Raus damit! Aufräumen für die Seele

Raus damit! Aufräumen für die Seele
7. Mrz 2017

von Suitbert Monz

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Laut Statistischem Bundesamt verfügt jeder deutsche Haushalt über 10.000 Gegenstände. Es bedarf demnach einer gewissen Aufbewahrungsstruktur und Sortierung, um nicht im Chaos zu versinken.

Jeder Mensch benötigt eine gewisse Form der Ordnung. Manchmal bewirkt Aufräumen sogar zusätzlich noch, einen freien Kopf zu bekommen.

Ordnung kann Freude bereiten

Ein Blick, ein Griff und schon habe ich den Schlüssel in der Hand. Niemals hätte ich gedacht, dass ich mich über echte Ordnung einmal so freuen kann. Sofort erinnere ich mich an den weisen, gerne verwendeten Satz meiner Oma: „Ordnung ist das halbe Leben“, den ich innerlich lange Zeit belächelt habe. Nun jedoch wurde es dringend Zeit für mich, in diesem Punkt etwas zu ändern. Meine Vorsätze für das gerade begonnene Jahr lauteten deshalb, „Ausmisten“ und „klare Strukturen schaffen“. Noch bin ich längst nicht fertig, doch eines ist bereits sicher: Es fühlt sich jetzt schon großartig an.

Dabei bin ich sicherlich nicht der akkurate, cleane Typ. Aber nach acht Jahren in unserer Wohnung, fand sich in der Flurschublade, die ursprünglich nur für Portemonnaie und Schlüssel vorgesehen war, alles Mögliche – nur nicht Portemonnaie und Schlüssel.  Ständig musste ich Zeit fürs Suchen aufbringen und das stresste mich enorm. Durchschnittlich verwenden wir in unserem Leben ein ganzes Jahr dafür, nach Sachen zu suchen.

Aufräumen – Experten können unterstützen

Egal ob im privaten Bereich oder im Büro  – eine gewisse Form der Struktur und Übersicht ist auch gesund. Für manche Menschen kann ein überladener, unaufgeräumter Schreibtisch am Arbeitsplatz beispielsweise unbewusst dafür sorgen, nach Feierabend nicht richtig zur Ruhe zu kommen und zu entspannen. Wird einem das Chaos zu groß und man schafft es nicht, allein den ersten Schritt zu machen, können spezielle Aufräumexperten gute Hilfen sein.

Die Japanerin Marie Kondo gilt als eine Art „Aufräumberühmtheit“. Ihre drei wichtigsten Tipps lauten: Nach Kategorien sortieren, jedes Teil einmal in die Hand nehmen und sich die Frage stellen, ob man es wirklich noch braucht (Lieblingsstücke zuletzt) und bei der Entscheidung für den Verbleib im eigenen Besitz, einen festen Platz für den Gegenstand suchen. Ebenso lässt sich das Prinzip auch für die „digitale Ordnung“ anwenden. Brauche ich wirklich alle 13 Bilder des Sonnenuntergangs vom letzten Urlaub? Wenn man schon dabei ist, lassen sich auch Dokumente, Verträge und Versicherungen gut neu sortieren. Hat sich meine Lebenssituation verändert oder brauche ich zusätzlichen Schutz?

Jeder Mensch räumt anders auf

Ob, wann und auf welche Art und Weise ich schließlich aufräume, bleibt mir überlassen. Der Heidelberger Psychologe Tewes-Wischmann betont: „Eine Ecke mit Krims-Krams hat eigentlich jeder. Es kann dann zum Problem werden, wenn der Alltag eingeschränkt ist, und die Dinge einem im Weg stehen“. Manche Menschen, da sind sich auch die Experten einig, fühlen sich im Durcheinander wohl, dann besteht nicht unbedingt Handlungsbedarf.

In meinem Fall ist das anders. Der Flur ist bereits geschafft, zugegeben, der unkomplizierteste Teil unserer Wohnung. Als Nächstes kommt die Küche dran, denn auch dort gibt es zahlreiche „Chaos-Schubladen“, die mich ziemlich nerven.

In meinem „Aufräum-Wahn“ fotografiere ich gleichzeitig alle wertvollen Gegenstände meiner Wohnung. Wenn ich sie schon mal in der Hand habe, ist ein Foto schnell gemacht. Sollte ich mal meine Hausratversicherung brauchen, kann ich der Versicherung so schnell einen Überblick meiner Sachen zukommen lassen. Ich muss schmunzeln – denn auch auf meinem Smartphone müsste ich mal wieder aufräumen. Also kategorisiere ich gleich die Fotos und lege Ordner an. Mit einem „sauberen“ Handy, lasse ich mich in den Sessel meiner ordentlichen Bude fallen – einfach herrlich!

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Raus damit! Aufräumen für die Seele
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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