Spannende IT-Berufe in der R+V Teil 3: Web-Entwickler

Spannende IT-Berufe in der R+V Teil 3: Web-Entwickler
10. Nov 2014

von Katharina Zehner

0

Die Internettechnologien gewinnen zunehmend an Bedeutung – und das sowohl in der internen als auch in der externen Nutzung, z.B. für die Internetportale in der Assekuranz. Doch wie entsteht so eine Web-Seite und was ist notwendig, damit die Kunden online Orientierung finden? Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der IT der R+V und schauen Matthias Peter, Web-Entwickler bei der R+V, bei seiner Arbeit über die Schultern.

Herr Peter, Sie waren bei der Entwicklung der „Online-Rente“ maßgeblich beteiligt, wie entsteht so eine Web-Anwendung?

Matthias PeterZunächst gestalten die Fachleute aus den entsprechenden Fachbereichen bzw. Versicherungssparten mit den Entwicklern die fachliche Konzeption. Darin wird beschrieben, wie sich die Versicherungsspezialisten die Online-Angebote vorstellen.

Schon in dieser Phase ist es sehr wichtig, dass beide „Parteien“ ein gemeinsames Bild von der Anforderung haben. Das ist manchmal nicht ganz einfach, denn die Versicherungsspezialisten sehen das Endprodukt aus ihrer fachlichen Sicht.

Wir Entwickler schauen auf die Technik, also wie die Anwendung innendrin läuft und wie die Prozesse ideal unterstützt werden können. Je größer das gemeinsame Verständnis der Anforderung ist, desto effizienter sind wir in der Entwicklung.

Ist die fachliche Konzeption abgeschlossen, schließt sich die technische Konzeption an. Diese beschreibt, wie die Web-Anwendung strukturiert sein muss und wie die vorhandenen Technologien angewendet werden sollen. Dann beginnt die eigentliche Arbeit der Web-Entwickler: die Entwicklungsphase.

Wie können wir uns diese Entwicklungsphase vorstellen? Sitzen Sie wochenlang im stillen Kämmerlein und programmieren die komplette Anwendung?

Nein, wir entwickeln bei R+V agil. Dabei setzen wir die SCRUM-Methode ein. Das heißt, während des gesamten Softwareentwicklungsprozesses arbeiten wir in kurzen iterativen Schritten (sogenannte Sprints) und können dadurch flexibel auf Änderungen reagieren.

Alle zwei Wochen planen wir im Team, welche Aufgaben wir im kommenden „Sprint“ erledigen können. Für diese Aufgaben werden die Entwickler dann eingeplant und können sich ausschließlich auf diese Aufgaben konzentrieren.

Täglich erfolgt ein viertelstündiges „Stand Up“, bei dem alle Entwickler reihum berichten, was sie erledigt haben, wo unter Umständen Unterstützungsbedarf besteht und was noch aussteht.

Nach den zwei Wochen präsentieren wir dann der Fachseite unsere erzielten Ergebnisse. Entweder ist der Fachbereich mit dem Ergebnis zufrieden oder wir müssen nochmal Anpassungen vornehmen.

Es kann immer mal vorkommen, dass etwas nicht passt und anders als in der Konzeption beschrieben umgesetzt werden muss. Aber das ist der große Vorteil der agilen Softwareentwicklung – wir sind flexibel, sehen bereits nach kurzer Zeit, wo es hakt und können relativ einfach Anpassungen vornehmen.

Und wann ist es dann soweit? Wann kann der Kunde das Ergebnis im Internet sehen?

Wenn alle Ergebnisse geprüft, getestet, zusammengebaut und mit allen Beteiligten abgestimmt sind, erfolgt der GIT. Der GIT ist ein Gesamtintegrationstest. Er stellt als letzte Testetappe quasi die „Generalprobe“ dar.

Hier wird auch noch mal geschaut, ob die neue Anwendung mit bestehenden Systemen harmoniert. Wenn alles passt, wird die Anwendung nach der Produktion freigegeben und der Kunde kann über das R+V-Kundenportal seine „Versicherung“ erleben.

Super. Vielen Dank, Herr Peter, für die Einblicke in die Arbeit eines Web-Entwicklers bei R+V. Sagen Sie uns noch zum Schluss, welche Anforderungen an einen Web-Entwickler gestellt werden.

Durch die Schnelllebigkeit von Webanwendungen muss sich ein Web-Entwickler ständig weiterentwickeln. Er sollte sich immer auf dem aktuellen technischen Stand halten und sich mit neuen Werkzeugen und Methoden beschäftigen.

Außerdem sollte er sich mit vielen verschiedenen Systemen wie zum Beispiel verschiedene Smartphone-Plattformen auskennen – ich nenne jetzt nur mal zwei gängige: iOS und Android.

Allein auf einem PC können zig verschiedene Browser oder Browserversionen wie zum Beispiel der Internet Explorer, Firefox, Safari und so weiter laufen, die alle berücksichtigt werden müssen.

Das ist deshalb so wichtig, weil die Anwendungen, die wir entwickeln, ja auf allen Plattformen gleichartig dargestellt werden müssen, also auch unabhängig von Endgeräten wie zum Beispiel PC, Notebook, Tablet, Smartphone und so weiter – ein Mittel, dass uns dabei hilft, ist Responsive Design.

Darüber hinaus sollte sich ein Web-Entwickler mit bestimmten Angriffsszenarien und Datenschutz-Richtlinien auskennen, denn die Sicherheit spielt natürlich bei der Web-Entwicklung eine sehr große Rolle.

Und, was ganz wichtig ist, jeder Web-Entwickler muss ein Bewusstsein dafür haben, welche enorme Bedeutung der Web-Auftritt in Design, Funktionalität und Sicherheit für sein Unternehmen hat.

[Gastbeitrag von Heike König, Mitarbeiterin in der IT bei R+V und Matthias Peter, Web-Entwickler bei der R+V]
Haben auch Sie Interesse an einer Tätigkeit im IT-Bereich der R+V oder wollen Sie sich über die R+V als Arbeitgeber informieren? Dann schauen Sie doch mal auf unsere Karriere-Homepage.

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Spannende IT-Berufe in der R+V Teil 3: Web-Entwickler
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

Alle Artikel des Autors
Kommentare

Spannende IT-Berufe Teil 4: Ein Tag im Anwendungsmanagement - R+V BlogR+V Blog / http://www.ruv-blog.de/spannende-berufe-der-rv-teil-4-ein-tag-im-anwendungsmanagement/

09:51 23.02.2015

[…] unserem Blog haben wir bereits über spannende IT-Berufe in der R+V berichtet. Die Schwerpunkte dieser Beiträge lagen auf der Konzeption und Entwicklung der […]