Rendite auch bei schwankenden Kursen

Rendite auch bei schwankenden Kursen
20. Sep 2019

von Dr. Karsten Eichner

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Fondsgebundene Rentenversicherungen sind eine attraktive Möglichkeit, fürs Alter vorzusorgen. Was man dabei beachten sollte und warum auch schwankende Aktienkurse kein Grund zur Nervosität sind, erläutert Wolfgang Sander, Geschäftsführer der R+V Luxembourg.

Herr Sander, die Kapitalmärkte sind derzeit sehr nervös und angespannt. Was raten Sie Kunden in solch einer Situation?

Sander Porträt

Wolfgang Sander, Geschäftsführer der R+V Luxembourg

Vor allem eines: Keine Panik bei sinkenden Kursen! Wenn Sie bei Ihrem Neuwagenkauf einen Rabatt von 15 Prozent erhalten, dann freuen Sie sich. Ähnlich ist das auch, wenn Sie plötzlich für neue Fondsanteile 15 Prozent weniger bezahlen müssen.

Aber bedeutet das nicht einen Wertverlust fürs bestehende Portfolio?

Das ist eine Frage des Blickwinkels: Sie kennen den Spruch „In jeder Krise liegt auch eine Chance.“ Denn es besteht jetzt die Möglichkeit, günstig weitere Fondsanteile zu erwerben, die voraussichtlich später wieder im Kurs steigen. Betrachtet man die Entwicklung der 30 Aktien des DAX, dann haben diese Aktien in den letzten 50 Jahren im Schnitt sieben Prozent jährliche Rendite gebracht. Und in den letzten 50 Jahren gab es rund ein Dutzend Krisen, von der ersten Ölkrise bis hin zur Lehman-Pleite.

Aber sind 50 Jahre nicht ein sehr langer Anlagezeitraum?

Ja, das stimmt. Allerdings ist der Aufbau einer Altersvorsorge immer eine langfristige Sache. Aber selbst in den letzten 15 Jahren kamen 6,7 Prozent pro Jahr heraus. Und das trotz Lehman- und Griechenland-Krise. Durchhalten ist also der richtige Ansatz.

Was heißt das genau beim Sparen und Anlegen?

Wer schon investiert ist, sollte nicht die Nerven verlieren und „mit Rabatt“ in mehreren Schritten mutig nachkaufen. Wer seine fondsgebundene Versicherung monatlich mit festen Raten anspart, sollte ebenfalls einen kühlen Kopf bewahren, denn er bekommt jetzt bei niedrigeren Kursen mehr Fondsanteile pro Sparrate. Das steigert am Ende die Rendite.

Statt „mehr Rendite“ lieber „Risiko rausnehmen“: Geht das auch?

Ja, unsere regelbasierte Anlagestrategie RBA wäre hier gut geeignet. Die RBA nutzt ein Signalsystem zum Erkennen langfristiger nachhaltiger Aufwärtstrends. Bei einem positiven Signal investieren diese Fonds in die Aktienmärkte, bei einem negativen Signal gehen die Fonds zur Sicherheit in Geldmarktanlagen. Das ist eine clevere Alternative zum Durchhalten, denn die schlechtesten Phasen hat man so im Geldmarkt ausgesessen und konnte das Risiko reduzieren.

Das Interview mit Wolfgang Sander sehen Sie bei n-tv.

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