Wie können mittelständische Unternehmen Mitarbeiter binden?

Wie können mittelständische Unternehmen Mitarbeiter binden?
19. Sep 2017

von Dr. Karsten Eichner

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Was können Mittelständler tun, um wichtige Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden und nicht an Großunternehmen zu verlieren? Wir haben darüber mit Jan-Peter Ernst, Experte für betriebliche Altersversorgung und Geschäftsführer der R+V-Beratungstochter compertis, gesprochen.

Herr Ernst, für welchen Mittelständler ist das Thema Mitarbeiterbindung besonders wichtig?

Das Thema Mitarbeiterbindung brennt praktisch jedem Mittelständler auf den Nägeln – egal ob es sich um Metallbauer, Logistikfirmen oder Freiberufler handelt.

Was sind die Gründe dafür?

Gerade beim Thema Gehalt sehen sich kleine und mittlere Unternehmen im Nachteil gegenüber Großunternehmen. Da können sie oft einfach nicht mithalten. Sie können jedoch Fachkräfte mit anderen Mitteln für sich gewinnen und langfristig halten.

Was kommt da zum Beispiel infrage?

Bewährte Möglichkeiten sind zum Beispiel eine gute betriebliche Altersversorgung (bAV) oder auch andere Firmen-Zusatzleistungen wie eine betriebliche Krankenversicherung (bKV). Auch Lebensarbeitszeitmodelle können einem Mittelständler dabei helfen, Know-how im Unternehmen zu halten. Letztlich ist es das Gesamtpaket, das stimmen muss.

Wie funktionieren solche Lebensarbeitszeitmodelle?

Ein körperlich schwer arbeitender Mitarbeiter reduziert beispielsweise mit 60 Jahren seine Arbeitszeit, weil er körperlich nicht mehr in der Lage ist, voll zu arbeiten. Dafür kann er länger im Unternehmen bleiben als ursprünglich geplant. Und davon haben beide etwas: Das Unternehmen, weil der Mitarbeiter und sein Know-how weiter zur Verfügung stehen. Und der Mitarbeiter, weil er weiter Einkommen bezieht und trotzdem deutlich weniger arbeiten muss. Vielleicht auch, um einfach mehr Freizeit zu genießen. Die entstehende Lücke beim Gehalt wird dann durch ein Lebensarbeitszeitkonto, das er zuvor über Jahre angespart hat, ausgeglichen oder zumindest reduziert.

Das heißt, man muss so etwas langfristig planen?

Ja, das Thema Rente oder Vorruhestand hat einen langen Vorlauf. Darüber sollte man sich frühzeitig Gedanken machen. Wichtig ist dabei eine umfassende Beratung – für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber. Wie gesagt, das Gesamtpaket muss stimmen.

Aktuell ist Jan-Peter Ernst auch in einem Infofilm des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Thema Mitarbeiterbindung zu sehen.

Möchten Sie Ihr Unternehmen für Mitarbeiter attraktiver machen und sich über Lebensarbeitszeit und andere Modelle informieren? Dann besuchen Sie unsere Website.

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