Patientenverfügung – 5 wichtige Fragen

Patientenverfügung – 5 wichtige Fragen
12. Jun 2018

von Suitbert Monz

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In unserem Ratgeber haben wir bereits Informationen zum Inhalt von Patientenverfügungen zusammengestellt. Dieser Artikel beantwortet Fragen rund um das richtige Aufsetzen und Aufbewahren des Dokuments.

Niemand ist verpflichtet, eine Verfügung aufzusetzen. Allerdings kann man so sicherstellten, dass im eigenen Sinne gehandelt wird.

Wie geht man am besten beim Aufsetzen vor?

Für das Verfassen einer Patientenverfügung braucht man keinen Rechtsbeistand oder eine Beglaubigung. Allerdings ist es sinnvoll, sich beispielsweise vorab von einem Arzt beraten zu lassen und auch weitere Informationen einzuholen. Orientierung geben auch Musterschreiben, die allerdings nicht unverändert übernommen werden sollten. Das Dokument muss im Gegensatz zum Testament nicht handgeschrieben sein, aber eine Unterschrift enthalten.

Wann ist der Inhalt rechtskräftig?

Damit sie im Ernstfall umgesetzt werden kann, muss die Patientenverfügung so genau wie möglich abgefasst werden. Jede Situation, in der sie greifen soll, muss unmissverständlich beschrieben werden. Allgemeine Formulierungen wie „Ich wünsche keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ können im Zweifelsfall nicht berücksichtigt werden.

Wie tritt die Patientenverfügung im Notfall in Kraft?

Am sichersten ist es, eine Kopie der Verfügung bei einem engen Angehörigen oder dem Hausarzt zu hinterlegen und eine Karte bei sich zu tragen, auf der vermerkt ist, dass es eine Patientenverfügung gibt und wo sie sich befindet.

Muss man die Verfügung aktualisieren beziehungsweise erlischt sie irgendwann?

Die Patientenverfügung ist ein Leben lang gültig und muss nicht regelmäßig aktualisiert werden. Dies ist allerdings empfehlenswert. Natürlich ist es jederzeit möglich, die Verfügung zu widerrufen. Das muss nicht schriftlich geschehen, sondern kann auch mündlich oder durch Gesten erfolgen.

Was passiert, wenn keine Patientenverfügung vorliegt?

In einem solchen Fall versucht der Arzt, den vermutlichen Willen des Betroffenen zu ermitteln – beispielsweise durch eine Befragung der Familie oder des Bekanntenkreises. Auf dieser Grundlage trifft er dann eine Entscheidung. Das Risiko, dass er nicht im Sinne des Patienten entscheidet, ist gegeben. Im Zweifelsfall führt der Arzt lebenserhaltende Maßnahmen durch, die eigentlich nicht gewünscht sind. Wer das ausschließen will, sollte auf jeden Fall eine Verfügung erstellen.

Mehr zum Thema Patientenverfügung erfahren Sie im Ratgeber.

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Patientenverfügung – 5 wichtige Fragen
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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