IT-Experte Andreas setzt sich für FSJ’ler ein

IT-Experte Andreas setzt sich für FSJ’ler ein
23. Mrz 2020

von Denise Eberhardt

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R+V’ler Andreas arbeitet als IT-Experte in Human Resource. In seiner Freizeit begleitet er jedes Jahr eine Woche lang Jugendliche, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, auf einer Bildungswoche. Was gibt er ihnen mit auf den Weg?

 Als wir neulich zusammengearbeitet haben, durfte ich Andreas Hundler als fröhlichen und herzlichen Kollegen kennenlernen. Was man aber erst erfährt, wenn man etwas tiefer mit ihm ins Gespräch kommt: Neben Job und Familie begleitet der studierte Wirtschaftspädagoge jedes Jahr eine Bildungswoche für Jugendliche, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundes-Freiwilligendienst absolvieren. Zu Beginn oder begleitend zu ihrer Tätigkeit besuchen sie Seminare, die von Andreas zusammen mit einer Kollegin geplant und betreut werden.

„Ganz wichtig bei dieser Bildungsarbeit ist, dass das Lernen praktisch und erlebnisorientiert ist“, betont Andreas. „Das ist einfach notwendig“, erklärt er. Denn seine Schützlinge könnten unterschiedlicher kaum sein: Sie sind zwischen 16 und 22 Jahre alt und bringen verschiedenste Erfahrungswerte, Bildungsstände oder auch Deutschkenntnisse mit.

Mehr als Frontbeschallung

So gilt es für Andreas, die täglichen sechs Stunden Seminarzeit anschaulich und für jeden interessant zu gestalten. Die behandelten Fragestellungen sind dabei vielfältig und werden von den Jugendlichen frei gewählt. Oft geht es um Themen der Persönlichkeitsbildung, die in der Schule manchmal zu kurz kommen. So hat Andreas beispielsweise schon Seminare zum Thema „Leben und Sterben“ oder zum richtigen Umgang mit digitalen Medien begleitet. Wenn es zum Seminarinhalt passt, macht er mit den Gruppen auch Exkursionen zu Orten, die man sonst nicht zu sehen bekommt. So war er mit einer Gruppe von Jugendlichen schon in einem Geburtshaus, um die Arbeit von Hebammen näher kennen zu lernen. Oder er lädt Fachexperten ein, die aus ihrem Arbeitsalltag oder zu einem bestimmten Thema berichten.

Engagement mit Herzblut

Wie sehr ihm seine Schützlinge am Herzen liegen, sieht man Andreas direkt an, wenn er von ihnen erzählt. Er strahlt vor Begeisterung und sagt selbst, dass er sich eine Woche für diese ganz andere Tätigkeit „gönnt“. Auch er hat vor dem Studium ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Behinderteneinrichtung in Limburg gemacht – und wurde dort sozusagen direkt für die Betreuung künftiger FSJ’ler rekrutiert.

Motivation

„Der Austausch zum einen mit den KollegInnen, die meist einen sozialpädagogischen Hintergrund haben, und zum anderen mit den Jugendlichen, die kaum vielfältiger sein könnten. So erweitert man immer wieder seinen Horizont und merkt jedes Mal aufs Neue, wie bunt die Welt doch ist. Das weiß ich unglaublich zu schätzen.“

Ein Mehrwert für die Gesellschaft

Am Ende der Woche hört Andreas mit den Jugendlichen manchmal „Heroes“ von David Bowie: „Mir ist es wichtig, ihnen zu verdeutlichen, dass sie eine wichtige, verantwortungsvolle Aufgabe für die Gesellschaft übernehmen. Menschen, die sich auf eine solche Weise engagieren, sind für mich wahre Helden des Alltags“.

 

Ein Gastbeitrag von Dr. Christina Martens

 

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Denise Eberhardt

Werkstudentin im Personalmarketing, bloggt über das Leben bei der R+V, Karrierethemen und Arbeitgeber-News.

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