Pflüger-WM 2018: Iren ziehen die besten Furchen

Pflüger-WM 2018: Iren ziehen die besten Furchen
26. Sep 2018

von Dr. Markus Berneiser

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Die 65. Weltmeisterschaft im Leistungspflügen fand auf Hofgut Einsiedel in Baden-Württemberg statt. In den Kategorien „Beetpflügen“ und „Drehpflügen“ zeigten 53 Teilnehmer aus 29 Nationen zwei Tage lang ihr Können bis die Sieger feststanden.

Die Gewinner der Wettbewerbe kommen aus Irland und Nordirland.

Auch Kiwis im Teilnehmerfeld

Der logistische und organisatorische Aufwand der Wettkampfpflüger ist enorm, denn die meisten Teilnehmer reisen mit eigenem Gerät an. Bereits Anfang Juni wurde das erste Gespann – bestehend aus Wettkampfpflug und Schlepper – in Neuseeland in einen Container verpackt und anschließend um den halben Globus verschifft.

Doch die Mühen haben sich gelohnt: Das Interesse an einer perfekt gezogenen Spaltfurche (Kategorie Beetpflügen) und dem sauberen Pflügen am Keil (Kategorie Drehpflug) war riesig – fand doch die Weltmeisterschaft erstmals seit 20 Jahren wieder in Deutschland statt.

Auch die R+V war mit ihrem KompetenzCenter AgrarPartner präsent

Auch die R+V war mit ihrem KompetenzCenter AgrarPartner präsent

Rund 30.000 Zuschauer verfolgten die Wettbewerbe, bei denen sich die späteren Sieger schon frühzeitig abzeichneten. Mit Eamonn Tracey (Beetpflügen, Irland) und Thomas Cochrane (Drehpflügen, Nordirland) siegten Routiniers, die beide jeweils mehr als zehn Weltmeisterschaftsteilnahmen auf dem Buckel haben. Die beiden deutschen Teilnehmer konnten im Kampf um die Podestplätze leider nicht eingreifen, erreichten jedoch gute Mittelfeldplätze. Details zu den Regeln und dem Ablauf des Wettbewerbs können Sie im Beitrag von agrarheute.com nachlesen.

Vergangenheit trifft Zukunft

Dampf- und Gespannpflügen, Leistungspflügen und Precision Farming: Die Veranstalter schlugen in gelungener Weise den Bogen von Ackerbau und Viehzucht zu Urgroßvaters Zeiten bis hin zur digitalisierten Landwirtschaft 4.0 der Zukunft. Mit der Präsentation der Arbeitsmittel und -weisen im Zeitablauf wurde auch den weniger landwirtschaftsnahen Besuchern eindrucksvoll präsentiert, welch rasante Entwicklung die Branche vollzieht.

Am Ende waren trotz des für diesen Sommer untypischen feuchten Wetters nur zufriedene Gesichter zu sehen: Veranstalter, Zuschauer, Sponsoren sowie Aussteller und Marktbeschicker. Und natürlich die beiden Sieger, die sich zu Hause sicherlich ein paar Guinness auf die perfekte Furche gönnen werden. Viele Wettkampfpflüger freuen sich auf ein Wiedersehen bei der WM 2019 in den USA – vorausgesetzt, sie können sich über ihre nationalen Meisterschaften dafür qualifizieren.

Impressionen zum Wettbewerb finden Sie auf der Website des Veranstalters und im YouTube-Kanal von top agrar.

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