Kindererziehung und Rente – was ist zu beachten?

Kindererziehung und Rente – was ist zu beachten?
28. Okt 2014

von Erik Rauschkolb

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Heutzutage teilen viele Familien die Erziehungszeit für ihre Kinder auf: Häufig nehmen sowohl Mütter als auch Väter Elternzeit. Doch was genau ist eigentlich die Mütterrente? Und wie wird Eltern die Kindererziehungszeit für die spätere Rente angerechnet?

Im Artikel beantworten wir diese Fragen und zeigen, was für Eltern wichtig ist.

Was ist die Kindererziehungszeit?

Die Deutsche Rentenversicherung erkennt die Zeiten, die Eltern zur Kindererziehung nutzen, in gewissem Umfang als „Beitrags- und Wartezeiten“ für die spätere gesetzliche Rente an.

Die Erziehungszeit von drei Jahren für nach 1991 geborene Kinder beginnt mit dem Monat nach der Geburt des Kindes. Wenn Eltern mehrere Kinder haben, verlängert sie sich genau um den Zeitraum, in dem sie die Kinder gleichzeitig erziehen. Während der Erziehungszeit zahlt der Bund die Rentenbeiträge an die Deutsche Rentenversicherung.

Kindererziehungszeit erhöht die Rente

Die Kindererziehungszeit bringt für jedes Kind „Entgeltpunkte“ auf das Rentenkonto. Wer sich um den Nachwuchs kümmert, soll damit so gestellt werden, als hätte er in dieser Zeit weiter gearbeitet. Bewertet wird für alle Eltern die Erziehungszeit anhand des Durchschnittsverdienstes aller gesetzlich Versicherten in Deutschland in dem jeweiligen Jahr. Hiervon abgeleitet wird für jedes anrechenbare Jahr der Erziehung dem Rentenkonto ein Entgeltpunkt gutgeschrieben – und das steigert die spätere Rente.

Was versteht man unter der „Mütterrente“?

Die neue Mütterrente soll die Anerkennung von Erziehungszeiten für die Kinder verbessern, die vor 1992 geboren wurden. Das bedeutet: Bei der Mütterrente kommt es auf das Geburtsjahr des Kindes an.

Für jedes seit 1992 geborene Kind bekommt der erziehende Elternteil jeweils drei Jahre Erziehungszeit bei der Rente anerkannt. Kam der Nachwuchs vor 1992 auf die Welt, stand den Eltern nur ein Jahr zu. Das hat sich mit dem neuen Rentenpaket der Bundesregierung geändert. Es wertet die Erziehungszeiten für Frauen und Männer auf, die ihren Nachwuchs vor 1992 bekommen haben.

Diese Neuregelung ist zum 1. Juli 2014 in Kraft getreten:

  • Wer bereits Rente bezieht, erhält pauschal einen weiteren Entgeltpunkt für jedes Kind. Das heißt, die Rente erhöht sich um den Gegenwert eines Rentenpunktes. Die Rentner brauchen das nicht gesondert beantragen: Die Kindererziehungszeiten sind bereits angerechnet.
  • Wer noch nicht in Rente gegangen ist, muss den Anspruch auf Mütterrente erst von der Rentenversicherung prüfen lassen.

Diese Neuregelung wird landläufig „Mütterrente“ genannt. Sie kann jedoch genauso eine „Väterrente“ oder „Großmutterrente“ sein: Sie bezieht sich auf die Person, die sich die Kindererziehungszeit anrechnen lässt.

Interessieren Sie sich für eine Altersvorsorge? Die Beiträge zu einer Rentenversicherung können Sie auf unsere Webseite berechnen.

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Erik Rauschkolb

Social Media Community Manager; bloggt über Themen rund um Finanzen und Versicherungen sowie über Neuigkeiten und Aktionen der R+V im Social Media Bereich.

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