Reisen – diese Rechte haben Urlauber

Reisen – diese Rechte haben Urlauber
3. Dez 2015

von Erik Rauschkolb

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Neue Eindrücke, Erholung, Abenteuer – eine Reise ist meist etwas Positives. Doch gerade bei Fernreisen können unvorhergesehene Schwierigkeiten auftreten: Streiks, verlorenes Gepäck oder akute Krankheiten können die Urlaubsfreude schnell schmälern. Dann ist es gut, wenn man seine Rechte kennt.

Zwar lassen sich im Vorfeld nicht alle Unwägbarkeiten vermeiden, aber mit der richtigen Vorbereitung kann vieles aufgefangen werden. Wir haben die wichtigsten Fälle zusammengestellt.

Fluggesellschaft streikt

Im Fall eines Streiks haben die Fluggäste laut EU-Richtlinie das Recht auf Betreuung während der Wartezeit. Diese ist nach Länge gestaffelt. Sie beinhaltet die Versorgung durch Essen und Getränke ab einer Wartezeit von zwei Stunden bis hin zu fünf Stunden, ab denen der Fluggast eine Erstattung des Ticketpreises verlangen kann.

Flugausfall/Überbuchung

Auch bei einer Annullierung oder einer Überbuchung aufgrund derer Fluggäste nicht mehr den geplanten Flug antreten können, haben sie Anspruch auf Betreuungsleistungen. Hier haben die Gäste teilweise die Wahl, ob sie freiwillig auf den Flug verzichten und später fliegen. Die Freiwilligkeit ist der entscheidende Faktor für die weitere Betreuung bzw. Entschädigung.

Bleibt man unfreiwillig zurück, muss die Fluggesellschaft entweder schnellstmöglich für eine alternative Weiterreise sorgen oder das Ticket gutschreiben. Auch für größere Aufwände wie beispielsweise Hotelübernachtungen muss die Gesellschaft aufkommen. Für den freiwilligen Verzicht auf den Sitzplatz muss die Airline den Gast ebenfalls finanziell entschädigen.

Verlorenes Gepäck

Kommt das Gepäck verspätet hinterher, kann man sich von der Airline die anfallenden Noteinkäufe wie beispielsweise Hygieneartikel und Ersatzwäsche erstatten lassen. Allerdings sollte man sich bei der Airline genau informieren, welche Artikel darunter fallen.

In einigen Fällen ist über den Verbleib des Gepäcks aber gar nichts bekannt. Dann muss der Fluggast sich umgehend an den Gepäckverlust-Schalter wenden und seine Ansprüche geltend machen.

Krankheit und Rücktransport

Der Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung kann für gesetzlich Krankenversicherte sinnvoll sein, denn die gesetzliche Krankenversicherung zahlt nur in den Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht – und dann auch nur in dem Umfang, den die Krankenkasse des Gastlandes vorsieht. Das kann im Krankheitsfall teuer werden, denn vielfach wird im Ausland auch nur gegen Privathonorar behandelt. In allen Ländern ohne Sozialversicherungsabkommen leistet die gesetzliche Krankenversicherung überhaupt nicht. So kostet zum Beispiel ein Tag im Krankenhaus in den USA durchschnittlich 2.000 EUR.

Rücktransporte aus dem Ausland werden von der gesetzlichen Versicherung grundsätzlich nicht erstattet. Die Kosten hierfür können jedoch über 60.000 EUR betragen.

Die Verbraucherzentrale macht ausdrücklich darauf aufmerksam, nur dann eine Versicherung abzuschließen, wenn der Rücktransport nicht nur „medizinisch notwendig“, sondern auch „medizinisch sinnvoll“ ist. Andernfalls ist es kaum möglich, auf den Versicherungsschutz zurückzugreifen. Denn eine medizinische Notwendigkeit liegt nur dann vor, wenn man in dem jeweiligen Land nicht mit Aussicht auf Erfolg behandelt werden kann.

Auch für privat Krankenversicherte lohnt sich der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Krankenversicherung, beispielsweise, um eine Beitragsrückerstattung zu sichern wegen eines vereinbarten Selbstbehaltes oder wenn der Versicherungsschutz nur eingeschränkte Leistungen im Ausland vorsieht.

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Reisen – diese Rechte haben Urlauber
Erik Rauschkolb

Erik ist Social-Media-Manager und kümmert sich um das Esports-Engagement der R+V. Er bloggt über Themen rund um Finanzen und Versicherungen sowie über Neuigkeiten und Aktionen der R+V im Social-Media- und Marketing-Bereich.

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