Spannende IT-Berufe Teil 4: Ein Tag im Anwendungsmanagement

Spannende IT-Berufe Teil 4: Ein Tag im Anwendungsmanagement
23. Feb 2015

von Katharina Zehner

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In unserem Blog haben wir bereits über spannende IT-Berufe in der R+V berichtet. Die Schwerpunkte dieser Beiträge lagen auf der Konzeption und Entwicklung der verschiedenen Anwendungen bei R+V. Was aber passiert, nachdem das Projekt abgeschlossen ist? Das möchten wir uns genauer ansehen. Dazu begleiten wir Mike Lebensky bei den vielen verschiedenen Aufgaben des Anwendungsmanagements ZI-AI-XA.

Herr Lebensky, Sie sind Mitarbeiter im Anwendungsmanagement in der Abteilung XA, „Übergreifende Anwendungen“. Wie setzt sich denn das Anwendungsmanagement der R+V eigentlich zusammen?

Mike LebenskyUnter den verschiedenen Anwendungsmanagement-Abteilungen bei der R+V kümmert sich unsere Abteilung „XA – Übergreifende Anwendungen“ in insgesamt vier Gruppen um vielfältigste Lösungen, wie beispielsweise Carma, Delphin IT, VAP, Igloo, First und Anwendungen, die von allen Mitarbeitern und Kunden genutzt werden. Hierzu gehören unter anderem das Intranet (SharePoint) und die Portale ruv.de und RV24.de.

Beschreiben Sie uns doch kurz die vier Gruppen mit ihren Aufgaben

Die Gruppe „Produktverantwortung“ betreut fremdentwickelte Standard-Software auf Arbeitsplätzen und ist für die Sicherstellung der Erreichbarkeit „fremdgehosteter“ Anwendungen im Internet zuständig.

Die Gruppe „Portale“ wartet und betreibt hauptsächlich die von R+V entwickelten Portale und Services für Vertriebspartner, Firmenkunden und Endkunden. Große Herausforderungen sind die Vernetzung der Systeme und das Erreichen der kompletten Online-Wartbarkeit sowie steigende Sicherheitsanforderungen.

Die Gruppe „Processing“ kümmert sich schwerpunktmäßig um die Wartung und Erweiterung von eigenentwickelten PC-Programmen und Sharepoint-Lösungen sowie um den 3rd-Level-Support der Microsoft Office-Produkte. Dabei reicht die „Kundschaft“ von verschiedenen Abteilungen in Vertrieb, Komposit und Leben über das Servicecenter bis zur Rückversicherung.

Die vierte Gruppe „Außendienstunterstützung“ wurde am 01.01.2015 neu gebildet, um das Anwendungsmanagement von R+V Connect aus dem Projekt PUMA in die Linie zu übernehmen.

In welcher Gruppe können wir Sie wiederfinden?

Ich bin in der Gruppe AU, Außendienstunterstützung, angesiedelt.

Was sind die Schwerpunkte der Gruppe AU?

Wie gesagt, die vierte Gruppe ist neu. Die Übergabe von R+V Connect startet gerade. Dieser Übergabeprozess wird Ende 2016 abgeschlossen sein. Technologisch bewegen wir uns hier in einem komplexen Java-Umfeld mit Integration in die HOST-Welt. Die Hauptnutzer sind die Außendienstkollegen.

Herr Lebensky, was bedeutet Anwendungsmanagement in ZI? Was managen Sie denn da genau in der Abteilung XA?

Wir verantworten den effizienten Betrieb von Systemen und Anwendungen. Dabei konzentrieren wir uns nicht nur auf den Betrieb und die Wartung. Wir sorgen, z. B. durch Optimierungen, für die Werterhaltung der bestehenden Systeme. Ferner macht das Anwendungsmanagement Rahmenvorgaben für die Anwendungsentwicklungs-Projektarbeit, stellt Projekten bei Bedarf Spezialisten zur Verfügung, managt die technischen Releases im Übergang von der Entwicklung in die Produktion und stellt die Betriebsbereitschaft zur Erfüllung der SLA´s (Service Level Agreement) sicher.

Sie unterstützen also auch Weiterentwicklungsprojekte. Was ist Ihre Rolle dabei?

