Scheidung – Ablauf und Vorgehen

Scheidung – Ablauf und Vorgehen
24. Jan 2018

von Suitbert Monz

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Eine Scheidung kann aus vielen Gründen erfolgen, allerdings sind für den Ablauf des Verfahrens vor allem zwei Ausgangslagen von Bedeutung: eine einvernehmliche oder eine strittige Scheidung. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Stimmung, sondern auch auf die Länge und die Kosten des Verfahrens.

Egal ob die Scheidung unter Zustimmung beider Parteien erfolgt oder nicht: Es besteht in jedem Fall eine Anwaltspflicht.

Scheidungsantrag nach Trennungsjahr

Nach einem Trennungsjahr kann die Scheidung eingereicht werden. Ausschlaggebend hierfür ist ein getrennter Alltag. Die Ehepartner müssen allerdings nicht zwingend in getrennten Häusern leben, wohl aber in unterschiedlichen Räumen. Bei einem Härtefall ist auch eine Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres möglich, etwa wenn Gewalt oder Verleumdung durch einen der Ehepartner vorliegt.

Kurz vor Ablauf des Trennungsjahres kann bereits das Scheidungsverfahren angestoßen werden, indem ein Anwalt beauftragt wird und die erforderlichen Unterlagen eingereicht werden. Bei einer einvernehmlichen Trennung ist es ausreichend, wenn sich das Paar einen gemeinsamen Anwalt nimmt. Dieser stellt beim Familiengericht nach Ablauf des Trennungsjahres den Scheidungsantrag, der zusammen mit Heiratsurkunde und Geburtsurkunde der Kinder eingereicht wird.

Gerichtliche Prüfung und Verhandlung

Der Scheidungsantrag geht dann dem Ehegatten zu, der entweder zustimmt oder ablehnt. Lehnt der Ehepartner ab, prüft das Gericht, ob die Ehe als gescheitert angesehen werden kann oder nicht. Das ist in der Regel dann der Fall, wenn das Trennungsjahr abgelaufen ist bzw. wenn die Trennung seit mindestens drei Jahren besteht. Dann geht das Gericht davon aus, dass die Ehe endgültig gescheitert ist.

Erfolgt die Trennung einvernehmlich und sind die Folgesachen wie Unterhalt geklärt, verkürzt dies das Scheidungsverfahren erheblich. Ist das allerdings nicht der Fall, werden die Scheidungsfolgen zusammen mit der Scheidung verhandelt. Zwei getrennte Anwälte sind dann erforderlich. Wenn die Situation so verfahren ist, dass die beiden Parteien überhaupt nicht mehr kommunizieren und Lösungen finden können, bietet sich eine Scheidungsmediation an. Auf diese Weise kann wieder eine Gesprächsbasis hergestellt werden, die den Ablauf der Scheidung beschleunigt und vereinfacht.

Beim Scheidungstermin müssen beide Partner anwesend sein. Ist einer durch Krankheit verhindert, muss ein entsprechendes Attest vorgelegt werden.

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Scheidung – Ablauf und Vorgehen
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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