Masterabschluss – empfehlenswert, notwendig, lohnend

Masterabschluss – empfehlenswert, notwendig, lohnend
7. Aug 2017

von Katharina Zehner

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Vor 15 Jahren wurde an den deutschen Hochschulen damit begonnen, die Bologna-Reform umzusetzen. Seitdem gibt es Bachelor- und Masterstudiengänge. Für langfristige Schlussfolgerungen über den Werdegang der Absolventen ist es noch zu früh – es gibt aber Tendenzen. Daraus lässt sich ableiten, wer einen Master braucht und für wen er sich lohnt.

Wer studieren will hat die Qual der Wahl. Dual oder berufsbegleitend, an einer Fachhochschule oder Universität, nur ein Bachelor- oder auch ein Masterstudiengang? Rund 18.500 Studiengänge wurden zum Wintersemester 2016/2017 an deutschen Hochschulen angeboten. Die allermeisten davon – und das je zur Hälfte – sind Bachelor- und Masterstudiengänge, teilt die Hochschulrektorenkonferenz in ‚Statistische Daten zu Studienangeboten an Hochschulen in Deutschland‘ mit.

Bachelor- und Masterstudiengänge gibt es in Deutschland seit 2002, damals wurde die Bologna-Reform umgesetzt und beispielsweise Diplomabschlüsse ersetzt. Mit der Reform ist die Zahl der Studiengänge explodiert: Allein zwischen dem Wintersemester 2007/2008 und dem Wintersemester 2016/2017 sind 7.000 neue Studiengänge hinzugekommen. Auch das steht in der Statistik der Hochschulrektorenkonferenz.

Akademische Bildung in zwei Stufen

Ein Ziel der Reform ist die Zweistufigkeit des Studiums. Wer will, kann nach dem Bachelor anfangen zu arbeiten und auf den Master verzichten oder diesen verschieben. Viele studieren nach ihrem Bachelor direkt im Master weiter. Acht von zehn Studenten machen das. Einen zwingenden Grund dafür gibt es nicht.

Aus fachlicher Sicht

Fakt ist: Ein Masterabsolvent hat mehr gelernt als ein Bachelorabsolvent. Schließlich war der Masterstudent zwei Jahre länger an der Hochschule. Im Bachelor werden die Grundlagen für eine Disziplin gelegt, im Master wird das Wissen vertieft oder spezialisiert. Masterabsolventen sind daher eher Spezialisten.

Weil es ein Muss ist

In den Naturwissenschaften ist ein Master unabdingbar. Auch wenn man wissenschaftlich in Forschung und Entwicklung arbeiten will. Wer beispielsweise Wirtschafts- oder Verwaltungswissenschaften studiert hat und danach im öffentlichen Dienst arbeiten will, sollte unbedingt einen Master anschließen, weil nur dieser Abschluss einen Aufstieg in den höheren Dienst erlaubt. Dasselbe gilt für Lehramtsstudenten.

Wegen des Geldes

Das Gehalt von Bachelorabsolventen ist im Alter von 25 Jahren noch mit dem von Meistern oder Technikern vergleichbar. Masterabsolventen haben zu diesem Zeitpunkt schon ein etwas höheres Einkommen. Mit steigendem Alter und längerer Berufserfahrung werden die Einkommensunterschiede zwischen den Qualifikationsgruppen dann größer. Bachelorabsolventen setzen sich von Meistern und Technikern ab, müssen ihrerseits aber Einkommensnachteile gegenüber Masterabsolventen in Kauf nehmen.

Zu dieser Erkenntnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg in einer aktuellen Studie. Das Institut ist die Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit. In anderen Studien steht, dass Masterabsolventen nach zehn Jahren Berufserfahrung etwa ein Drittel mehr verdienen als ihre Bachelorkollegen.

Für die Karriere

Ob sich der höhere Abschluss für die Karriere lohnt, zeigt erst das berufliche Leben. Für Master und Bachelor gibt es hierzu noch keine verlässlichen Daten, weil die Abschlüsse zu jung sind. Allerdings: Während die späteren Masterabsolventen noch studieren, können Bachelorabsolventen bereits aufsteigen. Wer vorhat zu promovieren, für den ist ein Master obligatorisch.

Egal ob Sie einen Bachelor-, einen Master- oder einen anderen Abschluss haben, bei der R+V erwarten Sie vielfältige Einstiegs-, Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Schauen Sie auf unserer Karrierewebsite vorbei und informieren Sie sich über die R+V als Arbeitgeber.

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Masterabschluss – empfehlenswert, notwendig, lohnend
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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