Küstenluft: Tief einatmen, bitte!

Küstenluft: Tief einatmen, bitte!
5. Jun 2018

von Suitbert Monz

0

Deutschland verfügt über rund 2300 Küstenkilometer. Das Besondere ist, dass die meisten Orte dieser norddeutschen Regionen für viele Menschen von großer Bedeutung für ihre Gesundheit sind.

Intensiver geht es kaum. Alle meine Sinne sind zeitgleich aktiviert: Ich höre das Rauschen des Meeres und Kreischen der Möwen. Auf meiner Zunge schmecke ich deutlich das Salz und gleichzeitig strömt frische und feuchte Meeresluft in meine Nase. Fortwährend prasseln feinste Sandkörner auf Stirn und Wangen und unter meinen Füßen spüre ich den kühlen Sand, der sich geschmeidig zwischen meine Zehen schiebt. Mir geht es gut!

Positive Einflüsse auf den Körper

Meiner Cousine Julia ging es vor 15 Jahren ungefähr genau so. Zufällig war sie zu einer Hochzeit auf der Nordseeinsel Amrum eingeladen und lernte nach zahlreichen Urlauben am Mittelmeer erstmals das Seeklima an der deutschen Küste kennen. Fortan verbrachte sie regelmäßig Zeit an der Nordsee und spürte die positiven Einflüsse auf ihren Körper, denn Julia litt lange Zeit unter chronischer Bronchitis. Mittlerweile lebt sie auf Langeoog und arbeitet dort als Therapeutin in einer Kurklinik.

Reizklima gut für Haut und Atemwege

„Das vorherrschende Küstenklima wird als Reizklima bezeichnet, da der Mensch in dieser Region durch Wind, Sonne, Salzwasser und starken Temperaturschwankungen in vielfacher Hinsicht Reizen ausgesetzt ist“, erklärt sie mir, als ich sie auf meiner Durchreise treffe. Durch die nachgewiesene Erkenntnis, dass dieses Klima eine förderliche Wirkung auf den menschlichen Körper hat, haben sich unzählige Kliniken und Kurhäuser an Nord- und Ostseeküste angesiedelt. Insbesondere Patienten mit Haut- und Atemwegserkrankungen sind hier richtig und haben bei gutem privatem Krankenversicherungsschutz alle drei Jahre Anspruch auf einen Kuraufenthalt.

Besondere Eigenschaften der Küstenluft

„Das Besondere der Nordseeluft ist der hohe Salzgehalt“, erläutert Julia weiter. „Die im Wind enthaltenen Meerwassertröpfchen wirken positiv auf Schleimhäute, Atemwege und Haut. Du machst einen Spaziergang an der Brandung und hast quasi gleichzeitig inhaliert und Deine Haut beruhigt.“  Hinzu kommt, so erfahre ich weiter, dass die Luft generell sehr schadstoff- und pollenarm und somit weitgehend allergenfrei ist. All jene Gründe führten dazu, dass Julias chronische Bronchitis mittlerweile vollständig verschwunden ist.

Klima und Umfeld gut für die Seele

Ganz nebenbei und automatisch gesellt sich an der Küste zu den physiologischen Auswirkungen noch etwas ganz Besonderes hinzu, das weiß ich mittlerweile schon aus eigener Erfahrung: Die Entspannung. Durch die relativ bevölkerungsarme Region ist der Mensch nicht so vielen künstlichen Reizen sondern eben vermehrt den Reizen der Natur ausgesetzt und kommt auf diese Weise besser zur Ruhe. Viele stressbelastete oder depressive Menschen nutzen deshalb ebenfalls einen Aufenthalt an Nord- oder Ostsee.

„Ich werde auf jeden Fall bald wiederkommen“, sage ich zu Julia beim Abschied und streiche den Sand von Beinen und Füßen. Es sind so viele Vorteile, die das Küstenklima in Deutschland bietet. Aber das Wichtigste: Ich fühle mich hier einfach wohl.

empfehlen
empfehlen
Autor
Küstenluft: Tief einatmen, bitte!
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

Alle Artikel des Autors
Kommentare