Wie kann man Rückenschmerzen vorbeugen?

Wie kann man Rückenschmerzen vorbeugen?
19. Jul 2017

von Suitbert Monz

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Rückenschmerzen sind Deutschlands Volksleiden Nummer eins. Rund 80 Prozent aller Bundesbürger klagen über Schmerzen im Rücken. Bei den meisten Patienten lässt sich jedoch kein eindeutiger Befund und keine genaue Ursache feststellen.

Viele Menschen, die oft von Rückenschmerzen geplagt werden, sind ratlos. Alle konsultierten Ärzte können ihnen nicht helfen, da die Ursache rein körperlich nicht auszumachen ist. Um einer Verschlimmerung der Schmerzen vorzubeugen, schonen sich viele Patienten, lassen sich Massagen und Physiotherapie verschreiben und bewegen sich ansonsten so wenig wie möglich. Häufig ist aber Bewegungsmangel einer der Faktoren, die Rückenschmerzen hervorrufen können.

Ich will mich gerade auf den Heimweg machen, als ich den ehemaligen Fahrschullehrer unserer Kinder treffe. Frischer und vitaler denn je sieht er aus. Abgenommen hat er auch. Nach kurzem Smalltalk spreche ich ihn auf seine äußerliche offensichtliche Veränderung an. „Ich hole meine Brötchen jetzt nicht mehr wie früher mit dem Auto. Insgesamt versuche ich, mich so viel wie es geht zu bewegen“, erklärt er mir.

Rückenschmerz als ständiger Begleiter

Ich erfahre, dass der Fahrlehrer zwei Jahre lang beinahe jeden Tag unter mittleren bis starken Rückenschmerzen gelitten hatte. „Zum Schluss habe ich es vor lauter Schmerzen schon nach einer Stunde im Auto nicht mehr ausgehalten und war dann letztlich lange krankgeschrieben“, erzählt er weiter. Zunächst habe er dann hauptsächlich gelegen und sich geschont. „Ich dachte, nur keine falsche Bewegung machen, nachher krieg ich noch einen Bandscheibenvorfall oder so was.“

Doch seine Symptome blieben und die erhoffte Besserung trat nicht ein. Dann aber sei er an einen Physiotherapeuten geraten, der ihn nicht nur manuell behandelt, sondern auch aufgeklärt habe. Auf diese Weise habe er erfahren, dass Bewegungsmangel und Stress die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen seien. „Bei meinem „Sitz-Job“, noch dazu von morgens bis abends im Stadtverkehr und dem ständigen Termindruck musste ich nicht lange überlegen, ob das auf mich zutreffen könnte“, betont er.

Alltagsgewohnheiten verändert

„Ich habe dann angefangen, meinen Alltag zu verändern“, verrät der Fahrausbilder weiter. So lässt er den Wagen nun meistens an der Fahrschule stehen und radelt morgens konsequent zur Arbeit, um von dort aus seine Fahrten zu starten. „Ich war echt bequem. Kaum etwas habe ich nicht mit dem Auto gemacht, mein Fahrrad verstaubte im Keller und wenn ich die Wahl zwischen Fahrstuhl und Treppenhaus hatte, habe ich mich immer für den Fahrstuhl entschieden.

Das ist jetzt tabu.“ Seine Taktungen der Fahrstunden hat er ebenfalls herabgesetzt und die Mittagspause ist nun eine bewusste Pause und kein schneller Snack auf dem Beifahrersitz mehr. „Ehe ich dann in den zweiten Teil meines Arbeitstages starte, gehe ich zehn Minuten spazieren. Ich bin jetzt bewusster in den Sachen, die ich mache“, sagt er.

Rückenschul-Kurs als gute Investition

Gemeinsam mit einem Kollegen besucht er seit einem halben Jahr zudem einen regelmäßig stattfindenden Rückenschul-Kurs, den ebenfalls sein Physiotherapeut anbietet.  „Der Kurs bringt wirklich viel, da wir die Muskulatur unseres Rumpfes gezielt rückengerecht stärken und gleichzeitig die Beweglichkeit trainieren. Mir geht es echt deutlich besser, seitdem ich mich mehr bewege“, freut er sich und richtet zum Abschied Grüße an seine ehemaligen Schüler aus.

Als ich mein Fahrradschloss aufschließen will, fällt mir mein Schlüssel aus der Hand. Als ich ihn aufheben will, schießt mir ein stechender Schmerz in den Rücken. Es wird höchste Zeit, dass ich auch mal wieder etwas für meinen Halteapparat tue! Als Angestellter einer Versicherung setze ich mich zwar stets mit dem bestmöglichen Rundumschutz auseinander, doch das allein beugt Rückenbeschwerden eben auch nicht vor. Da fällt mir plötzlich wieder ein, dass wir ja seit ein paar Jahren ein firmeneigenes Fitnesszentrum haben. Gleich morgen werde ich mich darum kümmern.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, Bereich Vertrieb Onlinemarketing; bloggt über Online-Marketingmaßnahmen und soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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