Reitbeteiligung – was gibt es zu beachten?

Reitbeteiligung – was gibt es zu beachten?
30. Jan 2018

von Ulrike Seim

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Den Traum vom eigenen Pferd haben viele, nicht jeder kann ihn für sich erfüllen. Eine Reitbeteiligung kann eine geeignete und kostengünstigere Alternative sein. Wir haben für Pferdesportler eine Übersicht erstellt, was es bei einer Reitbeteiligung zu beachten gilt.

Die Kosten für eine Reitbeteiligung liegen meist zwischen 50 EUR und 100 EUR pro Monat. Sie variieren regional und aufgrund weiterer Begebenheiten, wie z. B.:

  • Anzahl der Reittage pro Woche
  • Preis für den Reitstall, in dem das Pferd untergebracht ist
  • Wie viel Stallarbeit die Reitbeteiligung übernehmen möchte
  • Ausbildungsstand des Pferdes
  • Ausbildungsstand der Reitbeteiligung
  • Turnierteilnahme der Reitbeteiligung

Die Reitbeteiligung an einem gut ausgebildeten Turnierpferd ist somit entsprechend teurer als an einem Reitpferd, das ausschließlich im Gelände geritten wird. Wer mehr als einmal pro Woche reitet, zahlt entsprechend mehr dem gegenüber, der nur an einem Tag Stallluft schnuppern möchte. Die Mithilfe bei der Stallarbeit und auch die reiterlichen Fähigkeiten der Reitbeteiligung können den Preis senken. In jedem Fall empfiehlt es sich, einen Reitbeteiligungsvertrag über Kosten, Reittage, Vertragslaufzeit und weitere Vereinbarungen aufzusetzen.

Fremdreiter oder Reitbeteiligung – wie ist die Versicherungslage für den Pferdebesitzer?

Egal ob Pferdebesitzer oder Reitbeteiligung – jeder weiß, dass die mit dem Sport verbundenen Risiken versichert werden sollten. Eine private Unfallversicherung ist daher für jeden Reiter sinnvoll.

Verursacht das Pferd einen Schaden, wird die Haftungsfrage gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Danach ist der Halter eines Tieres zum Schadenersatz verpflichtet, wenn durch sein Tier ein Schaden angerichtet wird. Das heißt, dass der Tierhalter für Schäden, die sein Pferd verursacht, auch ohne sein Verschulden haftet. Eine Pferdehalterhaftpflichtversicherung sichert dieses Risiko ab.

Für Pferdebesitzer, die eine Reitbeteiligung haben, ist wichtig, dass auch Fremdreiter in der Haftpflicht mitversichert sind.

Bei einigen Versicherern ist diese Reitbeteiligung in den Versicherungsschutz eingeschlossen, wenn sie bei der Versicherung angemeldet wird (namentliche Nennung reicht dafür aus).

Wer haftet für den Schaden?

Viele Pferdehalter, die ihre Pferde für eine Reitbeteiligung zur Verfügung stellen, lassen den Reiter ein Formular unterschreiben, das besagt, dass er selbst die Haftung des Tierhalters für Haftpflichtansprüche übernimmt. Entsprechende Vereinbarungen sind für den Geschädigten allerdings nicht bindend, so dass sie letztlich nicht viel bringen.

Eine Haftungsfreistellung ist zwischen Pferdehalter und Reitbeteiligung zwar grundsätzlich zulässig, aber Personenschäden verursachen häufig hohe Kosten. Der zwischen Tierhalter und Reitbeteiligung abgeschlossene vertragliche Haftungsausschluss ist für die Krankenkasse nicht bindend und der Tierhalter wird dann trotzdem für den Schaden zur Kasse gebeten.

Mit dem Abschluss einer Pferdehalterhaftpflichtversicherung, deren Deckung das Gast/Fremdreiterrisiko und die Reitbeteiligung umfasst, ist der Tierhalter vor solch unliebsamen Überraschungen sicher.

Interessieren Sie sich für eine Pferdehalterhaftpflichtversicherung? Dann besuchen Sie unsere Website.

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Reitbeteiligung – was gibt es zu beachten?
Ulrike Seim

Abteilung Produktmanagement; Pferdemanagement, bloggt über Themen rund um Ross und Reiter.

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Markus / http://www.pferde-physiotherapeut.de

16:42 05.11.2015

Hallo,

im letzen Satz schreibt die Gastautorin, dass Versicherungen unterschiedlich mit der Nennung von Reitbeteiligungen umgehen. Wie sieht das die R+V?

VG
Markus