Mieterstrom – Solarenergie für Mietwohnungen

Mieterstrom – Solarenergie für Mietwohnungen
11. Jul 2017

von Jan Ackerhans

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Ende Juni hat der Bundestag das Photovoltaik-Mieterstromgesetz beschlossen, voraussichtlich im Herbst soll es in Kraft treten. Bisher waren es vor allem Eigenheimbesitzer, die von selbsterzeugtem Strom durch beispielsweise eine Photovoltaikanlage profitiert haben. Jetzt soll es auch für Mieter möglich sein, Sonnenstrom vom eigenen Dach zu nutzen und damit Geld zu sparen.

Mieterstrom besitzt großes Potenzial für die Zukunft. Zum einen hat die Bundesregierung ein Gesetz zur Förderung von Mieterstrom beschlossen, zum anderen kommen derzeit in Deutschland knapp 4 Millionen Wohnungen für Mieterstrom in Frage.

Vorteile für Mieter und Vermieter

Bei dem Modell des Mieterstroms teilt sich die Strombeziehung in selbsterzeugten Strom von der Photovoltaikanlage und in Strom durch einen öffentlichen Anbieter auf.

Vorteile für den Mieter sind zum einen, dass dieser weiß, woher ein Teil seines Stroms kommt und dass dieser lokal und umweltbewusst erzeugt wurde. Zum anderen entfallen Netzentgelte, Abgaben, etc., sodass die Stromkosten geringer ausfallen. Durch diese Kombination spart der Mieter Kosten, bei voller Versorgungssicherheit. Der Vermieter hat den Vorteil, dass er seine Immobilie attraktiver gestalten kann. Eine Kopplung an den Mietvertrag ist jedoch nicht zulässig.

Gute Zukunftsaussichten für den Mieterstrom

Die Möglichkeit für den Mieter, von selbsterzeugtem Strom zu profitieren, wird durch das Gesetz vorgegeben, denn das Mieterstromangebot muss mindestens 10 Prozent unter dem örtlichen Grundversorgertarif liegen. Der Mieter kann den Anbieter für den öffentlichen Strom aber nach wie vor frei wählen. Der Vermieter erhält in Abhängigkeit der Größe seiner Anlage eine finanzielle Förderung von 2,2 bis 3,8 Cent pro Kilowattstunde. Der Zuschlag wird auch dann gezahlt, wenn Vermieter auf ihrem Dach eine Photovoltaik-Anlage installieren und angrenzende Häuser ohne Netznutzung mit dem Sonnenstrom versorgen. Durch den Mieterstromzuschlag rentiert sich das Projekt für den Vermieter, sodass dieser einen Anreiz hat, den Strom seinen Mietern zur Verfügung zu stellen. Strom, der nicht verbraucht wird, wird dem Netz zugeführt und vergütet.

Laut einer Umfrage des Energieunternehmens LichtBlick können sich 66 Prozent der Befragten eine Nutzung von vor Ort erzeugtem Strom vorstellen und würden dies begrüßen. Allerdings muss dafür noch der Ausbau der Solaranlagen voranschreiten. Das Gesetz zur Förderung des Mieterstroms soll noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten.

Weitere Infos zum Mieterstrom hat der BSW Solar im Infoblatt zusammengestellt.

Möchten Sie sich über die Absicherung der Photovoltaikanlage informieren? Dann besuchen Sie unsere Website.

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Mieterstrom – Solarenergie für Mietwohnungen
Jan Ackerhans

Mitarbeiter der Abteilung Agrarmarkt und Erneuerbare Energien, bloggt über aktuelle Themen rund um die Energiewende.

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