Mit ruhigem Gewissen ab in den Urlaub

Mit ruhigem Gewissen ab in den Urlaub
21. Jul 2014

von Sina Eichmann

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Entspannt zurücklehnen kann sich nur derjenige, der weiß, dass es auch ohne ihn am Arbeitsplatz läuft. Und gut laufen kann es nur, wenn der Urlaub ordentlich vorbereitet ist. Eine Checkliste hilft, Notwendiges zu organisieren, um die freien Tage mit ruhigem Gewissen genießen zu können.

Die eine Hälfte der Beschäftigten sehnt die schönste Zeit des Jahres herbei. Die andere hat schlichtweg Angst vor dem Urlaub, weil sie mit ihrer Arbeit bis zum letzten Tag nicht fertig werden. Oder weil sie das pure Chaos befürchten, wenn sie zurückkehren. Für diese Menschen wird der Urlaub zur Qual.

Wir können nicht mehr richtig erholen, das hat das Kölner Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften herausgefunden. In einer Studie sind die Wissenschaftler aus den Bereichen Sport und Psychologie zu dem erschreckenden Ergebnis gekommen, dass jeder zweite Berufstätige betroffen ist.

Unter der Sonne oder am Strand die Seele baumeln lassen, das schaffen nur 37 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer.

Die Gründe sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Oft haben sie aber mit dem modernen Arbeitsleben zu tun: Mentale Belastungen wie Zeitdruck und hohe Verantwortung nagen permanent an der psychischen Substanz.

Die Kölner Wissenschaftler raten zur Bewegung. Nicht nur um sich fit zu halten, sondern auch um die Erholungsfähigkeit in Gang zu setzen.

Und sie warnen vor dem ‚Teufelszeug Handy‘. Die Devise lautet: Ausschalten zum Abschalten! Keine Mails lesen. Doch diesen guten Ratschlägen folgen die wenigsten. Laut einer Studie des Hightech-Verbands Bitkom sind drei von vier Beschäftigten im Urlaub erreichbar.

Urlaub inklusive Erholung, das ist immer auch Organisation.

Hotel buchen, Ausweis nicht vergessen, Nachbarn informieren. Und was fürs Private gilt, hilft auch am Arbeitsplatz. Je weniger dem Zufall überlassen wird, desto reibungsloser verläuft die Abwesenheit.

Die durchdachte Vorbereitung hat gleich zwei weitere spürbare Effekte: Sie macht den Kopf frei, weil man nicht ständig an die Arbeit denken muss und sie lässt einen lieber zurückkehren, weil kein Chaos droht.

Eine Checkliste in fünf Schritten hilft, die Abwesenheit vorzubereiten.

Etwa zwei Wochen vorher sollte mit dem ersten Punkt begonnen werden:

  1. Verschaffen Sie sich einen Überblick, was Sie bis zum Urlaub noch erledigen müssen, was liegen bleiben kann und wo Sie vertreten werden müssen.
  2. Erstellen Sie für Kollegen eine Liste mit Routineaufgaben und Projekten, in denen Sie vertreten werden müssen. Darin sollten alle Informationen stehen, damit Ihre Vertretung Ihre Aufgaben problemlos übernehmen kann.
  3. Erstellen Sie ein Übergabe-Protokoll und gehen Sie bei der Übergabe Punkt für Punkt mit dem Kollegen durch, sodass keine Fragen offen bleiben.
  4. Besprechen Sie Ihre Mailbox und nutzen Sie die Funktion Ihres E-Mail-Accounts, um eine Abwesenheitsnotiz zu erstellen. Über beide Kanäle erfahren Kunden und Kollegen, ab wann Sie zurück sind und wer Sie vertritt.
  5. Halten Sie sich den letzten und ersten Arbeitstag von Terminen frei. Und seien Sie tolerant gegenüber Ihrer Vertretung, falls doch etwas schief gegangen ist. Der nächste Urlaub kommt bestimmt.
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Autor
Mit ruhigem Gewissen ab in den Urlaub
Sina Eichmann

Mitarbeiterin im Personalmarketing der R+V. Bloggt aus dem Personalbereich über Themen rund um Karriere und die R+V als Arbeitgeber.

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Kommentare

Larry

16:13 24.07.2014

Hallo,

mit eurem Beitrag sprecht Ihr mir aus der Seele – ich tue mich auch immer schwer im Urlaub abzuschalten.
Danke für die Tipps – ich werde bald versuchen, ob es funktioniert 🙂

LG Larry

Püppi

16:18 24.07.2014

Uiiii, das muss ich mal meinem Mann erzählen 🙂

Mit ruhigem Gewissen ab in den Urlaub Suitbert Monz

09:51 25.07.2014

Hallo zusammen, vielen Dank für Ihr Lob! Hoffentlich klappen die guten Pläne. Wir wünschen Ihnen einen schönen Urlaub! VG, Suitbert Monz