Was müssen Pferdebesitzer bei Weidehaltung beachten?

Was müssen Pferdebesitzer bei Weidehaltung beachten?
30. Jun 2015

von Ulrike Seim

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Das Wetter wird wärmer und die Wiesen grüner. Hier und da sieht man wieder Pferde auf der Koppel stehen, die munter ihr Gras futtern. Dieses Bild führt mitunter auch zu der Frage, ob eine Weidehaltung für das eigene Pferd sinnvoll ist oder nicht. Im Beitrag haben wir einige Tipps dazu zusammengestellt.

Viele Pferdebesitzer haben Angst, dass sich das eigene Pferd verletzen könnte und verzichtet deshalb darauf, dieses auf die Koppel zu bringen. Hierbei sollte nicht vergessen werden, dass Verletzungen auch durch Boxenhaltung entstehen können.

Besonders übermütige Pferde können sich auf der Koppel besser austoben und überschüssige Energie loswerden. Versuchen sie dies in der Box, führt das muntere Herumgetobe zu deutlich schlimmeren Verletzungen. Bei der Koppelhaltung kann aus Angst vor Verletzungen auf eine Herdenhaltung verzichtet werden. Hier besteht die Möglichkeit die Pferde auf getrennten Weiden unterzubringen.

Weiden täglich überprüfen

Der Aufwand, der mit einer Weidehaltung einhergeht, sollte nicht unterschätzt werden. Mindestens einmal täglich sollte nach den Pferden geguckt werden, um ihren Gesundheitszustand zu überprüfen.

Die Tiere benötigen immer genügend sauberes Wasser und ausreichend Futter. Idealerweise trennt man hier die Weide in Teilstücke ab, somit kann ein Überfressen verhindert werden, die Weidestücke haben Zeit, sich wieder zu erholen und neues Gras kann heranwachsen. Besonders wichtig ist es auch, die Weiden nach giftigen Pflanzen zu untersuchen.

Was ist bei der Weideumzäunung zu beachten?

Gut sichtbar, verletzungs-und ausbruchssicher sollte eine Umzäunung der Weide sein. Bei der Zaunhöhe sollten die folgenden Maße eingehalten werden:

1. Draht/Litze 2. Draht/Litze 3. Draht/Litze
Kleinpferde 45 cm 75 cm 120 cm
Großpferde 50 cm 95 cm 140 cm
Springpferde 60 cm 100 cm 160 cm

Als Schutz vor Pferdediebstahl sollte das Weidetor in jedem Fall abschließbar sein. Um Unfälle beim Holen und Bringen der Pferde weitgehend zu vermeiden, sollte es außerdem bequem mit einer Hand zu bedienen sein.

Welche Haltung ist die beste für mein Pferd?

Stallpferde, die meist 23 Stunden in ihrer Box verbringen, leiden viel häufiger unter Verdauungsproblemen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und sind gegen Schimmelpilze im Stroh oder Heu allergisch.

Ein weiteres Problem bei der reinen Stallhaltung ist die Langeweile. Koppen, Weben und Holznagen sind die einhergehenden Folgen. Daher ist mindestens eine Kombination aus Weide- und Boxenhaltung zu empfehlen. Die Pferde sind ausgeglichener, wenn sie sich ausreichend an der frischen Luft mit Artgenossen bewegen können.

Wie kann ich mein Pferd auf der Weide versichern?

Sollte sich das Pferd auf der Koppel so schwer verletzen, dass es stirbt oder eine Nottötung erfolgen muss, leistet die Tierlebenversicherung. Möchte man sein Pferd hauptsächlich vor Diebstahl schützen, ist eine Jahresdiebstahlversicherung sinnvoll. Diese leistet bei Abhandenkommen des Pferdes im Stall oder auf der Weide. Selbst wenn das Pferd durch einen Blitzeinschlag oder bei einen Brand verletzt oder gar getötet wird, leistet diese Versicherung. Als drittes ist in jedem Fall die Pferdehaftpflichtversicherung zu nennen. Diese deckt Schäden ab, die das Pferd seinen Artgenossen oder Menschen zugefügt hat.

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Gastbeitrag von Sabrina Kirn, Werkstudentin im Community Management

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Ulrike Seim

Abteilung Produktmanagement; Pferdemanagement, bloggt über Themen rund um Ross und Reiter.

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