tier mit nach Deutschland zu nehmen. Doch so einfach ist das nicht. Im Blog geben wir Tipps, worauf bei der Einreise zu achten ist.

Je nach Herkunftsland des Tieres gelten unterschiedliche Bestimmungen – oftmals ist der Zeitfaktor ein Problem.

Einreise für Tiere aus EU- und gelisteten Drittländern

Auch wenn das Tier aus einem EU-Land stammt, müssen bestimmte Regularien eingehalten werden – allerdings ist diese Variante immer noch die am wenigsten aufwendige. In diesem Fall muss das Tier mindestens 30 Tage vor Abreise gegen Tollwut geimpft worden sein, wobei die Impfung nicht älter als zwölf Monate sein darf. Bei einem Tierarzt vor Ort kann man sich die Impfung bestätigen lassen.

Alle Herkunftsländer außerhalb der EU gelten als Drittländer, wobei zwischen gelisteten und nicht gelisteten Drittländern unterschieden wird. Gelistet bedeutet, dass das Land als tollwutfrei gilt. In dem Fall sind die Bestimmungen nahezu dieselben wie bei EU-Ländern.

Einreise für Tiere aus nicht gelisteten Drittländern

Handelt es sich allerdings um ein nicht gelistetes Drittland, also eines, das nicht als tollwutfrei gilt, gestaltet sich die Mitnahme schwieriger. Zu solchen Ländern gehören beispielsweise Indonesien, Serbien und die Türkei. Hier benötigen Tierfreunde Geduld, denn neben der Tollwutimpfung brauchen die Tiere einen Tollwutantikörpertest, der frühestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung erfolgen darf.

Hund Terry

Hund Terry aus Korfu

Danach muss eine Wartezeit von drei Monaten eingehalten werden, bevor das Tier ausreisen darf. Reisende haben meist nicht so viel Zeit, um alles rechtzeitig in die Wege zu leiten. Allerdings gibt es in vielen Ländern die Möglichkeit, das Tier in einem Verein unterzubringen, der bei der Ausreise hilft und bei dem das Tier später abgeholt werden kann – vorausgesetzt man ist bereit, zurückzufliegen.

Es ist allerdings auch möglich, dass diese Vereine Tiere aus dem Ausland vermitteln, ohne dass man selbst dort gewesen ist. Mein Kollege Markus Berneiser hat den Familienhund Terry z. B. aus Korfu über eine Organisation bekommen.

Ausführliche Vorbereitung schützt vor Überraschungen

Wer versucht, ein Tier illegal einzuführen, dem drohen hohe Geldbußen. Besteht ein Verdacht auf Tollwut, kann das Tier sogar entweder zurückgeschickt, in kostenpflichtige Quarantäne genommen oder getötet werden.

Will man ein Tier aus dem Ausland nach Deutschland mitnehmen, sollte man sich daher ausführlich über die jeweiligen Bestimmungen informieren. Hierbei hilft auch der Verbraucherschutz.

Weitere Artikel zum Thema Freizeit und Reise finden Sie in unserem Ratgeber.

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Haustiere aus dem Ausland – das gilt bei der Einreise
Lena Neumann

Social Media Manager; bloggt über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, der Versicherungswelt und über das Engagement bei Joblinge.

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