Kleine Pausen im Alltag einplanen

Kleine Pausen im Alltag einplanen
5. Apr 2017

von Suitbert Monz

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To-Do-Liste, Termindruck und der Hang zur Perfektion lassen vielen Menschen kaum noch Luft zum Durchatmen. Jeder fünfte Deutsche leidet unter Dauerstress. Die Folge sind physische und emotionale Krankheitszustände.

Kurze, kleine Unterbrechungen können im Alltag große Wirkung zeigen. Einige Tipps und passende Apps zeigen, wie kleine eingebaute Pausen das allgemeine Wohlbefinden steigern können.

Ich staune nicht schlecht als mir mein alter Schulfreund von seinem neuen Hobby berichtet. Ein Mann, groß und stark wie ein Bär und Anfang fünfzig, erzählt mir, dass er seit geraumer Zeit einen Pilates-Kurs besucht. „Es tut mir unfassbar gut“, sagt der Bauingenieur und betont, er wolle in jedem Fall auch noch den Anschluss-Kurs belegen.

Seit einem guten halben Jahr leidet der zweifache Vater immer wieder an starken Rückenschmerzen. Orthopädisch jedoch ließ sich nichts feststellen. „Mir wurde dann die Frage gestellt, ob ich viel Stress habe beruflich und privat und das musste ich bejahen“, sagt er. Daraufhin habe ihm sein Arzt einen Pilates-Kurs empfohlen. Das Ganzkörpertraining dient der Kräftigung der Bauch- und Rückenmuskulatur und bezieht die richtige Atmung als wichtiges Element mit ein. „Es ist schon anstrengend, aber ich komme dort mal so richtig zur Ruhe“, erklärt mir mein Freund.

Auch im Alltag bediene er sich mittlerweile einiger Techniken, die er beim Pilates gelernt hat. „Meine Mittagspause im Büro beginne ich mit ein paar Minuten der bewussten Atmung. Ich hätte auch nie gedacht, dass das was bringen kann, aber ich profitiere enorm davon“, berichtet er weiter.

Großer Erholungseffekt in den ersten paar Minuten

Gesundheitspsychologen haben herausgefunden, dass eine kurze Unterbrechung des Arbeitsalltags durch kleine Pausen eine positive Auswirkung auf die anschließende Konzentrationsleistung und das Allgemeinbefinden haben. Laut Experten reichen zwei bis fünf Minuten, um einen Erholungseffekt auszulösen. Dabei kann die Art und Weise der Pause völlig unterschiedlich ausfallen.

Während einige Menschen einen kurzen Spaziergang bevorzugen, chillen andere für ein paar Minuten mit Kopfhörern und Musik auf dem Sessel. Wichtig, so betonen ebenfalls die Wissenschaftler, sei ein Kontrast zu dem, was die Person im beruflichen Kontext macht, denn auf diese Weise rücke das eigene Bedürfnis für ein paar Minuten in den Fokus und die Arbeit in den Hintergrund.

Stressabbau durch Achtsamkeit

Unter dem Stichwort Achtsamkeit sind in den vergangenen Jahren viele Bücher und Ratgeber erschienen. Vor allem auch deshalb, weil herausgefunden wurde, dass Achtsamkeitstraining zum Stressabbau beiträgt und somit als Burn-Out-Prophylaxe anzusehen ist. Viele physiotherapeutische Praxen und Zentren bieten von den Krankenkassen bezuschusste Präventionskurse in diesem Bereich an.

Apps als Einstieg

Für Neugierige, die sich noch scheuen, einen Kurs zu belegen oder erst noch herausfinden wollen, was für sie das Passende ist, empfehlen sich auch Apps zur Entspannung. Praktisch ist, dass sich die angeleiteten Übungen überall mit hinnehmen lassen und die bewusste Pause spontan beginnen kann.

Für meinen alten Schulfreund freue ich mich sehr, dass es ihm durch seinen Gesundheitskurs nun deutlich bessergeht. Ich werde vielleicht auch mal dort vorbeischauen. Für den Anfang teste ich zunächst die Apps. Schon der Vorsatz gibt mir ein gutes Gefühl!

Möchten Sie mehr zum Thema Achtsamkeit erfahren? Dann besuchen Sie unseren Ratgeber-Bereich.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, Bereich Vertrieb Onlinemarketing; bloggt über Online-Marketingmaßnahmen und soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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