Mentoring bei Joblinge – ein Erfahrungsbericht

Mentoring bei Joblinge – ein Erfahrungsbericht
27. Sep 2017

von Lena Neumann

1

Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr. Ich mache mich im Büro zügig auf den Weg zur Haltestelle. Heute habe ich mal wieder eine Verabredung mit meinem Mentee und möchte nicht zu spät kommen. Es gibt interessante Neuigkeiten, ein Vorstellungsgespräch samt Einstellungstest stand vor kurzem an. Aber dazu später mehr. Wie das Mentoring funktioniert und was Aufgabe eines Mentors bei der Joblinge gAG ist, berichte ich im Artikel.

Der Bus ist pünktlich und kurze Zeit später komme ich beim Standort der Joblinge gAG in Wiesbaden an.

Was ist die Aufgabe von Joblinge?

Training bei den Joblingen

Training bei den Joblingen

Die gemeinnützige Initiative nimmt Jugendliche auf, die den Sprung zwischen Schule und Arbeitsmarkt noch nicht geschafft haben, und begleitet sie auf dem Weg in die Ausbildung. Neben einer gezielten Förderung und Trainings durch hauptamtliche Mitarbeiter gehört für die Teilnehmer auch ein 1:1-Mentoring durch Ehrenamtliche zum Programm. Das Konzept geht auf: Joblinge in Wiesbaden hat derzeit eine Vermittlungsquote von 82 Prozent.

Mein Mentee Sophie wartet schon auf mich. Dass sie ein bisschen enttäuscht ist, merke ich sofort. Inzwischen haben wir uns schon öfter getroffen und uns auch schon besser kennengelernt. Sophie ist niedergeschlagen, der Betrieb hat nach dem Gespräch vor einigen Tagen noch nicht zurückgerufen und sie rechnet mit einer Absage. Dazu kommt noch ein Streit mit ihrer Mutter. Ich höre ihr zu und mache ihr Mut – die passende Ausbildung hat sie bestimmt bald in der Tasche.

Worum kümmert sich ein Mentor?

Zuhören, motivieren, ein offenes Ohr haben: Das fasst eigentlich die Aufgaben des Mentors schon gut zusammen. Es geht nicht darum, die Bewerbungsunterlagen zu perfektionieren. Klar, schaue ich mir auch mal ihren Lebenslauf an, wenn Sophie das möchte, aber die hauptamtlichen Kollegen haben ihre Stärken schon perfekt mit ihr herausgearbeitet. Da gibt es für mich nichts mehr zu tun, die Unterlagen können sich wirklich sehen lassen.

Vielmehr geht es darum, den Jobling zu bestärken, an seiner Seite zu sein und ihn im Programm zu begleiten. Manchmal spielen wir deshalb gemeinsam ein Vorstellungsgespräch durch und besprechen, wie ein Praktikum gelaufen ist. Oder wir überlegen zusammen, welche Hürden wir auf dem Weg in die Ausbildung noch ausräumen müssen und was auch schon sehr gut klappt.

Mein Fazit

Als Mentor wird man von den Hauptamtlichen begleitet und lernt selbst auch eine Menge vom Austausch mit den Jugendlichen. Inzwischen weiß ich viele Dinge einfach mehr zu schätzen. Ich wüsste nicht, wie ich damit zurechtgekommen wäre, wenn meine Eltern mich mit 16 vor die Tür gesetzt hätten. Dass gute Noten in der Schule und die Suche nach dem Ausbildungsplatz dann nicht meine oberste Priorität gewesen wären, bin ich mir aber ganz sicher.

Daher ist es klasse, dass Joblinge an dieser Stelle einspringt und den Jugendlichen eine neue Perspektive gibt.

Sophie hat ihren Ausbildungsvertrag als Hauswirtschafterin inzwischen unterschrieben: Es ist zwar ein anderer Betrieb geworden, aber sie freut sich schon sehr darauf und ich bin sehr stolz auf sie.

JOBLINGE ist immer auf der Suche nach engagierten Menschen, die sich als Mentor engagieren möchten. Mehr Informationen erhalten Sie von Duygu Cakir, Büroleitung der JOBLINGE Wiesbaden, 0611-9006 6060 und unter joblinge.de

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade Mentoring in Deutschland 2017 von die Karrieremacher.

Fotos: JOBLINGE

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Mentoring bei Joblinge – ein Erfahrungsbericht
Lena Neumann

Social Media Manager; bloggt über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, der Versicherungswelt und über das Engagement bei Joblinge.

Alle Artikel des Autors
Kommentare

Thomas Zimmerling / https://www.diekarrieremacher.de

11:56 30.10.2017

Vielen Dank, dass Ihr mit diesem Beitrag bei unserer Blogparade „Mentoring in Deutschland 2017“ mitgemacht habt!