Sichere Fahrt in die Zukunft

Sichere Fahrt in die Zukunft
25. Okt 2010

von Suitbert Monz

0

Wie sieht der Straßenverkehr der Zukunft aus? Wie werden Autos angetrieben? Zum Thema „Mobility Redefined“ lud die R+V Re 165 Gäste nach Wiesbaden ein.

Einen neuen Teilnehmerrekord erzielte die R+V Re bei ihrer diesjährigen Kundenveranstaltung.  Die R+V Re, ein professioneller, weltweit tätiger Rückversicherer, lud 165 Gäste von Erstversicherern und Rückversicherungsmaklern aus ganz Europa, Japan, der Karibik, Südafrika und den USA nach Wiesbaden ein. Die Veranstaltung stand unter dem Thema Mobilität der Zukunft.

Dr. Christoph Lamby, Vorstand der R+V Re, skizzierte die Mobilitätswelt von morgen: Das Straßenbild der Zukunft wird anders aussehen, es werden unterschiedlichere Arten von Fahrzeugen unterwegs sein, vom Elektroauto über das Quad bis zum Segway. Um für einen reibungslosen Verkehrsfluss zu sorgen, werden Informationen über Staus und Verkehrshindernisse automatisch in die Bordsysteme von Autos geleitet. Satellitensysteme werden zukünftig die Kommunikation zwischen Verkehrsteilnehmern verstärkt steuern. Aufgrund dieser gewonnenen Informationen sei Fahren ohne Fahrer in Zukunft technisch möglich. In diesem Gedankenspiel entsteht eine neue Mobilitätswelt: Wird es in der Welt von Morgen noch Autounfälle geben? Was bedeutet dies für Kfz-Versicherer – die Kfz-Versicherung als auslaufendes Geschäftsmodell?

Hohe Sicherheitsstandards in Elektroautos

Klaus Balow, Geschäftsführer der TÜV Hanse GmbH, stellte fest, dass die Anzahl der Fahrzeuge weltweit stetig steigt. Erfreulich ist der steigende Anteil von Elektroautos, auch wenn es immer noch Vorurteile gegen sie gibt: „Die größte Angst von Autofahrern ist, dass die Batterien von Elektroautos explodieren können“, so Balow. Diese Angst sei unbegründet, da von Elektroautos die Einhaltung hoher Sicherheitsstandards gefordert wird. Technische Sicherheit und Verlässlichkeit seien die wichtigsten Aspekte in der E-Mobilität, so der TÜV-Experte.

Werden Assistenzsysteme den Fahrer ersetzen?

Über die zunehmend wichtigere Rolle von Fahrerassistenzsystemen berichtete Dr. Matthias Kühn, Leiter des Fachbereichs Fahrzeugsicherheit des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV). Er stellte neueste Entwicklungen der Systeme vor und analysierte, wie sie die Verkehrsteilnehmer von morgen beeinflussen werden. Unter Fahrerassistenzsystemen versteht man alle elektronischen Zusatzsysteme in Fahrzeugen, zum Beispiel ESP, adaptives Kurvenlicht oder Bremsassistent. „Heute sind solche Systeme meist nur in Fahrzeugen der Oberklasse zu finden“, so Dr. Kühn. Da diese Systeme sehr teuer sind, kann ein Normalverdiener sein Auto damit meist nicht nachrüsten. Oftmals sind die System zudem so innovativ, dass sie der breiten Masse der Autofahrer kaum bekannt sind.

Allerdings: Trotz aller technischen Fortschritte auf diesem Gebiet werden die Systeme nicht den Menschen als Fahrer ersetzen. Eine 100-prozentige technische Verlässlichkeit der Systeme sei heute noch nicht gegeben.

27 Schutzengel für eine sichere Fahrt

Sicherheit und technische Verlässlichkeit optimieren möchte die Daimler AG mit 27 Schutzengeln, die sie in ihr Konzeptfahrzeug „ESF 2009“ eingebaut hat. Thomas Unselt von der Daimler AG stellte das Fahrzeug und die Schutzengel vor. Jeder Schutzengel steht für ein Fahrerassistenzsystem. Ein Beispiel: Der Schutzengel „Spotlight Function“ erkennt Personen und Tiere bei Nacht und leuchtet diese an, um die Aufmerksamkeit des Fahrers auf die mögliche Gefahrensituation zu lenken. Ein anderer Schutzengel: Der „breaking bag“ – ein Airbag unter dem Auto. Wichtig sei es, dass Autofahrer besser über derartige Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme informiert werden und Anreize geschaffen werden, diese zu kaufen. Sein Vorschlag: „Versicherungsrabatte für Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen“.

Und dann ging es in die Praxis: Nach den Vorträgen stiegen die Teilnehmer um – auf Quads, Segways und Pedelecs. Oder es ging im Landrover auf eine Offroadtour. Im Jagdschloss Platte fand die Kundenveranstaltung ein feierliches Ende.

Gastbeitrag von Sonja Goldau (R+V Re)

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Sichere Fahrt in die Zukunft
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

Alle Artikel des Autors
Kommentare