Keiner pflügt besser in Deutschland

26. Feb 2014

von Anja Schmidt-von Rhein

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Er ist Landesmeister, vielfacher Deutscher Meister und 13. der Weltmeisterschaft – im Wettpflügen. Landwirt Körkel aus Baden Württemberg nutzt seinen Pflug erfolgreich als Sportgerät.

Die perfekte Einstellung des Pfluges – das ist der Reiz des Wettpflügens. „Der Pflüger muss wissen, was sich am Pflug verändert, wenn man an einer der 1.000 Stellschrauben dreht. Hierbei geht es oft um Millimeter“, so erklärt Sebastian Körkel das Besondere an seinem ungewöhnlichen Hobby.

„International erfolgreich sein kann man nur mit seinem eigenem Trecker und Pflug, weil beide perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen.“ Der 25-jährige Landwirt aus dem baden-württembergischen Kehl hat viele Stunden in Pflug und Trecker investiert. Erst die vielen Sponsoren, unter anderem auch R+V, machen es möglich, dass er sein Hobby auch auf Weltebene betreiben kann.

Pflug ist Hightech-Sportgerät

traktor_230Körkel pflügt bereits seit seinem 14. Lebensjahr um die Wette. Er kam zu diesem Sport, als ein regionaler Wettbewerb auf dem elterlichen Hof stattfand. „Mein Zwei-Schar-Beetpflug ist seither unverändert der gleiche, aber ich habe ihn um 100 Kleinigkeiten erweitert, umgebaut und verbessert, sodass er zum Hightech-Sportgerät geworden ist“, berichtet er.

Zeit und Qualität entscheiden

Beim Wettpflügen kommt es auf die Zeit und auf die Qualität des gepflügten Ackers an. Eine Fläche von 100 mal 20 Metern muss in drei Stunden umgegraben werden. Dabei ist nicht nur das Einhalten der Zeitvorgabe wichtig, auch die Gleichmäßigkeit, Geradheit und Ebenmäßigkeit des gepflügten Beetes werden beurteilt.

traktor2_230„Jeder Damm, der gepflügt wird, soll zum Nachbardamm passen. Es sollte keiner höher liegen oder tiefer als der Andere. Dazu braucht man Fingerspitzengefühl und die totale Kenntnis vom Pflug“, darauf kommt es laut Körkel in den Wettbewerben an.

Er trainiert regelmäßig mit einem Trainer, um sich ständig zu verbessern und den Anforderungen gewachsen zu sein.

Zahlreiche nationale Titel

Auch wenn das Wettpflügen für den Außenstehenden ein eher ungewohntes Hobby ist, wird der Sport unter Landwirten durchaus häufiger betrieben. In Baden-Württemberg gibt es Pflügervereine, die das Leistungspflügen fördern und Wettkämpfe durchführen. In regionalen, landesweiten, bundesweiten und internationalen Entscheiden werden die Besten in den Kategorien Beet- und Drehpflügen ermittelt.

Körkel blickt auf zahlreiche regionale Erfolge zurück, auf den Landesmeister-Titel für Baden-Württemberg in den Jahren 2008, 2010 und 2013 und den Deutschen Meister-Titel 2002 und 2012. Sein bisher größter Erfolg war der 13. Platz bei den Weltmeisterschaften 2011 in Schweden. An internationalen Wettkämpfen nehmen zwischen 35 und 40 Pflügernationen teil.

Dies ist ein Gastbeitrag von Inge Neudahm, Konzern-Kommunikation.

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Autor
Anja Schmidt-von Rhein

Zuständig für Social Media in der Pressestelle; Bloggt über Unternehmensthemen und das soziale Engagement der R+V

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