Strom selbst erzeugen – so geht`s

Strom selbst erzeugen – so geht`s
28. Aug 2018

von Suitbert Monz

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Da liegt sie auf dem Küchentisch: Meine Stromrechnung. Und da ich so einige elektronischer Geräte im Haus habe, traue ich mich fast nicht, sie aufzumachen. Da kommt mir die Idee: Wie wäre es, wenn ich mich selbst mit Strom versorge? Nachhaltig und unabhängig von den Energieversorgern. Was für Möglichkeiten gibt es da eigentlich?

Ob Fernseher, Waschmaschine oder die Energiesparlampe: Auch wenn viele technische Geräte effizienter geworden sind und generell weniger Strom verbrauchen, so sind die durchschnittlichen Kosten für Strom in den vergangenen 30 Jahren dennoch stetig gestiegen. Rund 85 Euro pro Monat beträgt die Stromrechnung einer 3-köpfigen Familie heute – das ist ganz schön viel Geld. Doch wie kann man dennoch sparen und die Umwelt schonen, wenn doch ohne Strom heutzutage eigentlich gar nichts mehr funktioniert?

Strom durch die Kraft der Natur

Mein erster Gedanke fällt natürlich auf die Photovoltaikanlage. Schon seit Jahren sehe ich die markanten Solarstromanlagen immer häufiger den Dächern in meiner Nachbarschaft blitzen. Durch die Förderung aus dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG). setzte ein regelrechter Boom ein, gleichzeitig sind die Aufdachanlagen für Hausbesitzer immer erschwinglicher geworden – rund 1.650 Euro kosten sie im Schnitt.

Das Prinzip dahinter ist einfach: Jede durch die Anlage erzeugte Kilowattstunde wird in das Stromnetz eingespeist – gleichzeitig erhält der Besitzer eine Vergütung von bis zu 12,20 Cent pro Kilowattstunde. Damit lässt sich die Stromrechnung schon einmal deutlich reduzieren, selbst in den Monaten, in denen die Sonne nicht so häufig scheint.

Bei dem Windkraftkraftrad auf dem eigenen Grundstück sieht es etwas anders aus. Statt in das Netz eingespeist zu werden, dient der mit Wind erzeugte Strom häufig der Eigenversorgung, da die Förderung lediglich 8 Cent beträgt. Im Vergleich zu den riesigen Windrädern auf den Feldern ist die Heim-Variante natürlich deutlich kleiner – und die perfekte Ergänzung zur Solaranlage. Wenn man den Platz hat!

Das eigene Kraftwerk im Keller

Und den habe ich leider nicht – dafür aber einen großen Keller. Bei meinen Recherchen stolpere ich deshalb über das sogenannte Blockheizkraftwerk. Ein “Kraftwerk” im Keller – das klingt für mich erst einmal abstrus. Trotzdem schaue ich mir die Vor- und Nachteile an.

Ein “Nano-BKHW” für das Eigenheim wird durch einen externen Brennstoff wie Flüssiggas oder Öl betrieben. Dabei produziert es Strom, der eingespeist oder selbst genutzt werden kann. Das Gute: Durch die Energie entsteht zudem Wärme, die man zum Heizen oder für warmes Wasser benutzen kann.

Zudem werden sie gesetzlich gefördert und amortisieren sich angeblich innerhalb weniger Jahre. Zu den Nachteilen zählt vor allem der hohe Anschaffungspreis und die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen. Steigen diese weiter an, dauert es wesentlich länger, bis sich die Anlage rechnet.

Ökostrom für das gute Gewissen

In der Zwischenzeit habe ich die Stromrechnung geöffnet und muss mal wieder ein wenig nachzahlen. Umso mehr bin ich darin bestärkt, mich nach einer Alternative umzusehen. Bis dahin mache ich aber erst einmal etwas für die Umwelt: Ich habe den aktuellen Vertrag gekündigt und mich für einen Ökostromanbieter entschieden – solange bis ich meinen Strom dank Sonne, Wind oder mit einem kleinen Kraftwerk im Keller selbst erzeugen kann.

Mehr zum Thema Bauen und Wohnen erfahren Sie im Ratgeber.

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Suitbert Monz

R+V Social Media Manager, bloggt über Online-Marketingmaßnahmen, soziale Netzwerke und über das Social Media Konzept des Unternehmens.

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