Masterthesis sicherte Flugticket nach Schweden

Masterthesis sicherte Flugticket nach Schweden
9. Aug 2018

von Rebecca Klein

0

Ende März öffnete Alexander Herborn (25 Jahre) eine E-Mail seiner Professorin und traute seinen Augen nicht. Das Paper seiner Master-Thesis schaffte es in den Kreis der ausgewählten Themen für die 26. International Conference for Case Based Reasoning (ICCBR).

Alex hatte Monate zuvor ein Programm zur Unterstützung der Testdatenanonymisierung entwickelt. Dieses durchsucht Datenbanken nach personenbezogenen Daten und schlägt dazu passende Anonymisierungsregeln vor. Am 10. Juli 2018 war es dann schließlich so weit. Alexander und seine Professorin, Miriam Minor, flogen von Frankfurt auf die Konferenz nach Stockholm.

Auf der Konferenz ICCBR trafen sich Wissenschaftler und Vertreter von Unternehmen, um sich über das IT-gestützte, fallbasiertes Entscheiden auszutauschen.

Alexander kam als Werkstudent im zweiten Semester zur R+V. Nach seinem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften schloss er den Master in Wirtschaftsinformatik ab. Sein damaliger Betreuer und heutiger Chef, Dierk Jordan, schlug dem Studenten das Thema für seine Masterthesis vor: Er betreute Alexander fortan und stand ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Im Fokus der Konferenz: Künstliche Intelligenz zum fallbasierten Entscheiden

Unter „fallbasiertem Entscheiden“ versteht man das Modellieren von Erfahrungswissen, auf dessen Grundlage der Mensch Entscheidungen in der Zukunft trifft. Dieses Modell wird für die IT genutzt, sodass intelligente Systeme gebaut werden können, die das Können des Menschen übertreffen. Der Einsatz der Programme reicht bis hin zur Tumorforschung, wo versucht wird, das Wachstum anhand der Daten vorherzusagen.

Paper Session: Ein Spaziergang entlang der Abstracts gibt den Konferenz-Teilnehmern einen Einblick in aktuelle Forschungen.

Die ICCBR ist eine kleine Konferenz mit rund 100 Teilnehmern. Sie richtet sich hauptsächlich an Wissenschaftler und Professoren, sowie an Doktoranden und Studenten. Auch Vertreter von Unternehmen waren vor Ort, motiviert von der Suche nach Kooperationspartnern. Das Publikum versteht sich als Teil einer internationalen Community. Viele kennen sich von vorherigen Konferenzen und sind eng vernetzt. Über drei Tage stellten 37 Referenten ihre Paper auf der Bühne oder in Poster-Sessions vor. Alexander konnte rege über seine Thesis diskutieren und zog nach dem Kongress ein positives Resümee: „Das Thema kam nach meinem Empfinden gut an und mir wurden viele Fragen zum Engagement der R+V in diesem Bereich gestellt. Es war ein wirklich interessanter Einblick in die wissenschaftliche Welt. Noch spannender, als ich es erwartet habe.“

Über Alexander Herborn

Alexander Herborn ist heute Mitarbeiter im Test-Management. Seine Master-Thesis durfte er vor breitem Publikum vorstellen.

Sein Masterstudium der Wirtschaftsinformatik schloss Alexander an der Uni Frankfurt mit seiner Thesis zum Thema „Case-based Data Masking for Software Test Management“ ab. Bei R+V in Wiesbaden kümmert sich Alex heute im Team „Testenvironment“ um das Testdatenmanagement. Hier unterstützt er beim Neuaufbau der Testumgebung und stellt mit der Anonymisierung die Einhaltung der neuen EU-DSGVO sicher. Seine Erkenntnisse aus der Masterarbeit dienen künftig dazu, neue Daten einfacher und schneller zu anonymisieren und dabei auch keine Daten zu übersehen.

Werde Teil des Teams

Die Abteilung von Alexander kümmert sich um das Test- und Release-Management. Lust, dabei zu sein? Dann schau in folgende Stellen, denn es gibt Platz in unserem Tester-Team: Release-Manager, Designer für Testumgebungen/Web-Applikationen oder IT-Projektmanager für Softwaretests.

Dein Ansprechpartner ist Dierk Jordan, Tel. 0611/5333569 oder per E-Mail Dierk.Jordan@ruv.de

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Masterthesis sicherte Flugticket nach Schweden
Rebecca Klein

Beraterin Kommunikation im IT-Ressort; bloggt über aktuelle IT-Projekte, neue Ansätze und über die Aufgabenfelder unserer IT-Mitarbeiter.

Alle Artikel des Autors
Kommentare