Medienkompetenz für Kinder – die Vorbereitung

Medienkompetenz für Kinder – die Vorbereitung
11. Feb 2016

von Suitbert Monz

0

Der Umgang mit Laptop und Smartphone ist auch für Schulkinder kein Ausnahmefall mehr. Doch es bedarf einiger gezielter Vorbereitung, um Kinder mit den neuen Medien vertraut zu machen und sie zu sensibilisieren.

Wegzudenken sind internetfähige Geräte auch schon für Achtjährige nicht mehr. In der Schule bestimmen Smartphones, wer dazugehört und wer nicht. Erziehungsberater sind sich einig, dass Eltern dies akzeptieren müssen und Verbote wenig bringen. Allerdings sollten den Kindern auch hier Grenzen gesetzt werden.

Der richtige Zeitpunkt

Bei der Medienerziehung sollte zunächst im Vordergrund stehen, wie weit das Kind generell in der Entwicklung ist und ob man ihm den Umgang mit dem Internet zutrauen kann. Martin Müsgens, Referent der medienpädagogischen Initiative Klicksafe, rät jedoch davon ab, bereits Kindergartenkinder mit dem Internet vertraut zu machen.

Als Zeitpunkt der gemeinsamen Internetnutzung von Eltern mit ihren Kindern legt Müsgens nahe, erst dann damit zu beginnen, wenn das Kind sich auch mit anderen Medien beschäftigt. Die Betonung liegt hier auf gemeinsam: Keinesfalls sollten Kinder zu früh allein ins Netz gehen.

Viele Schulen bereiten Kinder inzwischen auch schon im Unterricht auf die Nutzung der neuen Medien vor, dazu können sich Eltern beim Klassenlehrer informieren.

Den Umgang gemeinsam erarbeiten

Am besten ist, das Internet so spielerisch zu erkunden wie die tatsächliche Welt auch. Hierfür gibt es bereits entsprechende Seiten, die kindgerecht das Internet erklären. Dabei sollten Eltern auch auf Gefahren aufmerksam machen, aber keine übertriebenen Ängste beim Kind schüren, die den Umgang mit dem Internet erschweren. Das Elternmagazin scoyo rät, verbindliche Nutzungsregeln und die -dauer zusammen mit dem Kind zu erarbeiten und festzuhalten. Insbesondere der Sinn dieser Regeln sollte klar sein.

Dabei sind es nicht nur die Inhalte des Internets selbst, deren Funktion das Kind verstehen sollte. Auch das Bedienen des Geräts gehört dazu bzw. die wesentlichen Funktionen der jeweiligen Endgeräte.

Zusätzlich ist es wichtig, gemeinsam zu besprechen, welche Daten im Internet öffentlich gemacht werden dürfen und welche privat bleiben sollten.

Fragen der Kinder zum Internet und den Geräten sollten Eltern ohne den erhobenen Zeigefinger beantworten. Es ist darüber hinaus auch nach einer bestimmten Zeit nicht mehr nötig, die Onlinegänge des Nachwuchses auf jeden Klick zu „überwachen“. Eine gute Mischung aus lockerem Umgang und verantwortungsbewusster Begleitung sollte das Ziel sein.

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Medienkompetenz für Kinder – die Vorbereitung
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

Alle Artikel des Autors
Kommentare