SCHUFA & Co. – Bürger haben Recht auf Selbstauskunft

SCHUFA & Co. – Bürger haben Recht auf Selbstauskunft
17. Okt 2018

von Suitbert Monz

0

SCHUFA, Banken, Unternehmen – tausende von Institutionen speichern laufend personenbezogene Daten. In der Regel wird den Betreffenden darüber nichts automatisch mitgeteilt. Allerdings sind die Stellen auf Anfrage auskunftsverpflichtet.

Grundsätzlich hat jeder Bürger das Recht auf Selbstauskunft – ein Mal im Jahr kostenfrei.

SCHUFA – Schutz für Unternehmen und Behörden

Eine zentrale Stelle zur Datenverarbeitung ist die SCHUFA, die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Sie besteht seit den 1920er-Jahren und wurde gegründet, damit Unternehmen die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit ihrer Kunden untereinander austauschen können. So wird das Risiko minimiert, auf Rechnungsforderungen sitzen zu bleiben.

Diese Unternehmen und Banken werden bei der SCHUFA als „Vertragspartner“ geführt. Sie müssen spezielle Anforderungen unter anderem an den Datenschutz erfüllen und führen ihre Erfahrungen mit ihren Kunden an die SCHUFA ab. Das können pünktliche Zahlungen, Kreditzahlungen, geplatzte Schecks und vieles mehr sein. Es werden also nicht nur die negativen Erfahrungen weitergegeben, sondern alle, die ausschlaggebend sind, um eine Person in ihrem Zahlungsverhalten einschätzen zu können.

Daten einsehen ist empfehlenswert

Entgegen der häufigen Annahme, wer einen SCHUFA-Eintrag habe, habe automatisch Schulden oder ist im Zahlungsverzug, speichert das Institut Daten von über 60 Millionen Deutschen. Aus den unterschiedlichen Informationen der Vertragspartner errechnet die SCHUFA den Basisscore einer Person. Das ist die Wahrscheinlichkeit, mit der der Betroffene in Zukunft seinen Zahlungen nachkommen wird. Über 90 Prozent dieser Einträge sind positiv.

Man hat als Bürger nicht nur das Recht, seine Daten ein Mal im Kalenderjahr kostenlos einzusehen, sondern sollte von diesem sogar Gebrauch machen. Denn nicht immer sind die Daten bei der SCHUFA fehlerfrei oder vollständig hinterlegt. Das kann Nachteile haben, wenn man beispielsweise bei seiner Bank einen Kredit beantragen will.

Selbstauskunft bei Unternehmen und der SCHUFA

Aber nicht nur die SCHUFA, sondern auch die Unternehmen und Banken, bei denen man Kunde ist, sind auskunftsverpflichtet. Wer einmal prüfen will, welche Daten insgesamt gespeichert werden, kann beispielsweise auf der Website der Selbstauskunft eine Sammelanfrage stellen. Dort kann man aus nahezu 2000 Unternehmen und Behörden die jeweils relevanten auswählen.

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
SCHUFA & Co. – Bürger haben Recht auf Selbstauskunft
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

Alle Artikel des Autors
Kommentare