Sicherheit im Internet: Welche Online-Banking-Verfahren gibt es?

Sicherheit im Internet: Welche Online-Banking-Verfahren gibt es?
2. Sep 2014

von Suitbert Monz

0

Im Herbst 2013 hat eine Reihe von Betrugsfällen beim als sicher geltenden mTAN-Verfahren das Misstrauen der Verbraucher gegenüber dem Online-Banking angefacht. Manchen Nutzern des Online-Bankings fällt es oft schwer, die verschiedenen Verfahren zu überblicken und deren Sicherheit einzuschätzen.

Wir listen hier die gängigen Verfahren für Sie auf und schauen uns an, wie deren Sicherheit allgemein bewertet wird.

1. Das klassische PIN/TAN-Verfahren

Beim klassischen PIN/TAN-Verfahren sendet die Bank dem Kunden eine gedruckte Liste mit TAN-Nummern zu. Diese Nummern gelten als elektronische Unterschrift und müssen bei Transaktionen im PC eingegeben werden, wobei Hacker sie leicht manipulieren können. Dieses Verfahren gilt demnach als besonders unsicher.

2. Das mTAN-Verfahren

Hier wird die TAN-Nummer auf das Handy gesendet und dann im PC eingegeben. Das erschwert den Betrügern den Zugriff zwar, dennoch glückt er ihnen immer häufiger, indem sie sich im Namen des Kunden eine zweite SIM-Karte zusenden lassen.

Darüber hinaus werden Sicherheitslücken in den Smartphones genutzt. Wer also auf das mTAN-Verfahren zurückgreifen möchte, sollte dies am besten mit einem altmodischen Handy tun.

Den Schutz erhöhen kann man ansonsten auch, indem man dasselbe Handy, auf das die Nummern gesendet werden, nicht auch noch für das Online-Banking benutzt, weil sonst nur ein Kommunikationsweg verwendet wird und somit die Sicherheit eingeschränkt ist.

3. HBCI (Homebanking Computer Interface)

Beim HBCI wird ein Lesegerät per USB an den PC gesteckt, in das dann wiederum die Bankkarte gesteckt wird. Der Bankauftrag wird mit einer digitalen Signatur verschlüsselt und auf diese Art unterschrieben.

Allerdings ist dieses Verfahren nur mit einer bestimmten Finanz-Software möglich, gilt aber als besonders sicher und wird möglicherweise in Zukunft häufiger eingesetzt werden.

4. TAN-Generatoren

Die TAN-Generatoren funktionieren unabhängig vom PC. Sie generieren für jede Transaktion eine neue TAN-Nummer, die nur einige Minuten gültig ist, und zählen daher ebenfalls zu den sichersten Verfahren.

Auch hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten – teils mit und teils ohne Bankkarte. Hier ist Manipulation durch Betrüger besonders schwer, da die generierte Nummer nur begrenzt gültig ist und der Generator unabhängig von Handy und PC eingesetzt wird. Ein weiterer Grund ist, dass die individuellen Überweisungsdaten bei der Generierung berücksichtigt werden.

Wie kann man den Schutz noch erhöhen?

Egal für welches verfahren Sie sich letztlich entscheiden, Sie sollten immer ein aktuelles Anti-Viren-Programm auf dem Rechner haben.

Es ist außerdem wichtig, sich regelmäßig entweder bei der Bank oder in den Medien über neue Entwicklungen des Online-Bankings zu informieren, um immer das aktuell sicherste Verfahren zu wählen.

Schlagworte
empfehlen
empfehlen
Das könnte Sie auch interessieren
Autor
Sicherheit im Internet: Welche Online-Banking-Verfahren gibt es?
Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

Alle Artikel des Autors
Kommentare