Fünf Fragen an Hermann Knipper zur Bedeutung von Twitter für die Konzern-Kommunikation

Fünf Fragen an Hermann Knipper zur Bedeutung von Twitter für die Konzern-Kommunikation
16. Mrz 2018

von Eva Kuschfeldt

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Hermann-Josef Knipper leitet seit Anfang 2017 die Konzern-Kommunikation bei R+V. Er hat bereits eine lange Karriere als Journalist hinter sich – unter anderem bei Handelsblatt, Kölnischer Rundschau und Berliner Tagesspiegel. Zuletzt war er mehrere Jahre lang Kommunikationschef der Allianz Deutschland. In seiner Kommunikationsstrategie bei R+V setzt er massiv auf soziale Medien – und ist deshalb jetzt auch auf Twitter aktiv.

Im Interview erklärt er Hintergründe und Ziele.

Herr Knipper, Sie sind Kommunikationschef der R+V-Versicherung – was sind Ihre Aufgaben?

Hermann Knipper

Hermann Knipper

Gemeinsam mit meinem Team aus Pressesprechern und Redakteuren ist es meine Aufgabe, die interne und externe Kommunikation der R+V zu steuern. Unser Ziel ist es, die gute Reputation zu festigen und natürlich weiter zu verbessern sowie die Reichweite für unsere Botschaften als einer der führenden und finanziell stärksten Versicherer Deutschlands zu erhöhen.

Sie waren über 30 Jahre für verschiedene Pressemedien tätig, auch als Auslandskorrespondent. Was bringen Sie mit aus Ihrer Laufbahn als Journalist?

Man lernt als Zeitungsredakteur zum Beispiel von Anfang an so zu schreiben, dass es jeder versteht, dass man den Lesern Spaß bereiten muss. Niemand liest einen Artikel zu Ende, wenn er langweilig ist. Man lernt auch die Entwicklung von Themen und das Führen inhaltsreicher Interviews. Journalismus ist keine Kunst, aber ein Handwerk, das man beherrschen muss, um bei Leser anzukommen. Als Kommunikatoren eines Unternehmens müssen wir das gleiche Handwerkszeug nutzen, sonst wird niemand unsere Botschaften wahrnehmen.

 Wie passen Twitter und Versicherungen zusammen? Warum ist es für eine Versicherung wichtig, in den sozialen Medien vertreten zu sein?

Twitter hat sich zu einem sehr wichtigen Kommunikationskanal zwischen Wirtschaft und Politik auf der einen Seite und Journalisten bzw. anderen Multiplikatoren entwickelt. Das steigert unsere Reichweite, unsere Wahrnehmung als Unternehmen – wenn wir es richtig machen.

Ich sitze im Büro gegenüber und weiß, wie oft Sie unterwegs und in Terminen sind. Wie wollen Sie es neben Ihrer täglichen Arbeit auch noch schaffen, zu twittern?

Es ist in der Tat zeitaufwendiger als zunächst gedacht. Aber es macht auch großen Spaß. Ich nehme mir mehrmals am Tag Zeit, um in den Account zu schauen, eigene Texte schreiben und andere zu retweeten. Besonders interessieren mich alle Themen rund um das Handwerk des Kommunikators, um für unsere Themen noch mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Werden wir auf Twitter auch etwas über den Menschen Hermann-Josef Knipper erfahren?

Naja, auch davon lebt natürlich ein attraktiver Twitter-Account. Aber viel wichtiger sind Debatten über Themen, die uns alle beschäftigen – etwa die Chancen und Risiken der Digitalisierung, das aberwitzige Innovationstempo im Silicon Valley sowie die Licht- und Schattenseiten unserer sozialen Marktwirtschaft, deren Solidität mir sehr am Herzen liegt.

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Fünf Fragen an Hermann Knipper zur Bedeutung von Twitter für die Konzern-Kommunikation
Eva Kuschfeldt

Volontärin in der Konzern-Kommunikation, bloggt über eigene Erlebnisse im Unternehmen, Themen der Konzern-Kommunikation und soziale Projekte bei R+V

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Kommentare

Martina DJ aus Freudenstadt

15:18 17.03.2018

Ich denke Twitter sollten Unternehmen als Kommunikationsmedien nutzen um die Unternehmensbotschaften rüber zu bringen. Die Jungen menschen sind mehr in den sozialen Medien unterwegs, als in den traditionellen Medienformen wie z.B. Zeitung