Potenziale im Flottengeschäft von Kfz-Versicherern durch Kooperation mit Fuhrpark- managementunternehmen

Potenziale im Flottengeschäft von Kfz-Versicherern durch Kooperation mit Fuhrpark- managementunternehmen
3. Mai 2011

von Monika Hochscheid

1

Anfang März interviewte ich Herrn Köhn zu seiner Ausbildung bei R+V. Er berichtete von seinem Studium und seiner Bachelor-Thesis, über die er jetzt ausführlicher erzählt.

Herr Köhn, bitte stellen Sie sich noch einmal kurz vor.

Vielleicht erinnern Sie sich ja noch an mich. Mein Name ist Christoph Köhn, ich habe das ausbildungsintegrierte Studium bei R+V und der Fachhochschule Wiesbaden absolviert und bin jetzt als Praktikant bei R+V. Ich hatte von mir und meiner Thesis mit dem Titel “Potenziale im Flottengeschäft von Kfz-Versicherern durch Kooperation mit Fuhrparkmanagementunternehmen” erzählt. Im Folgenden zeige ich, womit ich mich genau beschäftigt habe.

Was bedeutet „Flottengeschäft“ und was verbirgt sich hinter dem Begriff „Fuhrparkmanagementunternehmen“?

Das Flottengeschäft kann man mit dem Begriff Firmenkunden verbinden. Um das Ganze ein wenig anschaulich zu machen, stellen Sie sich ein Handwerksunternehmen wie beispielsweise einen Malerbetrieb mit 60 Mitarbeitern und  20 Fahrzeugen vor. Dass die Fahrzeuge auf dem Hof des Malerbetriebs stehen, ist nicht alles. Dazu gehört auch die Neu- und Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen, die Verwaltung (z. B. Steuer, Versicherung, Zulassung), die Reparaturen, etc.  Aber auch die Verhandlungen mit Tankstellen, um die Fahrzeuge möglichst kostengünstig zu betreiben.  Hier kommt das Fuhrparkmanagementunternehmen ins Spiel. Es ist Dienstleister und übernimmt die gesamte Fuhrparkverwaltung für den Kunden. Es gibt eine Vielzahl von Unternehmen, die ein Fuhrparkmanagement anbieten, wobei sich das Leistungsspektrum zum Teil sehr stark unterscheidet. Im Wesentlichen kann man aber sagen, dass Fuhrparkmanagement alle möglichen Leistungen beinhalten kann, die man sich im Zusammenhang mit einem Kfz vorstellt.

Welche Potenziale bieten sich für die Versicherung, das Fuhrparkunternehmen und dem Kunden?

Für das Versicherungsunternehmen geht es darum, die Versicherung von Flottenrisiken für den Kunden so günstig wie möglich zu gestalten, indem z. B. die Verwaltungskosten so gering wie möglich gehalten werden.  Eine Möglichkeit Kosten zu sparen, ist der Einsatz eines Fuhrparkmanagementunternehmens als Kooperationspartner. Das Unternehmen ist dann die Schnittstelle zwischen Versicherung und Kunden. Die Bearbeitung der Versicherungsverträge wird vom Fuhrparkmanagement übernommen. Bearbeiten heißt zum Beispiel:

  • Verträge für die Fahrzeuge anlegen
  • bei Verkauf die Verträge stornieren
  • Schadenbearbeitung.

Der Vorteil für den Versicherer: Er stellt die Schnittstelle zu Verfügung und das Fuhrparkunternehmen hat z. B. die Personalkosten zu tragen. Dafür erhält es von den Versicherern eine Aufwandsentschädigung in Form einer Provision und gehört damit zu den Vertriebspartnern der Gesellschaften. Zusätzlich zu den beschriebenen Vorteilen der Verwaltung des Fuhrparks, hat der Endkunde auch einen weiteren Servicevorteil:

Er steht in direktem Kontakt zum Fuhrparkmanagementunternehmen.

Fragen und Wünsche des Kunden werden vor Ort ohne Zwischeninstanzen verarbeitet und geklärt. Ein weiterer finanzieller Effekt für den Kunden entsteht dadurch, dass  Versicherungs- und Fuhrparkmanagementunternehmen den gleichen Anbieter für Wartungs- und Reparaturleistungen in Anspruch nehmen können. Durch eine höhere Auslastung dieser Werkstattnetze sinken die  Reparatur- und Wartungskosten. Für den Kunden (vor allem bei den Wartungskosten) und die Versicherungsgesellschaft (vor allem bei Reparaturkosten nach einem ersatzpflichtigen Schadenfall) ein Vorteil.  

Wenn ich Sie jetzt neugierig auf das Thema gemacht habe, nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf oder stellen Ihre Fragen direkt hier im Blog.

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Potenziale im Flottengeschäft von Kfz-Versicherern durch Kooperation mit Fuhrpark- managementunternehmen
Monika Hochscheid

Abteilung Kraftfahrt-Betrieb, Gruppe Qualitäts-, Prozess-, Projektmanagement; bloggt über spezifische Fragestellungen zur Kfz-Versicherung

Alle Artikel des Autors
Kommentare

Herbert Walter

16:19 09.06.2011

Ein interessanter Artikel.

Aber: Wie viele Unternehmen in Deutschland machen denn schon Gebrauch von dieser Variante? Es ist wahrscheinlich ein minimaler Bruchteil. Schaetzungsweise unter 1 Prozent und dann nur in den grossen Staedten.

Hier in Oldenburg gibt es fuer meine Firma keinen Anbieter.