Haustier-Haltung als Mieter – Was ist erlaubt?

Haustier-Haltung als Mieter – Was ist erlaubt?
2. Okt 2014

von Suitbert Monz

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Vom Zwerghamster bis zur Königskobra – die Art der Haustiere ist vielfältig. Ähnlich unterschiedlich sind auch die Mietregelungen hierzu. Doch wann kann der Vermieter was erlauben und wann hat er das Recht, die Tierhaltung zu verbieten?

Im Frühjahr 2013 lockerte der Bundesgerichtshof das Haustierverbot in Mietwohnungen mit der Begründung, dass derartige Regelungen eine Benachteiligung der Mieter darstellen. Vermieter können jetzt kein generelles Verbot mehr aussprechen, dennoch sollte der Mieter im Einzelfall eine Haustierhaltung in der Wohnung abklären.

Kleintiere

Tiere wie Mäuse, Kaninchen und Meerschweinchen gelten als Kleintiere und sind immer erlaubt. Auch kleine exotischere Tiere wie kleine Echsen und ungiftige Schlagen sowie Kanarienvögel fallen in diese Kategorie, denn sie sind unauffällig und die Nachbarn bekommen nichts von ihnen mit. Selbst, wenn der Mietvertrag Tierhaltung verbietet, können sie mit einziehen.

Es gibt allerdings auch Kleintiere, deren Haltung problematischer ist und die eine ausdrückliche Genehmigung erfordern. Hier zu gehören Frettchen aufgrund ihres Geruchs; Ratten, mit denen nicht jeder Nachbar zurecht kommt und Papageien wegen ihres Geräuschpegels. Bei etwaigen Schäden durch Kleintiere springt die Privathaftpflichtversicherung ein.

Hunde und Katzen

Bei Hunden und Katzen wird es etwas schwieriger, dennoch hat der Mieter gute Chancen, eine Haltung genehmigt zu bekommen. Um sie zu verweigern, müssen dem Vermieter triftige Gründe vorliegen, wie beispielsweise Krankheit oder in einigen Fällen auch Allergien. Auch, wenn sich der Hund als nicht hinnehmbare Lärmquelle erweist, darf der Vermieter die Abschaffung verlangen. Für Schäden, die durch Hunde angerichtet werden, muss eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Katzen gelten vor vielen Gerichten noch als Kleintier und werden auch sonst als weniger störend im Gegensatz zu Hunden empfunden. Hier sind eher Geruchsbelästigungen zu befürchten, stellen sich diese aber nicht ein, sind die Tiere in der Regel erlaubt. Wenn Katzen allerdings Schäden an mitvermieteten Gegenständen wie Teppichen anrichten, sind diese vom Mieter selbst zu tragen. Mitunter fallen sie auch unter die Haftpflichtversicherung.

Generell gilt bei Hunden und Katzen: Es gibt keine einheitliche Regelung. Um Fehden zu vermeiden, sollte sich der Mieter vor der Anschaffung mit dem Vermieter in Verbindung setzen.

Exotische Tiere

Hier ist die Regelung sehr uneinheitlich. Handelt es sich um ein giftiges Tier wie eine Vogelspinne, ist die Haltung naturgemäß fragwürdiger. Bei ungiftigen Tieren, wie zum Beispiel Chamäleons, hat es der Mieter einfacher, eine Haltung durchzusetzen. Hier kommt es aber ganz auf den Vermieter an. Gerichte zeigen sich bei dieser Frage zunehmend toleranter.

Haben Sie Haustiere? Dann berichten sie uns, welche Erfahrungen Sie mit der Haltung in der Mietwohnung gemacht haben.

Wenn Sie sich umfassender über die Tierhalterhaftpflichtversicherung informieren möchten, besuchen Sie unsere Website.

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Haustier-Haltung als Mieter – Was ist erlaubt?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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