Kann man sich gegen Motorschaden versichern?

Kann man sich gegen Motorschaden versichern?
8. Nov 2017

von Monika Hochscheid

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Trotz regelmäßiger Inspektionen kommt es beim Auto immer mal wieder unerwartet zu Schäden an Motor oder Getriebe. Die Reparaturkosten können dann je nach Schaden und Fahrzeugtyp zwischen 4.000 EUR und 15.000 EUR betragen. In den ersten Lebensjahren eines Autos deckt die Herstellergarantie diese Schäden. Die Garantie der Hersteller läuft ab einem bestimmten Fahrzeugalter aber aus und man muss dann für diese Schäden selbst aufkommen.

Ist die Herstellergarantie abgelaufen, gibt es unterschiedliche Modelle, sich vor den evtl. anfallenden Kosten zu schützen. Die Hersteller bieten oftmals eine Verlängerung der Herstellergarantie. Auf den Seiten der Hersteller kann man sich über solche Angebote erkundigen. Auch können im Internet Garantieversicherungen unabhängig vom Hersteller abgeschlossen werden. In Verbindung mit einer Autoversicherung gibt es derzeit nur ein Produkt, die MotorComfort-Versicherung.

Diagnose: Motorschaden

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, was so alles auf einen zukommen kann.

Der Kunde Müller fuhr auf der Autobahn, als das Fahrzeug plötzlich unheimlich laut wurde. Der Kunde brachte deshalb sein Fahrzeug sofort in seine Vertragswerkstatt, die einen Motorschaden diagnostizierte. Im Beisein eines Sachverständigen wurde der Motor zerlegt und es wurde ein Defekt am 5. Zylinder festgestellt.  Der Schaden wurde vom Sachverständigen auf rund 13.000 EUR geschätzt. Ein anfänglicher Verdacht wurde durch eine Analyse nicht bestätigt. Die Werkstatt hatte bei der Inspektion das richtige Motoröl verwendet.  Warum es letztendlich zum Defekt kam, konnte nicht nachvollzogen werden.

Bei der Prüfung der voraussichtlichen Reparaturkosten wurde zusätzlich festgestellt, dass die Werkstatt relativ hohe Stundensätze verlangte und auf die Ersatzteile Aufschläge gemacht wurden. Beides hätte zu Abzügen bei der Entschädigungsleistung geführt. Der Kunde wurde darauf aufmerksam gemacht und er konnte entsprechende Stundensätze und Ersatzteilpreise vereinbaren. Der Gesamtschaden belief sich auf insgesamt 13.292,44 EUR.

Je nach Vertragsmodell werden für Laufleistung, Fahrzeugalter etc. vom Schaden Abzüge gemacht. Es gibt aber auch Modelle, wo der Gesamtschaden komplett übernommen wird und nur eine fest vereinbarte Selbstbeteiligung in Abzug gebracht wird. So bei der MotorComfort-Versicherung der R+V. Unser Kunde war über die Entschädigung ganz glücklich. Er gründete zum Zeitpunkt des Defektes gerade ein Unternehmen, da konnte er den Ersatz seines Schadens gut gebrauchen.

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Monika Hochscheid

Abteilung Kraftfahrt-Betrieb, Gruppe Qualitäts-, Prozess-, Projektmanagement; bloggt über spezifische Fragestellungen zur Kfz-Versicherung

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