R+V dreht Imagefilm Agrar auf westfälischen Höfen – Zwei Tage beim Dreh

R+V dreht Imagefilm Agrar auf westfälischen Höfen – Zwei Tage beim Dreh
31. Jan 2012

von Dr. Markus Berneiser

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19. September 2011, Montagmorgen, sieben Uhr, Regen und dann noch Stau auf der Autobahn. Dabei ist keine Zeit zu verlieren. Um zehn Uhr müssen wir in Selm in Westfalen sein, denn um elf läuft schon die Kamera. Ich surfe unterwegs im Internet und checke zum zwanzigstens Mal das Wetter vor Ort: Es wird trocken sein. Ich habe es gewusst.

Nach schier endloser Fahrt durch den Westerwald und das Sauerland sind wir doch pünktlich angekommen, bei bedecktem Himmel, aber es ist trocken. Die Familie Westermann, bei der wir als erstes drehen und unser Hauptdarsteller, Markus Schmottlach, Sonderbeauftragter für Landwirtschaft, begrüßen uns freundlich. Die Stimmung ist gut.

Die Filmleute, Victor Holland und Peter Svolis sind schon seit Sonntag vor Ort und haben bereits eine Menge Aufnahmen gemacht. Morgennebel, dampfende Felder, den neue Fendt 820 vario, frisch geputzt, die Nobelkarosse des Betriebes. Leichter Schweinegeruch liegt in der Luft. Jetzt sind wir richtig angekommen.

Dann geht es gleich auf den Acker, der Fendt trägt als Anbaugerät eine Kombination aus Kreiselegge und Drillmaschine mit nachfolgendem Striegel. Das ist richtig viel Ballast. In der Kabine alles nur noch Bedienungskonsolen mit Schaltern und elektronischen Anzeigegeräten, sowie einem Joystick zur Regelung der Fahrgeschwindigkeit und Automatik! Aber noch kein GPS. Wie kann das denn sein!?

Dann drillt Herr Westermann jr. auf dem gerodeten Kartoffelacker. Das sieht gut aus. Die Maschine arbeitet sauber. Victor Holland liegt auf der Drillmaschine, und filmt den herannahenden Boden zwischen den Traktorrädern. Derweil liegt Peter Svolis bäuchlings auf dem Acker und filmt die ganze Kombination, wie sie auf ihn zukommt. Das ist voller Körpereinsatz. Jetzt weiß ich: Der Film wird gut. Die Männer schonen sich nicht.

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Danach die Interviews mit Westermann Junior und Senior. Thema: Versicherung des Schweinebestandes gegen Seuchen. Die Antworten zeigen, dass hier zwei Profis am Werk sind, die in Produktionstechnik und Betriebsführung wie auch im Risikomanagement voll auf der Höhe der Zeit sind. Betrieb und Familie gefallen mir. Nach einem leckeren Imbiss geht es weiter zum zweiten Betrieb, der seit dem Jahr 1700 im Besitz der Familie Witthoff ist. Ein sehr schöner, traditionsreicher westfälischer Betrieb in der typischen Backsteinbauweise.

Auch Herr Witthoff stellt sich den Interviews und zeigt seine Kompetenz als landwirtschaftlicher Unternehmer. Die fachlich sehr gute Betreuung durch Markus Schmottlach, die innovativen Produkte der R+V und die Kompetenz der R+V in Fragen der Agrarversicherung werden dabei stets gelobt. Dabei haben wir den Landwirten doch gar keine Texte vorgelegt.

Nach dem abendlichen Essen im Hotel gehen wir alle müde von einem langen und sehr erlebnisreichen Tag in die Federn. Victor und Peter sichten derweil schon das Material, quasi die „Ernte“ des Tages. Wie gesagt: Voller Einsatz sogar bis tief in die Nacht.
Am nächsten Tag geht es nach Billerbeck auf den in Form einer GbR von den Familien Lutum und Hövelmann bewirtschafteten Betrieb. Auch hier ein moderner Großbetrieb mit Milchvieh, bewirtschaftet mit Hilfe einiger Teilzeit- Arbeitskräfte.
„Landwirtschaft hat nichts mit Romantik zu tun, das ist ein knallharter Wirtschaftsbetrieb“, sagt Herr Lutum. Recht hat er. Und er legt nach: „Eine optimale Arbeitsorganisation zur Senkung der Produktionskosten und eine Minimierung der Maschinenkosten sind  der Schlüssel zur Überlebensfähigkeit in der Milchproduktion. An den anderen Schrauben zur Steigerung der Produktivität der Kühe wie Genetik und Fütterung wird bereits seit vielen Jahren stark gedreht.“

Auch hier haben wir es mit versierten Unternehmern zu tun. Frau Hövelmann spricht das Risiko der Berufsunfähigkeit an. „Wenn mein Mann ausfällt, fehlt die Hauptarbeitskraft. Das kann den Betrieb ruinieren“. Auch in diesem Fall hat R+V, so Markus Schmottlach, die richtige Lösung: „Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung bei Antragsstellung.“

Ich bin erleichtert. Nachdem das auch noch geklärt ist, heißt es leider schon Abschied nehmen. Knappe zwei Tage auf westfälischen Höfen. Teilnehmen an den Filmaufnahmen für unseren Imagefilm Landwirtschaft. Das war zwar Arbeit als Hintergrundexperte, aber doch auch wie Feiertag. Das Dröhnen des Fendt vario wird mir genauso fehlen, wie die freundlichen, optimistischen und kernigen westfälischen  Landwirtsfamilien, der Duft des herbstlichen Ackers, der Kuhställe, das Leben auf einem Hof. Und wenn es nur zwei Tage waren, es war eine lange und erfüllte Zeit.

Weitere Bilder zum Making-of finden Sie in unserem Flickr-Album.

[Dies ist ein Gastbeitrag von Harald Krummenauer, Diplom-Agraringenieur und Prokurist in der Abteilung Agrarmarkt der R+V]

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