Arbeiten mit und nach Corona: Schritt für Schritt in die neue Welt

Arbeiten mit und nach Corona: Schritt für Schritt in die neue Welt
29. Jun 2020

von Eva Kuschfeldt

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Arbeiten im Homeoffice? Für viele Mitarbeiter der R+V trotz der unschönen Umstände auf jeden Fall eine positive Erfahrung. Der Vorstand der R+V teilt diese Meinung und hat jetzt verkündet: Die Arbeitswelt nach Corona wird bei der R+V definitiv anders aussehen, als vor Corona.

Fest steht bereits: Die Mitarbeiter bei R+V werden künftig wesentlich flexibler agieren und zwischen einem und fünf Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten können. Für die Einzelheiten gibt es jetzt ein eigens dafür gegründetes „Programm New Normal“, um einen Prototypen an den Start zu bringen. Führungskräfte und Mitarbeiter aus allen Teilen des Unternehmens tragen dazu die „lessons learned“ der vergangenen Wochen und Monate zusammen und konkretisieren so die Vision. „Wir wollen möglichst viele Kollegen und ihre Erfahrungen einbinden“, betont Personalvorständin Julia Merkel.

Höchstens 15 Prozent bis Mitte August

Doch zunächst geht es in die nächste Phase der Lockerungen. Momentan arbeiten immer noch rund 90 Prozent der R+V-Kollegen im Homeoffice. Von Mitte August an kann der Anteil der Mitarbeiter, die zurückkommen wollen, sukzessive über die momentan geltenden 15 Prozent wachsen.

Da vor allem die Gesundheit der Mitarbeiter weiterhin an oberster Stelle steht, planen Führungskraft und Mitarbeiter gemeinsam den Einsatz vor Ort und berücksichtigen dabei verschiedene Faktoren. Dazu gehören zum Beispiel die bei der R+V geltenden Abstands- und Hygieneregeln, aber auch die Frage, ob ein Mitarbeiter zur Risikogruppe zählt.

Gearbeitet werden soll vor allem in „Split-Teams“, das heißt, immer nur ein Teil des Teams arbeitet im Büro, damit bei einem Corona-Verdachtsfall nicht gleich eine komplette Organisationseinheit ausfällt.

Auch die räumlichen Voraussetzungen spielen eine Rolle: Am Arbeitsplatz und in Meetings müssen pro Person mindestens 1,5 Meter Abstand eingeplant werden. Das heißt zum Beispiel: In 2er-Büros darf nur einer sitzen, in Großraumbüros mit Free-Seating bekommt jeder Mitarbeiter vorübergehend einen festen Arbeitsplatz.

Die Kollegen im Außendienst – die seit März unsere Kunden vor allem per Videochat beraten – können verstärkt den persönlichen Kundenkontakt wiederaufnehmen. Das Rückkehrkonzept umfasst neben den Regelungen der R+V und der Bundesländer vor allem die Bedürfnisse der Vertriebspartner – allen voran der Volks- und Raiffeisenbanken, deren Kunden wir beraten.

Kurz nach dem Lockdown im März sind die R+V-Standorte fast komplett verwaist - doch Homeoffice wird auch in den kommenden Monaten zum Arbeitsalltag gehören.

Kurz nach dem Lockdown im März sind die R+V-Standorte fast komplett verwaist – doch Homeoffice wird auch in den kommenden Monaten zum Arbeitsalltag gehören.

Jeder kann – kaum einer muss

In den Büros arbeiten aktuell bereits vor allem Mitarbeiter, deren Präsenz vor Ort betrieblich notwendig ist – zum Beispiel zur Postbearbeitung, zur Ausbildung neuer Kollegen oder für Arbeiten in der Druckerei. Auch persönliche Gründe werden berücksichtigt: Wer zu Hause nicht optimal arbeiten kann, darf in Abstimmung mit der Führungskraft ins Büro zurückkehren. Aber auch umgekehrt gilt: „Wer bislang gut zu Hause arbeiten kann, kann dies bis Ende des Jahres auch weiterhin fortführen und für persönliche Besprechungen, Beratung von Kunden oder gezielte Themen in das Büro kommen“, betont Julia Merkel.

Als dritte Prämisse dürfen Mitarbeiter auch dann zurückkommen, wenn die Präsenz im Büro oder im Meeting gegenüber virtuellen Besprechungen einen deutlichen Nutzen bringt, zum Beispiel, wenn sich im persönlichen Kundengespräch komplexe Versicherungsprodukte leichter erläutern lassen, wenn strategische Inhalte in Workshops besser erarbeitet werden oder vertrauliche Gespräche mit Mitarbeitern lieber persönlich geführt werden.

Dieses „Jeder kann – kaum einer muss“, zeugt auch von Wertschätzung für die Mitarbeiter. Denn übersetzt heißt es eigentlich nichts anders als: „Egal, wo Du bist – Du machst deine Arbeit gut“. Diese positive Erkenntnis hat die Corona-Krise auch gebracht: Das Arbeiten von zu Hause aus funktioniert. Zudem sind viele Mitarbeiter aus unterschiedlichen Gründen froh darüber, dass sie Privatleben und Beruf unter den gegebenen Umständen besser in Einklang bringen können – und jetzt haben alle mehr Planungssicherheit für persönliche Themen wie Kinderbetreuung, HomeSchooling und andere individuelle Familiensituationen.

Auch der Arbeitgeber hat langfristig Vorteile von einem flexibleren Anwesenheitskonzept der Mitarbeiter. Arbeiten dauerhaft weniger Menschen vor Ort, können Büroflächen eingespart und moderne Arbeitsplatzkonzepte wie Free-Seating forciert werden. Um diese Aspekte geht es ebenfalls im Programm „New Normal“.

 

Gastbeitrag von Mae von Lapp, Konzern-Kommunikation

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Arbeiten mit und nach Corona: Schritt für Schritt in die neue Welt
Eva Kuschfeldt

Redakteurin in der Konzern-Kommunikation, bloggt über eigene Erlebnisse im Unternehmen, Themen der Konzern-Kommunikation und soziale Projekte bei R+V

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