Private Bauhelfer – eine ausreichende Versicherung ist Pflicht

Private Bauhelfer – eine ausreichende Versicherung ist Pflicht
28. Feb 2014

von Suitbert Monz

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Ein Hausbau ist ein spannendes Projekt: Mitunter wird ein lang gehegter Traum wahr und man kann sein zukünftiges Heim aktiv mitgestalten. Allerdings lauern auch gerade auf diesen Bauplätzen viele Gefahren – vor allem für Gelegenheitshelfer aus dem Familien- und Freundeskreis, die nicht routiniert sind.

Verletzungen durch Werkzeuge oder Unfälle am Baugerüst kommen jedes Jahr mehrere hundert Mal vor. Das kann unter Umständen eine Berufsunfähigkeit nach sich ziehen, oftmals auch vorübergehende gesundheitliche Einschränkungen.

Private Bauhelfer müssen versichert werden

Dem Schwager beim Hausbau zu helfen ist nichts, wo man jeden Samstagmorgen eben vorbeifährt und mit anpackt. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Helfer angemeldet und zusätzlich versichert werden müssen, wenn sie insgesamt mehr als 40 Stunden auf dem Bau helfen.

Das ist unabhängig davon, ob sie schon eine private Berufsunfähigkeits- oder Risikounfallversicherung haben oder nicht. Die Bauhelfer müssen bei der BG Bau, der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, angemeldet werden. Hierüber bekommen sie dann auch den Versicherungsschutz.

Pro Helfer und pro Stunde liegt der Beitrag je nach Wohnort bei um die 2 Euro. Wenn der Bauherr die Helfer nicht innerhalb einer Woche nach Baubeginn anmeldet, muss er mit einem Bußgeld rechnen, denn in der Regel wird die BG Bau über das Bauvorhaben von den Bauämtern informiert.

Der Bauherr und sein Ehepartner sind hiervon ausgenommen. Sie haben die Möglichkeit, eine Unfallversicherung bei einem Versicherungsanbieter abzuschließen.

Zusätzliche Unfallversicherung für Bauhelfer

Der Bauherr kann (sollte) auch seine Bauhelfer mit einer zusätzlichen privaten Bauhelfer-Unfallversicherung absichern. Diese macht Sinn, um etwaige Lücken zu schließen, denn die BG Bau entscheidet immer im Einzelfall je nach Tätigkeit des Helfers, ob eine Zahlung in Frage kommt.

Hierbei ist es möglich, eine bestimmte Anzahl von Personen zu versichern, ohne jeweils die einzelnen Namen anzugeben. Auf diese Weise bleibt man flexibler.

Der Versicherungsschutz läuft in der Bauhelfer- und Bauherren-Unfallversicherung für die gesamte Bauzeit bis zum Abschluss der Bauarbeiten, längstens jedoch für zwei Jahre. Er gilt für alle Unfälle, die auf dem Baugrundstück vorkommen. Sind die Bauhelfer nicht ausreichend abgesichert, haftet der Bauherr bei Unfällen mit seinem Privatvermögen.

Wer also beim Hausbau auf die Hilfe von Onkel, Bruder oder Freunden setzt, sollte vorher sichergehen, dass die Helfer auch ausreichend geschützt sind. Damit der Traum vom eigenen Haus bald wahr werden kann und die erste gemeinsame Grillfeier nicht mehr weit ist.

 

Wenn Sie sich umfassender über die Unfallversicherung für Bauherren und Bauhelfer informieren möchten, besuchen Sie unsere Webseite.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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