Selbstversuch: Klappt das Privatleben ohne Smartphone?

Selbstversuch: Klappt das Privatleben ohne Smartphone?
9. Dez 2015

von Suitbert Monz

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Die Smartphone-Nutzung nimmt immer mehr zu. In der letzten Woche hatten wir bereits berichtet, dass inzwischen schon 63 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren ein internetfähiges Handy in Gebrauch haben. Und es werden immer mehr. Doch wofür nutzen wir die neue Technologie eigentlich und können wir auch noch ohne auskommen? Das wollten wir ausprobieren und haben den Selbstversuch gewagt.

Wir haben beruflich viel mit Social Media zu tun und daher unser Handy auch meist in Reichweite. Im privaten Kontext haben wir aber versucht, mal zwei Wochen lang auf das Smartphone zu verzichten.

Schon nach wenigen Tagen wird meinem Kollegen Erik Rauschkolb klar: In vielen Bereichen ist das Smartphone wirklich eine Hilfe im Alltag. Wo finde ich den nächsten Geldautomaten in der fremden Stadt? Was mache ich ohne die praktische Navi-Funktion? Und wie kann ich jetzt unterwegs für Freunde erreichbar bleiben?

Es gibt also plötzlich kleinere Hürden, die sich aber ganz altmodisch lösen lassen. So greift man eben doch mal wieder zum klassischen Stadtplan und überlegt vorab, welche Route man nimmt. Freunde und Familie kann man auch mal wieder übers Festnetz-Telefon kontaktieren.

Am Wochenende ohne Smartphone

So ab und zu gönne ich mir mal ein Wochenende so ganz ohne Smartphone. Dann wird Freitagsabends das Gerät nach der Arbeit ausgeschaltet und erst am Montagmorgen, auf dem Weg in die Firma wieder aktiviert. Und ich muss sagen, es fehlt mir irgendwie gar nichts: kein „Bing“, kein Klingeln und auch kein SMS-Hinweis-Ton. Ich verspüre keinen „inneren Zwang“ verstohlen auf das Display schielen zu müssen. Am Montag dann, werde ich aber zunächst von Meldungen überschüttet. Davon sind 80 Prozent komplett unwichtig. Der Rest kann leicht im Laufe des Tages noch geklärt werden.

Wenn auch mir selbst diese Smartphone-Pause keine Probleme bereitet, so bin ich doch schon mehrmals von anderen, von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern angesprochen worden, warum ich denn nicht auf diese oder jene Nachricht geantwortet hätte. Man hätte mir doch „gewhatsapped“ oder „gechattet“. Ich kann also leicht feststellen, dass eine „Offline“-Zeit nicht mehr ganz gesellschaftskonform zu sein scheint. Die Mehrheit der Leute hält es mit diesem Thema anders. Aber irgendwie will ich mir dann doch den kleinen Luxus einer gelegentlichen Auszeit nicht nehmen lassen. Wer mich erreichen will, muss eben doch kreativer sein!

 

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Selbstversuch: Klappt das Privatleben ohne Smartphone?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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