Mentoring bei Joblinge: Was sagen die Kollegen?

Mentoring bei Joblinge: Was sagen die Kollegen?
13. Dez 2017

von Lena Neumann

0

Im letzten Artikel habe ich von meiner Aufgabe als Mentor bei der Joblinge gAG berichtet. Von vielen meiner Kollegen weiß ich, dass sie auch schon Mentees betreut haben oder sich immer noch als Mentor bei der gemeinnützigen Initiative engagieren. Das wollte ich genauer wissen und habe im Kollegenkreis mal dazu nachgehakt.

Die gemeinnützige Initiative Joblinge gAG hat sich das Ziel gesetzt, Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen und junge Erwachsene auf dem Weg in die Ausbildung zu begleiten. Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern sind in der Initiative auch viele ehrenamtliche Mentoren im Einsatz.

JoblingeBei R+V sind mehr als 50 Mitarbeiter aktiv. Was meine Kollegen dazu bewegt, sich als Mentor zu engagieren und was ihnen besonders gefällt, habe ich im Beitrag gesammelt.

Ute Blankenberg

Es war eine Bereicherung für mein Leben. Ich habe viel über andere Kulturen und Denkweisen gelernt, da mein Mentee ein Flüchtling aus Somalia war.

Susanne Haas

Ich bin von der Motivation und dem Eifer der jungen Menschen sehr begeistert.

Es macht große Freude als Mentorin beim Ausbau der Sprachkenntnisse zu unterstützen und durch die gemeinsamen Gespräche viele Details über die Kultur des Landes und den Menschen selbst zu erfahren.

Marc Neumann

Ich habe aktuell meinen ersten Jobling. Grundsätzlich empfinde ich „Joblinge“ als sehr gut organisiert.

Mein Jobling hat mir in erster Linie gezeigt, dass sich Sorgen/Probleme/Bedürfnisse von Menschen immer ähneln. Es ist wichtig, Menschen Perspektiven zu bieten – eine Möglichkeit, Sinnstiftung zu finden. Viele Teilnehmer der Joblinge haben die bis jetzt nur eingeschränkt oder teilweise gehabt. Es ist schön, da mit ein wenig Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Ich engagiere mich, weil ich glaube, dass es funktioniert. Die Joblinge sind eine Vereinigung, die sowohl jungen Menschen, als auch Wirtschaftsunternehmen eine Win-Win-Situation ermöglicht. Nachhaltigkeit wird nur durch Integration gefördert. Ein Begriff, den man heutzutage immer mehr mit Migranten oder Flüchtlingen verbindet, allerdings gibt es auch viele Menschen, die in sozialen Gefügen stecken, die nicht in unsere Gesellschaftsschicht eingebunden sind. Letzten Endes haben wir alle (bei R+V) auch Glück gehabt. Ein wenig von dem Glück wollte ich weitergeben. In erster Linie die Begeisterung der Joblinge durch das Programm eine Chance zu erhalten.

Viele sehen es als „letzte Option“ auf eine erfolgreiche Karriere. Den Elan konnte man spüren.

Susanne Gerke

Nachdem meine zwei Kinder das Haus verlassen haben, hat mir die Aufgabe der Betreuung gefehlt und so kam der Gedanke, mich sozial zu engagieren. Da ich rein beruflich für Aushilfen und Studenten unterwegs bin, bin ich im Thema und habe mich in dieser besonderen Aufgabe wiedergesehen.

Nachdem ich im Oktober 2016 bei JOBLINGE eingestiegen bin, hat es mich besonders gereizt, jungen Menschen (die gewisse Stolpersteine zu überwinden haben – in der Regel wegen der schlechten Zeugnisse) auf den Weg in eine Ausbildung zu helfen.

Mein 1. Mentee: Ali, Deutsch/Türke (wohnhaft seit seinem 3. Lebensjahr in Deutschland), 20 , miserables Fachabitur – er ist heute als Bankkaufmann bei der NASPA. Er ist ein wunderbarer junger Mann und in seiner Rolle als Azubi bei der NASPA voll angekommen. Ich hätte ihn glatt adoptieren können. 😉

Mein 2. Mentee: Amin, 21, Marrokaner (wohnhaft seit seiner Geburt in Deutschland) – er ist heute bei INFRASERV als Chemikant in der Ausbildung. Leider habe ich den Kontakt nicht halten können, aber er hat seine Ausbildung auch zum 01.08.2017 angetreten.

Mein 3. Mentee: Jerome, 22, Jamaikaner (wohnhaft seit seinem 2. Lebensjahr in Deutschland). Er ist jetzt bei MOBILCOM in der Lehre als Einzelhandelskaufmann – ebenfalls am 01.09.2017 in die Ausbildung gegangen. Er war eine ganz besondere Herausforderung. Auch er ist ein junger Mann mit den besten Voraussetzungen – nur leider hatte er die nicht gesehen – abgebrochene Ausbildungen und ein geringes Selbstwertgefühl… er hatte sich schon aufgegeben. Daher bin ich besonders froh für ihn, dass es dann auch geklappt hat.

Mein 4. Mentee: Ali, 20, aus Afghanistan, schlechtes Fachabitur, er macht jetzt ein Praktikum bei KPMG. Er ist sehr ehrgeizig und zielstrebig und auf dem besten Weg seinem Ziel näher zu kommen. Noch ist er nicht sicher unter, aber ich bin da sehr zuversichtlich.

Es kann gern so weitergehen.

Vielen Dank für die Schilderung der Eindrücke!

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Mentoring bei Joblinge: Was sagen die Kollegen?
Lena Neumann

Social Media Manager; bloggt über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, der Versicherungswelt und über das Engagement bei Joblinge.

Alle Artikel des Autors
Kommentare