Heuschnupfen – kann Akupunktur helfen?

Heuschnupfen – kann Akupunktur helfen?
11. Mai 2018

von Regina Waldhecker

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Die Nase läuft, die Augen jucken und ständig muss man niesen: Es ist Heuschnupfensaison. Neben der schulmedizinischen Therapie durch Antihistaminika gibt es auch Methoden wie Hyposensibilisierung, die den Patienten dauerhaft heilen sollen. Doch was, wenn das alles nicht hilft? Ist Akupunktur eine Alternative?

In diesem Artikel will ich über meine Erfahrungen mit der alternativen Therapie gegen Heuschnupfen, der Akupunktur, berichten.

Jedes Jahr das Problem mit dem Pollenflug

PollenIm Jahr 2011 litten rund 25 Prozent der Deutschen an Heuschnupfen. Vor der Symptombekämpfung sollte man jedoch herausfinden, welche Pollen genau die Beschwerden auslösen. Hierfür gibt es Ärzte, die dies anhand von Hauttests herausfinden und daraus individuelle Behandlungsmaßnahmen ableiten.

Symptombekämpfung oder Heilung?

Häufig werden Allergikern Antihistaminika empfohlen. Andere Maßnahmen können jedoch auch vor Pollen schützen, z. B. bei geschlossenen Fenstern zu schlafen. Eine dauerhafte Besserung oder Heilung kann mit einer Hyposensibilisierung erreicht werden. Hierbei werden dem Allergiker wiederholt steigende Dosen des allergieauslösenden Stoffes geimpft. Das Ziel ist, den Allergieauslöser zu tolerieren.

Mein alljährliches Problem mit den Pollen

Seit Jahren kämpfe ich mit den Symptomen der Pollenallergie. Für mich war klar, dass es nicht so weitergehen kann. Beim Hauttest erfolgte die Ernüchterung: Alle Testfelder auf beiden Unterarmen waren geschwollen und juckten. Folglich kam eine Hypersensibilisierung nicht in Frage. Mein Arzt verschrieb mir daraufhin Ceterizin. Da die allergischen Reaktionen je nach Sommer immer unterschiedlich ausfielen, beließ ich es bei der Einnahme des Medikaments. Mit der Zeit ließ die Wirkung nach.

Acht Jahre später brachte mich meine Schwiegermutter in spe auf die Idee, Akupunktur auszuprobieren.

Zur Behandlung wurden mir in mehreren Sitzungen Nadeln in den Körper und ins Ohr gesteckt. Das anfangs unangenehme Gefühl wich nach ein paar Minuten. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) setzt darauf, die Lebensenergie (Qi) ins Gleichgewicht zu bringen und den körpereigenen Heilungsprozess zu aktivieren. Nach ein paar Sitzungen spürte ich eine deutliche Besserung der Symptome. Auch die zuvor sehr häufig verwendeten Cetirizin-Tabletten brauchte ich nicht mehr zu nehmen.

Studien belegen die Wirkung von Akupunktur (TCM)

Verschiedene Studien untersuchen die Auswirkungen von Akupunktur und bestätigen, dass ich kein Einzelfall bin. Auch eine wissenschaftliche Arbeit, welche die Ergebnisse von 13 Studien zu allergischer Rhinitis bzw. Heuschnupfen mit insgesamt 2365 Allergikern/Patienten zusammenfasst, belegt dies.

Ich persönlich kann eine Behandlung durch Akupunktur weiterempfehlen. Geheilt bin ich zwar nicht, aber die allergischen Reaktionen sind bei Weitem nicht mehr so schlimm wie noch vor wenigen Jahren.

Gastautor: Aaron Krüger, Praktikant im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

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Heuschnupfen – kann Akupunktur helfen?
Regina Waldhecker

Mitarbeiterin Personalmarketing der R+V und Spezialistin für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Bloggt zu Themen rund um Gesundheit, das Arbeitsleben und die Karrieremöglichkeiten im Außendienst bei R+V.

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