Osteoporose-Vorbeugung: Krafttraining für die Knochen

Osteoporose-Vorbeugung: Krafttraining für die Knochen
31. Jan 2018

von Suitbert Monz

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Osteoporose gehört weltweit zu den zehn häufigsten Erkrankungen. Laut einer Studie leiden sechs Prozent aller Deutschen an der chronischen Knochenkrankheit.

Was können Betroffene gegen die chronische Krankheit tun und welche Faktoren spielen eine Rolle, um sich gesunde Knochen zu bewahren. Sport scheint eine Lösung zu sein:

Ich staune nicht schlecht, als meine fast erwachsene Tochter aus dem Fitnessstudio zurückkommt und mir Grüße von meiner Arbeitskollegin bestellt. Besagte Kollegin ist sogar etwas Jahre älter als ich und eindeutig unsportlicher. Spätestens als meine Tochter dann noch hinterherschiebt: „Ja Papa, bei Dir ist es ja auch schon eine Weile her, dass Du Sport getrieben hast“, wird mein schlechtes Gewissen aktiviert und ich gelobe Besserung.

Knochen statt Muskeln im Fokus

Am Tag darauf setze ich mich in der Mittagspause zu meiner Kollegin und stelle ihr neugierig meine Fragen. Sie trainiert seit zwei Jahren etwa zwei bis dreimal in der Woche auf der Trainingsfläche, die an ein Gesundheitszentrum angeschlossen ist. „Ich tue das vor allem für meine Knochen“, erklärt sie und wirft bei mir damit neue Fragen auf. Krafttraining für die Knochen? „Selbstverständlich beanspruche ich bei den Übungen auch meine Muskeln und stärke diese auch, doch der Hauptgrund ist, dass ich die Festigkeit meiner Knochen steigern will, denn ich leide an Osteoporose.“ Ein bisschen schockiert vom überraschenden Gesprächsverlauf und dem offenen Umgang mit ihrer Krankheit, höre ich interessiert zu.

Vor rund zwei Jahren litt sie unter ständigen Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich und trotz umfangreicher Untersuchungen konnten die Mediziner zunächst keine klare Diagnose stellen. Bis sie eines Tages eine Messung der Knochendichte durchführen ließ. Bei der Osteoporose – auch Knochenschwund genannt, tritt eine Verringerung der Knochenmasse ein, die das Skelett brüchig werden lässt. Häufige Folgen sind schmerzhafte Oberschenkelhals- oder Wirbelbrüche, die oft nur langsam oder gar nicht vollständig ausheilen.

Frauen deutlich häufiger betroffen

Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse des Menschen im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses pro Jahr etwa um ein Prozent ab. Bei Frauen jedoch wird dieser Prozess mit Beginn der Wechseljahre und der verringerten Produktion des Hormons Östrogen deutlich beschleunigt. Aus diesem Grund sind Frauen deutlich häufiger betroffen als Männer. Zudem können andere Vorerkrankungen wie zum Beispiel chronische Darmerkrankungen, Rheuma oder Magersucht die Osteoporose begünstigen, gleichwohl aber auch ein ungesunder Lebensstil.

Osteoporose nicht heilbar – wohl aber aufzuhalten

Da der krankhafte Knochenabbau chronisch verläuft, ist eine Heilung von Osteoporose nicht möglich. Meine Kollegin hat ihre Lebensweise in den Bereichen Bewegung und Ernährung ziemlich verändert. Neben dem regelmäßigen Gerätetraining besucht sie einmal pro Woche noch den Wassergymnastik-Kurs für Osteoporose-Patienten und erntet spätestens jetzt von mir ein anerkennendes „Wow“. In ihrer Freizeit verzichtet sie beinahe gänzlich auf Alkohol und setzt auf eine möglichst calciumreiche Ernährung durch Milchprodukte, Gemüse und Mineralwasser. In den Monaten April bis Oktober achtet sie darauf, sich möglichst dem natürlichen Sonnenlicht auszusetzen, da der menschliche Körper über die Haut so das Vitamin D aufnimmt und dieses unersetzlich für gesunde Knochen ist. In den Wintermonaten nimmt sie das Vitamin in Form von Tabletten auf. „Das ist aber auch das einzige, was ich bislang in medikamentenform nehme und so soll es noch möglichst lang bleiben“, betont meine Kollegin zum Abschluss unseres Mittagspausen-Gesprächs.

Ich bedanke mich für das offene und sehr lehrreiche Gespräch und will mich gerade abwenden als sie mich zurückhält: „Ach – und all die Sachen, die ich gegen das Fortschreiten der Osteoporose unternehme, lassen sich übrigens auch perfekt für die Vorbeugung der Krankheit und zur besseren Fitness nutzen“, sagt sie mit einem Augenzwinkern und geht. „Wie gut, dass ich heute schon mal mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin“, denke ich und überlege, dass ich heute auf dem Heimweg mal wieder den „Trimm-Dich-Pfad“ am See nutzen könnte.

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Osteoporose-Vorbeugung: Krafttraining für die Knochen
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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