Bevor ein Projekt abgeschlossen wird und die neuentwickelte Anwendung in der produktiven Umgebung zum Einsatz kommt, sorgen wir gemeinsam mit dem Projekt für eine reibungslose Übernahme in das Anwendungsmanagement und führen ab dann alle anfallenden Wartungsarbeiten durch. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit den verschiedenen IT-Abteilungen und den Projekten innerhalb der R+V von enormer Bedeutung.

Was unternehmen Sie, wenn es zu einem Fehler in einer bereits eingeführten Anwendung kommt?

Für solche Fälle ist zunächst der zentrale Benutzerservice der R+V erster Anlaufpunkt für den Anwender. Handelt es sich um einen vom Benutzerservice nicht kurzfristig lösbaren Fehler, zum Beispiel einen Serverausfall, kümmert sich das Anwendungsmanagement um die Lösung. Hierfür stehen uns Hilfsmittel zur Verfügung, wie beispielsweise Monitoring-Tools. Damit können wir jederzeit den Betriebszustand einer Anwendung ermitteln, den Fehler beheben und in einer unserer Testumgebungen nachstellen. Die Korrekturen werden dann im Rahmen der Hauptreleases oder mit einem sogenannten Hotfix eingeführt.

Wow, das ist ja immens, was Sie da jeden Tag zu stemmen haben, Herr Lebensky. Verraten Sie uns doch noch, welche Rollen es bei Ihnen in der Abteilung gibt?

Es gibt eine Reihe von Rollen in unserer Abteilung. Zum Beispiel Entwickler, Chefentwickler und Anwendungsdesigner.

Welche Schwerpunkte und Hauptaufgaben haben denn die einzelnen Funktionen?

Unsere Entwickler tragen zur Systemstabilität sowie zur Optimierung und Weiterentwicklung komplexer Anwendungen inklusive der Schnittstellen bei und wirken in diesem Rahmen an laufenden Projekten mit. Für die entsprechenden fachlichen Anforderungen erstellen sie schlüssige technische Konzepte und stehen bei der Ab- und Übernahme der Projektergebnisse dem Betrieb tatkräftig zur Seite. Ferner entwickeln unsere Entwickler zuverlässig systemkritische Komponenten, optimieren fachmännisch bestehende Systeme hinsichtlich Kosten, Performance und einer noch effizienteren Entwicklung. Und zu guter Letzt sind unsere Entwickler für den reibungslosen Betrieb und die Systemerhaltung der Anwendungen zuständig.

Der Chefentwickler hingegen ist verantwortlich für die fachliche Führung und Know-how-Transfer innerhalb eines Entwicklerteams. Er entwickelt und optimiert anwendungsspezifische Standards und Richtlinien zur Sicherung der Software-Qualität und stellt diese sicher durch den Einsatz effizienter Methoden, wie z. B. Codereviews, Unit-Tests und Testautomatisierung. Außerdem erstellt der Chefentwickler technische Konzepte zu fachlichen Anforderungen und realisiert komplexe Entwicklungsaufgaben in enger Abstimmung mit den Fachbereichen.

Der Anwendungsdesigner unterstützt Weiterentwicklungsprojekte bzw. Großprojekte in einem neuen technologischen Umfeld als Experte, wenn es um die detaillierte Anforderungsanalyse und Beratung zur Anwendungsarchitektur geht. Er plant und designt passgenaue Lösungen – inklusive der Erstellung von optimalen Vorgaben für die Konzeption und Weiterentwicklung der Anwendungssysteme und vereinbart geeignete Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Außerdem analysiert er bestehende Lösungen im Hinblick auf grundsätzliche Umstrukturierungsbedarfe.

Herr Lebensky, vielen Dank für diesen Tag im Anwendungsmanagement!

[Gastbeitrag von Michael Schedl und Mike Lebensky aus dem Anwendungsmanagement des ZI-Ressort der R+V Versicherung]

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Spannende IT-Berufe Teil 4: Ein Tag im Anwendungsmanagement
Katharina Zehner

Mitarbeiterin Personalmarketing; bloggt über Personal- und Karrierethemen im Allgemeinen sowie Berufsbilder und Hinter den Kulissen Eindrücke bei der R+V.

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