Kreditkartenbetrug – was ist zu tun?

Kreditkartenbetrug – was ist zu tun?
13. Jul 2017

von Suitbert Monz

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Es lohnt sich, seine Kreditkartenabrechnung genauer durchzusehen, denn es müssen nicht immer große Summen sein, die unbefugt abgebucht werden. Das ist mir nämlich neulich passiert: Ich habe meine Abrechnung geprüft und festgestellt, dass ein- und zweistellige Beträge abgebucht wurden – und zwar nicht von mir.

Um auf Kosten anderer Zahlungen tätigen zu können, reichen den Betrügern die Daten der Kreditkarte. Sie müssen die Karte nicht physisch bei sich haben.

Regelmäßig die Abrechnung prüfen

Betrüger kommen an die Kreditkartendaten, indem sie entweder die Karte selbst stehlen oder sie nur kurzzeitig entwenden und die Daten kopieren, was unter anderem in einigen Ländern bei Zahlungen in Restaurants vorkommen kann. Vorsicht ist auch bei Interneteinkäufen geboten, denn bei Online-Zahlungen können Betrüger die eingegebenen Daten abgreifen.

Die Beträge sind nicht immer hoch und auffällig – bei mir waren es beispielsweise nur 5 Euro, daher sollte man seine Abrechnung regelmäßig genau prüfen. Einige Kreditkartenanbieter stellen ihren Kunden zum Beispiel Smartphone-Apps zur Verfügung, in denen der Kontoverlauf zeitnah dargestellt wird. Ein Blick auf die vorgenommenen Abbuchungen wird so für den Nutzer zum Kinderspiel.

Das ist auch deswegen wichtig, weil Banken Reklamationsfristen von vier bis acht Wochen haben. Wer zu spät einen Kartenmissbrauch meldet riskiert, dass er sein Geld nicht zurückerhält.

Drei Schritte bei Kreditkartenmissbrauch

Stellt man fest, dass Beträge abgebucht wurden, die nicht auf eigenen Zahlungen beruhen, sollte man umgehend handeln. Zunächst sollte man entweder das Karteninstitut selbst oder die anbieterübergreifende Sperrnummer 116 116 anrufen und die Karte sperren lassen. Anschließend kann man sich eine Ersatzkarte ausstellen lassen. Darüber hinaus gilt es, schriftlich Widerspruch einzulegen, hierfür stellt die Bank entsprechende Formulare bereit. Allerdings haftet man unter Umständen bis zu einem Betrag von 150 Euro selbst.

Hat man diese Schritte befolgt, erstattet einem die Bank in der Regel den Betrag. Ausgenommen ist grobe Fahrlässigkeit. Dazu zählt beispielsweise, die Kreditkarte zusammen mit der PIN aufzubewahren oder den Verlust der Karte zu spät zu melden.

Vorbeugung gegen Kreditkartenbetrug

Sobald man eine Kreditkarte besitzt ist man vor Missbrauch zwar nicht vollständig geschützt, man kann aber Maßnahmen ergreifen, um dem Datenverlust vorzubeugen. Das betrifft insbesondere Zahlungen im Internet: Man sollte nur bei vertrauenswürdigen, zertifizierten Händlern einkaufen und seine Daten so selten wie möglich einsetzen. Auch eine entsprechende Sicherheitssoftware auf dem PC kann das Risiko reduzieren.

Eine Kreditkarte sollte man eher zögerlich aus der Hand geben. Wenn der Kellner im Hinterzimmer verschwindet, um die Abrechnung im Restaurant vorzunehmen, ist Achtsamkeit angeraten. Viele Geschäfte und Restaurants bieten ihren Kunden die Abrechnung mit mobilen Kreditkartenterminals vor den Augen des Kunden an.

Wenn Sie sich umfassender über unsere Internetschutzpolice informieren möchten, dann besuchen Sie unsere Website.

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Kreditkartenbetrug – was ist zu tun?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, Bereich Vertrieb Onlinemarketing; bloggt über Online-Marketingmaßnahmen und soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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