Häusliche Pflege: Welche Hilfe gibt es für Angehörige?

Häusliche Pflege: Welche Hilfe gibt es für Angehörige?
17. Dez 2014

von Suitbert Monz

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Brigitte Müllers* Mutter erkrankte vor acht Jahren schwer. Ab diesem Zeitpunkt hat die 57-Jährige die Pflege ihrer Mutter übernommen und übt ihren Beruf seither in Teilzeit aus. Nach ihrem Arbeitstag im Büro fährt sie zum Haus der Mutter und kümmert sich jeden Tag um sie. Zeit für viele andere Dinge nimmt sich Frau Müller nicht mehr.

So wie Frau Müller geht es vielen Menschen, die ihre Angehörigen pflegen. Im Beitrag zeigen wir, wie aufwändig Pflege ist und welche Möglichkeiten es zur Unterstützung gibt.

Frauen kümmern sich um Pflege

Heutzutage gibt es schon bei 10 Millionen Deutschen einen Pflegefall in der Familie, die Tendenz ist steigend. Ende 2013 waren bereits 2,5 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. 70 Prozent davon wurden zu Hause gepflegt. Hiervon 1,18 Millionen allein durch Angehörige. So wie bei Frau Müller kümmern sich in den meisten Fällen die Frauen um die Pflege des Angehörigen.

Aufwand von Pflege

Pflege von Familienmitgliedern kostet Zeit. Brigitte Müller leistet ihrer Mutter Gesellschaft, geht für sie einkaufen, kocht und kümmert sich um den Haushalt. Auch bei der Körperpflege braucht die Mutter Unterstützung. Drei Stunden und mehr wenden 53 Prozent der betroffenen Frauen täglich für die Pflege auf. Nicht immer lassen sich die anfallenden Aufgaben leicht mit dem Beruf vereinbaren.

Nur 42 Prozent der Frauen, die pflegen, sind berufstätig, die meisten davon wie Frau Müller in Teilzeit.

Hilfe bei der Pflege: Finanzielle Unterstützung

Finanziell wird die Mutter von Brigitte Müller von der Pflegeversicherung unterstützt, von der sie Leistungen bezieht. Die Höhe dieser Leistungen richtet sich nach der Art der Pflege und der Pflegestufe, in die medizinische Gutachter Betroffene einteilen. Diese Zahlung bietet allerdings nur eine Grundversorgung und reicht häufig nicht allein für die anfallenden Kosten aus – die Mutter muss beispielweise auf ihre Ersparnisse zurückgreifen.

Rente für Angehörige, die pflegen

Wer einen oder mehrere Angehörigen mindestens 14 Stunden in der Woche häuslich pflegt und nicht mehr als 30 Stunden die Woche arbeitet, soll bei der Rente möglichst keine Einschränkungen haben. Unter bestimmten Bedingungen zahlt deshalb die Pflegeversicherung in dieser Zeit die Beiträge zur Rentenversicherung für den Pflegenden ein. Die Beiträge staffeln sich je nach Pflegestufe.

Professionelle Anleitungen für die Pflege

Wenn man sich dafür entscheidet, einen Angehörigen zu Haus zu pflegen, gibt es die Möglichkeit, an Pflegekursen teilzunehmen. Dort erhalten Pflegende Informationen und Tipps für den Alltag. Frau Müller konnte so auch Kontakte zu anderen Familien knüpfen.

Wenn Sie Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung beziehen oder einen Antrag auf Leistungen gestellt haben und ein erkennbarer Hilfe- und Beratungsbedarf besteht, haben Sie zudem Anspruch auf einen Pflegeberater, der Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite steht.

*Name von der Redaktion geändert

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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