SmartHome: Digitale Türsteher (2)

SmartHome: Digitale Türsteher (2)
16. Dez 2015

von Suitbert Monz

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Die Tür ist das „Eingangstor“ zum eigenen Zuhause. Sie ist dabei sowohl Verbindung als auch Grenze zum Leben außerhalb der eigenen vier Wände. Anstatt einfacher Türklingel gibt es heutzutage immer mehr „smarte“ Türsprechanlagen, die weit mehr als nur klingeln können.

Es klingelt. Nicht an der Tür, sondern in meiner Hosentasche. Ich bin gar nicht Zuhause. Doch mein Smartphone zeigt mir durch eine Push-Nachricht an, dass jemand vor meiner Haustüre steht. Es ist der Postbote. Ich kann ihn über eine App sehen, mit ihm sprechen und ihm mitteilen, dass er das Paket doch bitte bei den Nachbarn abgeben soll. Obwohl ich gerade im Urlaub bin, könnte ich ihm auch die Tür via Knopfdruck auf meinem Smartphone die Türe öffnen. Doch so gut kennen wir uns noch nicht.

Einen digitalen Türsteher zu haben, hat nicht nur den Vorteil, immer und überall ein Auge auf meine potenziellen Besucher zu werfen. Es gibt mir vor allem Sicherheit. Denn auch ungebetene Gäste habe ich mit einer smarten Videotürklingel im Blick.

Intelligente Video-Türklingeln für das smarte Zuhause

DoorbirdVideosprechanlagen sind nicht neu. Doch im Gegensatz zu den alten, rein stationären Anlagen, lassen sich die intelligenten Videotürklingeln via WLAN leicht in das „mobile Leben“ und das möglicherweise bereits vorhandene SmartHome integrieren. Zudem sind diese Systeme wie DoorBird, Ring, SkyBell oder Chui auch noch preiswerter als die „klassischen“ Anbieter. Aber sind sie auch genauso gut?

Ich mache den Test und bestelle die Videotürklingel von DoorBird, dem einzigen deutschen Anbieter. Im Vergleich zu den amerikanischen Pendants liegen deutsche Produkte bei etwa 300 bis 500 Euro.

DoorBird: Mit Weitwinkel und Bewegungssensor

Auch wenn ich relativ technikaffin bin, ist eine unkomplizierte Installation immer ein Pluspunkt. Und das ist bei DoorBird der Fall. Die Türklingel, ausgestattet mit Videofunktion mitsamt Lautsprecher und Mikrofon, lässt sich einfach an die Verdrahtung meiner alten Türklingel anschließen. Obwohl sie auch mit einem Netzteil angeschlossen werden kann, habe ich lieber den alten Klingeltrafo im Sicherungskasten durch einen Hutschienennetzteil von DoorBird ersetzt.

Besonders gut gefällt mir, dass sich auch der alte Türgong und der Türöffner anbinden lassen – so klingelt es auch weiterhin in meinem Wohnzimmer. App runterladen, einrichten und mit dem vorhandenen WLAN verbinden. Fertig. Das ging einfach. Doch schnell muss ich feststellen, dass mein vorhandenes WiFi Netz an der Haustür für eine stabile Videoübertragung etwas schwach ist. Ich muss es mit einem Repeater verstärken. Noch besser wäre hier wohl eine direkte Anbindung an den Router durch ein LAN-Kabel.

Videotürklingel: Alles im Blick

Mit dieser Videotürklingel habe ich jetzt immer und ganz gleich, ob ich auf dem Sofa sitze oder im Park spazieren gehe, den Überblick über meine Haustüre. Denn DoorBird ist zusätzlich mit einem Bewegungsmelder mit 180 Grad-Sichtfeld ausgestattet und hat so auch die Umgebung im Griff, wenn niemand geklingelt hat.

Mir gefällt die WLAN-Videotürklingel, auch wenn der Postbote beim ersten Klingeln etwas irritiert war, dass ich mit ihm aus dem Urlaub oder aus meinem Büro sprechen kann. Doch sein Lächeln zeigte mir, dass die indirekte Kommunikation für ihn immer noch besser ist, als mit niemanden zu sprechen und mein Paket wieder mitnehmen zu müssen. Auch wenn die Entwicklung und die damit verbundenen Möglichkeiten noch nicht am Ende sind, beginnt SmartHome jedenfalls bei mir jetzt schon an der Haustüre.

Wäre für Sie der „digitale Türsteher“ auch eine alternative zur klassischen Türklingel?

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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