Die richtige Wahl von Studienart und Hochschule

Die richtige Wahl von Studienart und Hochschule
29. Jun 2015

von Katharina Zehner

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Die Studienwahl ist nicht leicht, selbst dann, wenn das Fach schon steht. Uni, FH oder duales Studium? Reicht ein Bachelor- oder sollte es ein Master-Abschluss sein? Vielleicht sogar eine Promotion? Viele Fragen, auf die es Antworten gibt. Doch die muss jeder angehende Student für sich selbst beantworten.

Wer studieren will, hat es nicht einfach. Rund 17.500 Studiengänge haben die deutschen Hochschulen zum Wintersemester 2014/2015 angeboten. Das teilt die Hochschulrektorenkonferenz in den statistischen Daten zu Studienangeboten, Studiengängen, Studierenden und Absolventen mit. Das Angebot teilt sich zu etwa gleichen Teilen in Bachelor- und Master-Studiengänge auf.

Universitäten bieten fast doppelt so viele Studiengänge an wie Fachhochschulen. An denen ist die Zahl der Master-Studiengänge viel kleiner als die der Bachelor-Studiengänge. Fachhochschulen haben aber die meisten weiterbildenden Studienangebote. Etwa 100 Universitäten stehen 200 Fachhochschulen gegenüber.

Viel mehr Studenten an Unis als an FHs

Nach ersten Ergebnissen des statistischen Bundesamts haben sich zum Wintersemester 2014/2015 so viele Studierende eingeschrieben wie noch nie. Rund 2,7 Millionen Studenten waren zu diesem Zeitpunkt immatrikuliert. Davon studierten zwei Drittel an Universitäten und ein Drittel an Fachhochschulen.

Rein formal sind beide Hochschulformen gleichwertig. Zumindest seit der Bologna-Reform vor 16 Jahren – damals wurde auf das zweistufige System von Bachelor und Master umgestellt. Seitdem bilden auch Universitäten berufsbezogen aus. Und ein Bachelor-Abschluss an einer Fachhochschule berechtigt zum weiterführenden Master-Studium an einer Universität. Die Grenzen verwischen.

Fachhochschule ist gleich Praxis

Grundsätzlich gilt: Fachhochschulen bilden für die Praxis aus. Das steckt auch im neuen Namen für diese Hochschulart. Viele nennen sich Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Gelehrt wird anwendungsorientiert und mit festem Stundenplan.

Universitäten sind deutlich weniger verschult, meist größer und das Studium ist theoretisch ausgelegt. Wer später wissenschaftlich arbeiten will, etwa in der Forschung, für den ist die Uni die richtige Wahl.

Nahezu gleich hohe Einstiegsgehälter

Den Unternehmen sind Absolventen beider Hochschulformen fast gleich viel wert. Das zeigt eine Studie der Online-Jobbörse Stepstone. Danach verdienen Uni-Absolventen nur vier Prozent mehr als Absolventen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Bei der Abschlussart ist die Differenz spürbar. Laut der Stepstone-Studie liegt das Einstiegsgehalt von Master-Absolventen zehn Prozent über dem ehemaliger Bachelor-Studenten. Die höchsten Gehälter erzielen Berufseinsteiger mit Promotion. Die setzt allerdings einen Master-Abschluss voraus. Und der ist den Unternehmen lieber als ein Bachelor.

Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zufolge gaben nur 47 Prozent der Unternehmen an, dass Berufseinsteiger mit einem Bachelor-Abschluss ihre Erwartungen erfüllen. 2011 waren noch 63 Prozent aller befragten Firmen mit den Absolventen zufrieden.

Sonderform Berufsakademien

Weil Bildung Ländersache ist, gibt es in einigen Bundesländern Berufsakademien. Die bieten duale Studiengänge an. Das ist eine Kombination aus Theorie und Praxis. In Baden-Württemberg heißen Berufsakademien heute Duale Hochschulen. Die R+V bildet duale Studenten aus, teilweise kombiniert mit einer Berufsausbildung. Die Vorteile dieser Studienart: Während der Ausbildung bekommen die Studenten eine Vergütung, und beim Berufseinstieg haben sie bereits Berufserfahrung. Allerdings ist das Studium arbeitsintensiv und straff organisiert. Es gibt keine Semesterferien, sondern feste Urlaubstage.

Interessieren Sie sich für die verschiedenen Ausbildungs- und Einstiegsmodelle bei der R+V? Dann schauen Sie sich gerne auf unserer Karrierewebsite um.

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Die richtige Wahl von Studienart und Hochschule
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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